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des Herrn Dr. Palmgren, Sohnes des von uns so hochgeschätzten Rektors Palmgren in Stockholm.
Jan. 27. Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers. Die Festrede hielt Herr Oberlehrer Petry über den Freiherrn vom Stein. Das von Sr. Maj. dem Kaiser gestiftete Werk„Deutsche Schiffahrt in Wort und Bild“ langte zu spät an, um noch an diesem Tage einem Schüler als Prämie zuerkannt werden zu können. Es wurde bei der Feier am Ende des Schuljahres dem Untersekundaner Wiederspahn verliehen.
Von Anfang März an ist Herr Kollege Buschmeyer zu einer S wöchigen militärischen Ubung eingezogen. In seine Vertretung teilen sich die Herren: der Direktor, Prof. Dr. Krüger, Prof. Detlefs, Ober- lehrer Dr. Franz, Dr. Breuer, Probekand. Dr. Rumpf, und Lehrer Höchster. 1 Stunde wurde kombiniert. März 9. u. 22. Gedenktage für Kaiser Wilhelm I.
„ 31. Mündliche Schlußprüfung. Das Ergebnis— von 24 Schülern bestanden 19— ist bei V. 1 genauer zu ersehen.
Das Schuljahr, das sich nun seinem Ende zuneigt, war außergewöhnlich lang und außergewöhnlich schwer. Es brachte mir, nachdem ich 26 Jahre Direktor gewesen war, den ersten Todesfall in meinem Kollegium, einen ganz ungewöhnlich ernsten und schmerzlichen Fall. Es hat kaum ein Mitglied unseres Kreises ohne schmerzliche Wunde gelassen, und viele Tage, ja Wochen waren für uns sehr ernst und traurig. Erfreulicher Weise haben uns Güte und Teilnahme bei unseren Sorgen und unserem Kummer nicht gefehlt, und zum Schluß hoffen wir uns auch noch einmal aus einem freudigem Anlasse zusammen finden zu dürfen. Mit Ablauf dieses Jahres vollendet Herr Kollege Knebel 25 Jahre ernster und segensreicher Tätigkeit an unserer Schule. Er hat nicht nur dem Zeichnen bei uns seine beste Kraft geweiht; er ist auch seit langen Jahren Vorsitzender des Vereins preußischer Zeichenlehrer, einer der treuesten und ausdauerndsten Vorkämpfer der neuen Methode, die diesen schönen Unterricht vom Zwang kalter Regeln befreit und in„der Natur getreuen Armen“ zu neuem Leben hat erstehen lassen. Auch um unser Turnen hat er sich verdient gemacht und für Handfertigkeit innerhalb und außerhalb unseres Kreises gewirkt. Möge ihm noch manches Jahr gedeihlicher Tätigkeit beschieden sein!
Vor Herrn Kollegen Knebel waren, seit ich hier bin, schon vier andere Kollegen(die Herren Stelz, Merz, Fries und Wenderoth) in der gleichen Lage, daß sie auf 25 Jahre fruchtbaren Wirkens an unserer Schule zurückblicken durften, ein erfreuliches Zeichen treuen Ausharrens in unserer unruhigen Zeit.
Mit Schluß dieses Schuljahres verläßt uns Herr Probekandidat Dr. Görich, nachdem er ein Jahr lang bei uns als Hilfs- und Klassenlehrer treu gewirkt und sich besonders um die Pflege unserer naturwissenschaftlichen Sammlungen verdient gemacht hat. Er übernimmt eine Oberlehrerstelle in Herford i. W. Wir sind dem lieben Kollegen für seine Hilfe zu dauerndem Danke verpflichtet, wie auch allen andern, die uns im Laufe dieses ernsten Jahres freundlichst zur Seite gestanden haben.
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