WV. ELTERN.
1. Elternbeirat.
Dem Elternbeirat gehörten folgende Väter und Mütter an: 1. Herr Handelsoberlehrer Keuche 1, Neuwiesenstr. 14(Vorsitzender), 2. Herr Prokurist Gröning, Adlerflychtstr. 3, 3. Herr Ver- waltungsrat Mayer, Lortzingstr. 24, 4. Frau Hilde Tott, Spohrstr. 60, 5. Frau Franziska Voegeli, Rotenburgerstr. 14, 6. Herr Stadtsekretär Seml er, Lortzingstr. 18(Schriftführer), 7. Frau Babette Wolff, Zeil 3, 8. Herr Buchdruckereibesitzer Barth, Gartenstr. 118, 9. Herr Studienrat Prof. Kelch, Wilhelmshöherstr. 27 a, 10. Frau Grete Rinklin, Gaußstr. 6. Ersatzmitglieder sind: 1. Herr Verwaltungsdirektor Dannho f, Bornheimerlandstr. 77, 2. Frau Charlotte v. Hessert, Friedbergerlandstr. 7, 3. Herr Architekt Boehmelman n, Rothschild- Allee 32, 4. Frau Else Kühtz, Öderweg 153, 5. Herr Bankdirektor Mittelmann— Blumenstr. 11, 6. Herr Apotheker Pick, Bäckerweg 47, 7. Frau Konradine Kahl, Usingerstr. 15, Flllerr, Stadtbaumeister Pullmann, singerstr. 19, 9, Frau Klara Bur gmer, Habsburger ee 12.
Im Laufe des Jahres fanden 2 Sitzungen statt. Am 9. August kamen die Mitglieder des Eltern- beirats zusammen, um darüber zu beraten, wie dem empfindlichen Mangel an Lehrmit- teln aller Art, an dem unsere Schule seit Jahren leidet, abzuhelfen sei. Auf mündliche Vor- stellungen hin, auf Grund einer ausführlichen Eingabe des Elternbeirats und nach Prüfung der Sammlungen durch einen Fachmann hat die Städtische Schulbehörde die Berechtigung unserer Wünsche anerkannt und versprochen, möglichst bald Abhilfe zu schaffen.— In der Sitzung vom 26. März, an der die Elternbeiräte aller 5 Frankfurter Oberrealschulen teilnahmen, wurde ein- stimmig beschlossen, durch Vermittlung des Herrn Stadtrats Dr. Keller, des neuen Städtischen Schuldezernenten, den Herrn Minister zu bitten, er möge 1) mit allem Nachdruck darauf hin- wirken, daß die Oberrealschul-Abiturienten— entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen vom Jahre 1900— den übrigen Abiturienten auf allen Hochschulen und von allen Hochschullehrern auch tatsächlich völlig gleichgestellt werden, und 2) den Lateinunterrichtan der Oberrealschule bereits in Untersekunda beginnen lassen, damit günstigere Schlußergeb- nisse erzielt werden und die vor dem philologischen oder juristischen Staatsexamen bisher noch oft geforderte„große“ oder„kleine“ Lateinprüfung endlich wegfällt.
2. Elternversammlungen.
In mehreren Klassen-Elternversammlungen(Unterprima a am 16. August— Studienrat Schön- felder, Untertertia b am 28. November— Studienassessor Dr. G 12z, Untertertia a am 22. Februar— Studienrat Dr. L. Stahl) sprachen Eltern, Klassenlehrer und Direktor sich über die Leistungen und das Betragen der Schüler aus. Auch andere wichtige Schulfragen wurden
dabei behandelt.
3. Stiftungen von Eltern und Freunden der Schule.)
Das Kapital der alten Stiftungen von Eltern, früheren Schülern, früheren Lehrern und Freunden der Anstalt(Simon Schiele-, Vetter-, Dr. Karl Bopp-, die ältere Jubiläums- und die ältere Reichard-Stiftung) ist völlig wertlos geworden, so daß keine Stipendien verliehen werden konnten.
Der Verein ehemaliger Klingerschüler(Vorsitzender: Herr Heinrich Necker- mann, Frankensteinerplatz 24) überwies uns 97 RM. für die neue Jubiläumsstiftung, die jetzt ein Kapital von 435 RM. umfaßt. Anläßlich des 25. Stiftungsfestes des Vereins spendeten die Gründer eine namhafte Summe für einen silbernen Ehrenschild, auf dem jedes Jahr der Name des jeweiligen besten Turners der Schule verzeichnet werden soll. Dieser Schild wurde uns nach Beendigung der Wettkämpfe in Wilhelmsbad von einigen Vertretern des Vereins feier- lich überreicht; er hängt im Wartezimmer(vgl. S. 14).
Herr Rechtsanwalt und Notar Dr. Reichard schenkte wiederum 100 RM., die für bedürftige Schüler verwendet werden sollen.,
*) Stiftungen für das Landheim S. 23.
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