Jahrgang 
1927
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12. März: Gegenbesuch der Primaner mit dem Direktor und mehreren Plerren des Kollegiums im Lyzeum in Wiesbaden,

. wo uns Szenen aus Niebergalls Datterich vorgeführt wurden. Daran anschließend geselliges Beisammensein. Herzlichen Dankes voll verließen wir am späten Xbend die gastliche Stätte.

18. März: Nufnahmeprüfung derhochbegabten dreijährigen Grundschüler in unsere Sexta durch die Herren Professor Dr. Flechsenhaar und Matzet unter dem Vorsitz des Direktors.

Die beiden Obersekunden besichtigen unter Leitung von Herrn Stud.-Rat Ickes die Xusstellungder Mensch.

26. März: Nachdem Plerr Stud.-Rat Dr. Burkhardt den Schülern der Mittel- und Oberklassen am 19. bezw. 21. März einen von Klaviervorträgen umrahmten Vortrag über Beethoven gehalten hatte, hören unsere Schüler am Rundfunk die Wiener Centenarfeier. Der Primaner Laubenheimer hat zwei uns gütigst zur Verfügung ge⸗ stellte Lautsprecher der Telefunken G. m. b. H., Kaiserstraße 42 im Zeichensaal eingebaut, die ausgezeichnet arbeiten. Einige Schüler besuchten den Vortragszyklus von Herrn Stud.-Rat Dr. Burkhard im Volks- bildungsheim über Beethovens IX. Sinfonie, andere nahmen an der Durchnahme des Fidelio in der Arbeits- gemeinschaft für Musikkunde teil, bei der Progression wird das Opferlied zum Vortrag gelangen.

30. März: Festgemeinde: das Schulorchester spielt unter Leitung von Herrn Stud.-Rat Dr. Burkhardt die Schlittenfahrt von Leopold Mozart, unsere Lautenspieler zeigen unter ihrem Lehrer, Herrn Klehammer, ihre neuerworbenen Künste.

3. 9. April: Herr Dr. Bornemann nimmt teil an einem Skilehrgang. Er plant, im nächsten Winter, namentlich während der Weihnachtsferien, unter unseren Schülern eine Skiabteilung zu gründen.

An den letzten Mittwoch⸗Nachmittagen hielt der Direktor vier Lichtbildervorträge über Athen, Olympia, Baalbeek und über antike Gymnastik.

Wandertage finden allmonatlich statt.

Jedes Quartal wurde eröffnet mit einer Ansprache des Direktors. Im Anschluß an einen Bibelspruch wurden die Schüler auf den Ernst einer sittlichen Erziehungsgemeinschaft hingewiesen. Die Ansprachen waren von Klaviervorträgen des Herrn St. R. Dr. Burkhardt umrahmt.

Der YVerein ehemaliger Lessing-Gymnasiasten hat unter der rührigen Leitung des Herrn Staatsanwalt Dr. Knögel unsere Schüler zu seinen Veranstaltungen mehrfach eingeladen und einen namhaften Beitrag zum Dispositionsfonds gestiftet.

Verein für das Deutschtum im Ausland.

Unsere Schulgruppe untersteht den Herren Stud.=-Rat Dr. Fahz und Ernst. In diesem Jahre wurden ca. 200 Mark abgeführt. Den Höhepunkt bildete die Hirschbergfahrt zu Pfingsten, an der 15 Schüler unter Leitung von Herrn St. R. Dr. Fahz teilnahmen. Im Anschluß daran wanderten sie durch das Riesengebirge und das Elbsandsteingebirge und besichtigten die Kunstschätze Dresdens.

Geschenke und Zuwendungen.

Herrn Geheimrat Neubauer danken wir für mehrere große, gerahmte Photographien aus Hellas und drei Kästen mit Diapositiven. Abgehenden Schülern danken wir für einige Bände unserer Hilfsbücherei.

Für die Kunstsammlung:Reiners und Ewald, Kunstdenkmäler zwischen Maas und Mosel. Geschenk des Reichs- ministeriums des Innern, dem wir dafür herzlich danken.

Für die Witwenkasse des Goethe- und Lessing-Gymnasiums haben folgende Eltern neu eingetretener Schüler uns eine Gabe überreicht, für die wir unseren herzlichen Dank aussprechen: Hlerr Direktor Meyer 10 RM, Herr Jonas 25 RM, Herr Landgerichtsrat von Seggern 20 RM, Plerr Staatsanwaltschaftsrat Heymann 20 RM, Herr Dr. Loew 10 RM, Herr Sanitätsrat Dr. Grünewald 5 RM, Herr prof. Dr. Sinzheimer 10 RM., Herr Prof. Dr. Klausing 20 RM.

Unsere größeren Wanderungen und Heimbesuche.

Die Oberprima b war mit dem Direktor acht Tage lang auf dem uns gütigst zur Verfügung gestellten Heim des Goethegymnasiums in Oberreifenberg. Das schlechte Wetter kam der Arbeit zugute: Platons Phaidon und Aischylos Perser wurden gelesen, teilweise in Uebertragung. Abends wurden griechische Vasenbilder besprochen und freie Vorträge meist zur deutschen Literatur gehalten. Kleine Wanderungen, Fußball- und Hodkeyspiele sowie reichliche Privatlektüre.