— 15—
unternommen. Dem Sport wurde viel gehuldigt. Bei den städt. Wettkämpfen leistete die Schule im Volksturnen und Geräteturnen Gutes, wie die Einzelsiege der Oberstufe und zahlreiche Finzel- und Mannschaftssiege der Mittelstufe zeigen. Im September veranstal- tete die Schule wie alljährlich ihr Sportfest.
Schulkinderspeisung: Seit der Wiedereinführung der Milchausgabe im März 1924 bestand für die Schulkinderspeisung kein Interesse mehr.
Gesundheitszustand. Mit den Geschäften des Schularztes war im Schuljahr 1924 Herr Sanitätsrat Dr. Pfannmüller betraut. Er hielt wöchentlich 1—2 mal Sprechstunde ab, die jedoch von den Schülern erfreulicherweise nur wenig in Anspruch genommen zu werden brauchte. Er besuchte die Schule wiederholt, insbesondere um die Schüler auszu- suchen, die für die Erholungsfürsorge in Frage kamen. Auch von der städtischen Schul- zahnklinik aus wurden sämtliche Schüler untersucht und zur Zahnbehandlung überwiesen. Der Gesundheitszustand war im allgemeinen befriedigend bei Lehrern und Schülern. Nur im Frühjahr 1925 herrschte die Grippe ziemlich stark.
Im Sommer 1925 wurden ca. 60 Schüler zu Solbädern, städtischen Erholungsheimen, Ferienkolonien und aufs Land zu ihrer Kräftigung überwiesen, was für ihren Gesundheits- zustand sehr förderlich war.
Schulgeldsatz: Der Normalschulgeldsatz betrug 10 Mk. monatlich, für Aus- wärtige 12.50 Mk., für solche, die Geschwister in der Schule haben, 8 Mk.
Freistellen: Von 400 Schülern zu Beginn des Sommerhalbjahres waren 64 im Besitz einer ganzen und 7 im Besitz einer halben Freistelle. Im Winterhalbjahr hatten von 473 Schülern 80 ganze und 5 halbe Freistellen.
Lehrmittelfreiheit: Die unter Verwaltung von Studienrat Dr. Weidenmüller stehende Hilfsbücherei versorgte nicht nur die lehrmittelfreien Schüler, sondern belieferte gegen die geringe Leihgebühr von durchschnittlich 30 Pfg. ie Buch und Jahr auch etwa zwei Drittel aller Schüler mit sämtlichen eingeführten Lehrbüchern. Besondere Pflege wurde der Beschaffung von neuerer und neuester Literatur für die deutsche Klassen- lektüre gewidmet. Die zum Teil umfangreichen Anschaffungen wurde aus dem von der Stadt zur Verfügung gestellten Anteil(7½½% des Schulgeldes) bestritten.
Der Bücherbestand der Hilfsbücherei beläuft sich z. Zt. auf rund 5600 Nummern.
Berufsberatung: Die Schule blieb mit dem städtischen Berufsamt in enger Fühlung und tat von sich aus alles, was in ihren Kräften stand, um die Schüler zu be- raten und ihnen Stellen zu vermitteln, soweit sie in das praktische Leben übergingen.
Der Elternbeirat: Der Elternbeirat wurde zu Ostern 1924 neu gewählt. Eine Reihe von Mitgliedern, darunter der Vorsitzende, Herr Alex. Reuter, Sophienstraße 22, ging aus dem früheren Elternbeirat in den neuen über, so daß die Stetigkeit in der Ar- beit gewährleistet wurde. Es fanden mehrere Sitzungn statt, wobei sich eine erfreuliche Zusammenarbeit kundgab. Besonderes Interesse erregten die Fragen der Schulreform. Zwei Mitglieder des Elternbeirats und ein Vertreter des Lehrerkollegiums waren gleich- zeitig in dem Gesamtelternbeirat der Frankfurter höheren Schulen tätig.
Spenden: Zu Anfang des Jahres wurde von einem früheren Schüler, Herrn Bankier Ihl, eine Antennen-Anlage auf dem Dache unserer Schule gestiftet, die von der Firma W. Becker& Sohn, Frankfurt a. M.-West, ausgeführt wurde. Dazu stiftete uns die Firma Gebrüder Merz in Frankfurt-Rödelheim, deren Inhaber frühere Schüler unserer Anstalt und Söhne des früheren verehrten Mitglieds unseres Kollegiums, Prof. Julius Merz, sind, anläßlich ihres 25 jährigen Bestehens vier Kondensatoren und einen Geldbe- trag, sodaß wir hoffen können, in einiger Zeit eine vollständige Empfangsanlage für den Funkdienst zu bekommen.— Von der Firma Bergische Stahlindustrie, Frankfurt a. M.,


