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wurde eine wertvolle Sammlung von Stahlbruchproben gestiftet. Der Liebigschulverein nahm jede Gelegenheit wahr, die Schule nach besten Kräften zu unterstützen, insbeson- dere ließ er es sich angelegen sein, den Werkunterricht zu fördern. Auch einzelne Schüler brachten für die naturwissenschaftliche Sammlung eine Reihe wertvoller Gegen-
stände.
IV. Verschiedenes.
a) Schulgebäude. Die hygienischen Verhältnisse in unserem schönen Schul- gebäude ließen nichts zu wünschen übrig. Nur die Spielplätze sind für einen sportmäßi- gen Betrieb nicht geeignet. Jedoch stellte uns der Verein für Rasensport seinen in der Nähe der Schule gelegenen Platz zur Verfügung, was leider während des Winters wegen der Ueberschwemmung der Niddawiesen nicht immer ausgenutzt werden konnte.
b) Lehr- und Lernmittel: Durch die Stabilisierung der Mark wurde es er- möglicht, die recht lückenhaft gewordenen Bestände in den verschiedenen Sammlungen allmählich wieder aufzufüllen und hier und da auch weiter auszubauen.
An neuen Lehrbüchern werden im Schuljahr 1025 eingeführt: 1. Deutsch:„Lebensgut“. Ein deutsches Lesebuch für höhere Lehranstalten. 2. Mathematik: Lehr- und Uebungsbuch für den mathematischen Unterricht, Reinhardt-
Mannheimer-Zeisberg-Hofmann-Detlefs.
3. Geschichte: Pinnow, Geschichtsbuch für die Mittelklassen höherer Lehranstalten, und Grundriß der Geschichte für die Oberklassen höherer Lehranstalten.
c) besondere Einrichtungen im Schulbetrieb: Der im Jahre 1923 begonnene Versuch, mit Englisch als erster Fremdsprache zu beginnen, wurde auch im Schuljahre 1924-25 in einer der beiden Sexten fortgesetzt. In beiden Klassen konnte der Unterricht erfreuliche Ergebnisse erzielen, Sso daß wir ihn auch weiterhin fortsetzen wol- ſen. Wir sind jedoch davon überzeugt, daß noch abgewartet werden muß, wie die Er- gebnisse im Französischen sein werden, wenn dieser Unterricht erst in UIII einsetzt. Aber wir hoffen auch hier auf einen vollen Erfolg und sind bedacht, die allgemeine gram- matische Grundlegung durch eine enge Verbindung des deutschen und englischen Unter- richtes in den Unterklassen zu legen. Wir hatten auch die Freude, einige Schüler von Mittelschulen, in denen auch mit Englisch begonnen worden ist, und von auswärts aufnehmen zu können. Der Versuch begegnete regem Interesse bei den Behörden. Kollegen aus der Stadt und von auswärts, auch einige Ausländer konnten wir wieder an unserer Schule als Gäste begrüßen, so Herren aus England, Island und den Vereinigten Staaten von Amerika.
d) Beziehung zu mittleren Schulen. Seit einigen Jahren steht, die Cronberger gehobene Schule, die seit langem ihre Schüler nach O III zu uns zu schicken pflegt, in einem engen Verhältnis zu uns dadurch, daß der Direktor vom Provinzial- schulkollegium beauftragt ist, die Abschlußprüfungen zu Ostern dort abzuhalten, die die Schüler berechtigen, ohne Prüfung auf die UII einer(Ober-) Realschule überzugehen.
chronik der Schule.
30. April 1924: Aufnahmeprüfung. 1. Mai: Fröffnung des neuen Schuljahres. 14. Mai: Die evangelischen Schüler besuchen die Vorführung des Bethelfilms.


