Nov. 14. Dez. 10.
22. Januar 6.
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hilfsbereiter Kollege, ein Lehrer, bei dem natürliche Begabung und pä- dagogische Einsicht sich aufs glücklichste vereinten, der seinen Schülern ein sicherer Führer und ein väterlicher Freund war. Des Lebens Ernst war ihm nicht fern geblieben; er hatte sich aber mit Entschiedenheit durchgekämpft und sich die glückliche Gabe eines freundlichen Humors ebensowohl bewahrt wie die echte Herzensgüte, die ihn stets das Beste anderer mehr bedenken ließ, als sein eigenes Wohlbefinden.
„Wie er uns während der Jahre seines Wirkens an unserer Anstalt mit gewissenhafter Treue und schönem Erfolge zur Seite stand, so durften wir von ihm noch manches Gute und Schöne für die Zukunft erwarten und stehen nun mit seiner jungen Witwe in tiefer Trauer an der Bahre des uns viel zu früh Entrissenen.“
Am Dienstag, dem 5. Nov., versammelten sich die Schüler der An- stalt zu kurzer trauriger Erinnerung in der Turnhalle. Am Donnerstag, dem 7. Nov., geleitete ihn seine Klasse und eine Abordnung der anderen Klassen, in denen er unterrichtet hatte, zur letzten Ruhe. Sein Gedächtnis bleibt im Segen!
Die drückende Sorge um Vertretung für den so früh Geschiedenen wurde uns dadurch erleichtert, daß sich Herr Direktor Zint sofort in entgegenkommendster Weise erbot, Herrn Probekandidaten Dr. Rumpf, der seit Herbst der Sachsenhäuser Oberrealschule überwiesen war, vorbehaltlich der Genehmigung der Schulbehörden, uns zu über- lassen. Dieser übernahm die meisten Stunden, die bisher Herr Kollege Sauter erteilt hatte. Herr Oberlehrer Buschmeyer fand sich bereit, die 2 Stunden Chemie in U II zu übernehmen, wogegen er 2 andere Stunden abgab, und Herr Lehrer Sonntag von der Karmeliterschule hatte die große Freundlichkeit sich der nicht leichten Aufgabe zu unter- ziehen, bis zu Ende des Schuljahres den Chorgesang zu leiten, die er mit besonderer Bemühung durchgeführt hat. Das Linearzeichnen wurde so geordnet, daß Herr Prof. Detlefs die U II, Herr Diehl, Seminar- kandidat an der Klinger-Oberrealschule, die O III, Herr Dr. Rumpf die U III übernahmen.
So war äußerlich die Lücke geschlossen; innerlich werden wir den herben Verlust noch lange schmerzlich empfinden.
34 ungezeichnete Regenschirme, die seit lange bei uns aufbewahrt wurden,
ohne daß ihre Besitzer trotz wiederholter Aufforderungen in den Klassen sich meldeten, wurden an die Verwaltung des Kinderhortes abgegeben,
zur Verteilung an bedürftige Kinder.
Die Stadtverordneten-Versammlung erörterte die Frage der Erschließung der Ginnheimer Höhe, die durch eine Verhandlung des Bezirksvereins angeregt worden war. Diese so lange hingezogene und doch für das Wohl unseres Stadtteils und unserer Schule so dringende Angelegenheit ist seitdem immer wieder öffentlich und privatim behandelt worden, und es ist zu hoffen, daß nun bald ein Ende gemacht werde.
bis 6. Januar 1908. Weihnachtsferien. und Febr. 4. Nachmittags eisfrei.
Zu Ende des alten Jahres erkrankte Herr Oberlehrer Ludewig ernstlich an Bronchialkatarrh und konnte seine Unterrichtstätigkeit erst


