Jahrgang 
1914
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Lateinisch: Cicero, De imperio Cn. Pompei. Ovid, Fortsetzung der Lektüre aus den Metamorphosen. Phaedrus, Ausgew. Fabeln. Livius, Buch XXI u. XXII(i. A.) Burkhardt.

Griechisch: Xenophon, Anabasis, Buch I fertig, Buch II, III und IV. Homer, Odyssee, Einleitung und Buch V. Jungblut.

Französisch: Romantische Kriegsnovellen(Au bruit du canon, M. Diesterweg). Sprengel.

b) Deutsche Aufsätze.

Oberprima a: 1. Was die Epoche besitzt, verkünden hundert Talente, Doch der Genius bringt ahnend hervor, was ihr fehlt.(Geibel). 2. a) DarfNathan der Weise den geschichtlichen Dramen beigezählt werden? b) Die Stufenleiter der sittlich guten Tat in LessingsNathan. 3. a)Beweinenswerter Philipp!(Don Carlos I. 1). b) Wer steht uns menschlich näher, der finstere Alba oder der grimme Hagen?(Eine Wertung auf Grund von Schillers Don Carlos undder Nibelunge Nôt). 4. Inwiefern ist das neuere Drama dem altgriechischen an Mitteln weit überlegen? 5. Wie hat Goethe in seinemEgmont das Kunstmittel des Gegensatzes angewendet? 6. Ein Vollendetes hienieden ward nie dem Vollendungsdrang; doch die Seel' ist nur zufrieden, wenn sie nach Vollendung rang(Rückert imRückblick auf den Liebesfrühling). 7. a) Wie zeigt sich in Shakespeares»Macbeth die Wahrheit des Spruches:Das eben ist der Fluch der bösen Tat, daß sie fortzeugend immer Böses muß gebären? b) Die Geisterszenen in ShakespearesMacheth in ihren Beziehungen zum Hauptcharakter. 8. Wer traf näher der Wahrheit, Wieland, der Goethes Iphigenie für einbis zur Täuschung altgriechisches Werk erklärte, oder Schiller, der dieses Drama »erstaunlich modern und ungriechisch fand?(Prüfungsaufsatz.)(2. und 8. sind Hausaufsätze.) Burkhardt.

Oberprima b: 1. a) Fritz BoehlesPferde in der Schwemme(Städel). b) SchwindsHochzeitsreise(Kunst- wartblatt). c) Die Nacht als Gegenstand malerischer Naturbeseelung bei Moritz von Schwind(Kunstwart- blätter). 2. a) Colignys WortAlles Große und Entscheidende ist ein Wagnis soll an C. F. MeyersAmulet nachgewiesen werden. b) Inwiefern ist der Bund Schadaus und Gaspardes keinebanale Liebesgeschichte? c) C. F. MeyersAmnlet eine furchtbar ernste Predigt für religiöse Duldung. d) Wallenstein bei Schiller und C. F. Meyer. e) Jürg Jenatschs Selbstaufopferung. 3. a) Das Antikische und Moderne in Goethes Iphigenie. b) Die innere Einheit in GoethesIphigenie. c) Worin stimmen GoethesIphigenie und GrillparzersSappho überein: d) Die Tragik des Künstlertums in GrillparzersSappho. 4, a) Bei den Frankfurter Kunstschätzen(Ausstellung im Kunstverein); behandelt wurden als freigewählte Vorwürfe: Thomas Landschaften, Thomas Religionsunterricht, Trübners Landschaften, zwei Landschaften Trübners aus verschiedener Zeit, Trübners Heidelberg, Spitzweg. b) Aus der Städelschen Galerie; behandelt wurde Becker, Der vom Blitz erschlagene Schäfer. 5. a) Drei Nachtgedichte von Goethe(Willkommen und Abschied, An den Mond, Erlkönig). b) Die Nacht in Eichendorffs Lyrik. c) Die Nacht in Mörikes Lyrik. 6. a) Warum muß Agnes Bernauer in Hebbels Trauerspiel sterben? b) Die dramatische Einheit in Hebbels Agnes Bernauer. c) Herzog Ernst als Vertreter des tragischen Gehalts in HebbelsAgnes Bernauer. d) Menschenrecht und Staatswohl in HebbelsAgnes Bernauer. 7. Iuwiefern half SchillersJungfrau von Orleans den Geist des Freiheitskampfes vorbereiten?(Prüfungsaufsatz.)(3. u. 4. sind Klassenaufsätze.) Sprengel.

Unterprima: 1.Pankraz der Schmoller in der Schule des Lebens.(Klassenaufsatz.) 2. Wort und Münze. 3. Wie erklärt es sich, daß von allen festländischen, auf dem Boden des römischen Reiches gegründeten Germanenstaaten sich allein der fränkische Staat behauptet hat?(Klassenaufsatz.) 4. Das Geld ein guter Diener, aber ein böser Herr. 5. Welches Charakterbild erhalten wir in Mörikes NovelleMozart auf der Reise nach Prag von der Gattin Mozarts?(Klassenaufsatz.) 6. Wenn Undank der Welt Lohn ist, wie können wir uns dagegen schützen? 7. Erlebnis, Empfindung, Gedanke in Klopstocks OdeDer Zürchersee.

(Klassenaufsatz.) S8. Durch welche Umstände wurde das Emporkommen der Schweizer Eidgenossenschaft

begünstigt?(Klassenaufsatz.) Kähler.

Obersekunda: 1. OÖro πQο diνεν τυνον dᷣνιςαον eναννν ννον.(Sophokles). 2. Uber die mythologischen und geschichtlichen Grundlagen der deutschen Nibelungensage. 3. a) Warum hat Hagen Siegfried ermordet? b) Welche Berechtigung hat Fr. Th. Vischers Ausspruch(Shakespearevorträge 6. Band), man könne das Nibelungenlied, den zweiten Teil einschließlich,Siegfriedslied nennen? c) Inwiefern bekundet der Dichter derKlage in den Worten:Got hat uns allen das gegeben, swes lip mit triuwen ende nimt, daz der