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Lateinisch: Cicero, De imperio Cn. Pompei. Ovid, Fortsetzung der Lektüre aus den Metamorphosen. Phaedrus, Ausgew. Fabeln. Livius, Buch XXI u. XXII(i. A.) Burkhardt.
Griechisch: Xenophon, Anabasis, Buch I fertig, Buch II, III und IV. Homer, Odyssee, Einleitung und Buch V. Jungblut.
Französisch: Romantische Kriegsnovellen(Au bruit du canon, M. Diesterweg). Sprengel.
b) Deutsche Aufsätze.
Oberprima a: 1. Was die Epoche besitzt, verkünden hundert Talente, Doch der Genius bringt ahnend hervor, was ihr fehlt.(Geibel). 2. a) Darf„Nathan der Weise“ den geschichtlichen Dramen beigezählt werden? b) Die Stufenleiter der sittlich guten Tat in Lessings„Nathan“. 3. a)„Beweinenswerter Philipp!“(Don Carlos I. 1). b) Wer steht uns menschlich näher, der finstere Alba oder der grimme Hagen?(Eine Wertung auf Grund von Schillers Don Carlos und„der Nibelunge Nôt“). 4. Inwiefern ist das neuere Drama dem altgriechischen an Mitteln weit überlegen? 5. Wie hat Goethe in seinem„Egmont“ das Kunstmittel des Gegensatzes angewendet? 6. Ein Vollendetes hienieden ward nie dem Vollendungsdrang; doch die Seel' ist nur zufrieden, wenn sie nach Vollendung rang(Rückert im„Rückblick auf den Liebesfrühling“). 7. a) Wie zeigt sich in Shakespeares»Macbeth“ die Wahrheit des Spruches:„Das eben ist der Fluch der bösen Tat, daß sie fortzeugend immer Böses muß gebären“? b) Die Geisterszenen in Shakespeares„Macheth“ in ihren Beziehungen zum Hauptcharakter. 8. Wer traf näher der Wahrheit, Wieland, der Goethes „Iphigenie“ für ein„bis zur Täuschung altgriechisches Werk“ erklärte, oder Schiller, der dieses Drama »erstaunlich modern und ungriechisch“ fand?(Prüfungsaufsatz.)(2. und 8. sind Hausaufsätze.) Burkhardt.
Oberprima b: 1. a) Fritz Boehles„Pferde in der Schwemme“(Städel). b) Schwinds„Hochzeitsreise“(Kunst- wartblatt). c) Die Nacht als Gegenstand malerischer Naturbeseelung bei Moritz von Schwind(Kunstwart- blätter). 2. a) Colignys Wort„Alles Große und Entscheidende ist ein Wagnis“ soll an C. F. Meyers„Amulet“ nachgewiesen werden. b) Inwiefern ist der Bund Schadaus und Gaspardes keine„banale Liebesgeschichte“? c) C. F. Meyers„Amnlet“ eine furchtbar ernste Predigt für religiöse Duldung. d) Wallenstein bei Schiller und C. F. Meyer. e) Jürg Jenatschs Selbstaufopferung. 3. a) Das Antikische und Moderne in Goethes „Iphigenie“. b) Die innere Einheit in Goethes„Iphigenie“. c) Worin stimmen Goethes„Iphigenie“ und Grillparzers„Sappho“ überein: d) Die Tragik des Künstlertums in Grillparzers„Sappho“. 4, a) Bei den Frankfurter Kunstschätzen(Ausstellung im Kunstverein); behandelt wurden als freigewählte Vorwürfe: Thomas Landschaften, Thomas Religionsunterricht, Trübners Landschaften, zwei Landschaften Trübners aus verschiedener Zeit, Trübners Heidelberg, Spitzweg. b) Aus der Städelschen Galerie; behandelt wurde Becker, Der vom Blitz erschlagene Schäfer. 5. a) Drei Nachtgedichte von Goethe(Willkommen und Abschied, An den Mond, Erlkönig). b) Die Nacht in Eichendorffs Lyrik. c) Die Nacht in Mörikes Lyrik. 6. a) Warum muß Agnes Bernauer in Hebbels Trauerspiel sterben? b) Die dramatische Einheit in Hebbels „Agnes Bernauer“. c) Herzog Ernst als Vertreter des tragischen Gehalts in Hebbels„Agnes Bernauer“. d) Menschenrecht und Staatswohl in Hebbels„Agnes Bernauer“. 7. Iuwiefern half Schillers„Jungfrau von Orleans“ den Geist des Freiheitskampfes vorbereiten?(Prüfungsaufsatz.)(3. u. 4. sind Klassenaufsätze.) Sprengel.
Unterprima: 1.„Pankraz der Schmoller“ in der Schule des Lebens.(Klassenaufsatz.) 2. Wort und Münze. 3. Wie erklärt es sich, daß von allen festländischen, auf dem Boden des römischen Reiches gegründeten Germanenstaaten sich allein der fränkische Staat behauptet hat?(Klassenaufsatz.) 4. Das Geld ein guter Diener, aber ein böser Herr. 5. Welches Charakterbild erhalten wir in Mörikes Novelle„Mozart auf der Reise nach Prag“ von der Gattin Mozarts?(Klassenaufsatz.) 6. Wenn Undank der Welt Lohn ist, wie können wir uns dagegen schützen? 7. Erlebnis, Empfindung, Gedanke in Klopstocks Ode„Der Zürchersee“.
(Klassenaufsatz.) S8. Durch welche Umstände wurde das Emporkommen der Schweizer Eidgenossenschaft
begünstigt?(Klassenaufsatz.) Kähler.
Obersekunda: 1. OÖro πQο diνεν τυνον dᷣνιςαον eναννν ννον.(Sophokles). 2. Uber die mythologischen und geschichtlichen Grundlagen der deutschen Nibelungensage. 3. a) Warum hat Hagen Siegfried ermordet? b) Welche Berechtigung hat Fr. Th. Vischers Ausspruch(Shakespearevorträge 6. Band), man könne das Nibelungenlied, den zweiten Teil einschließlich,„Siegfriedslied“ nennen? c) Inwiefern bekundet der Dichter der„Klage“ in den Worten:„Got hat uns allen das gegeben, swes lip mit triuwen ende nimt, daz der


