Klassen., Behandelte Opern:„Der Freischütz“,„Die Zauberflöte“,„Der fliegende Holländer“ und„Tannhäuser“., Im Schülerorchester: Haydn(Militärsymphonie), Flotow(„Stradella“), Gou- nod(Faust-Walzer), Beethoven, Mozart(Menuette), Strauß(Walzer) und Märsche. Weimar.
b) Zeichnen.
Unterstufe: Freies Darstellen von Eindrücken und Erlebnissen aus der Anschauungswelt der Schüler(Malen mit Wasserfarbe, Ausschneiden und Kleben). Schwarzweiße und farbige Flächenaufteilung. Gedächtnismäßige Wiedergabe von Natur- und Kunstformen. Dekorative Schrift (Antiqua). Mittelstufe: Einführung in das perspektivische Zeichnen. Gedächtnismäßige Wiedergabe von Gefäßen, Geräten u. a. Phantasiezeichnen. Darstellung von Innenräumen und Gebäuden. Blumen, Stilleben. Dekorative Schrift(Gotik, Fraktur). Linoleumschnitt. Ober- stufe: Naturstudien, Architektur(Altstadt), Kunstschrift., Reklame-Aufgaben. Linoleumschnitt, Radierung. Gönner. Becker.
c) Leibesübungen.
Vom Unterricht in den Leibesübungen waren 9 Schüler fürs ganze Schuljahr, 2 Schüler nur für einen Teil des Jahres schulärztlich befreit,.
1. Turnen. Im Sommer wurden vor allem leichtathletische Übungen getrieben, im Winter stand das Turnen an den Geräten im Mittelpunkte, Den Abschluß der Sommerarbeit bildeten wieder unsere Sportkämpfe in Wilhelmsbad, die gleichzeitig als Reichsjugend- wettkämpfe galten. Die Hindenburg-Urkunde wurde an 6 Schüler der Oberstufe, 5 Schüler der Mittelstufe und 4 Schüler der Unterstufe verliehen, Siegerpreise erhielten 32 von 90 Kämpfern der Oberstufe, 53 von 110 der Mittelstufe und 55 von 121 der Unterstufe. Der Name des 1. Siegers der Oberstufe, des Oberprimaners Hans Ritter, wurde in den silbernen Ehrenschild einge- tragen, den der Vertreter des„Vereins ehemaliger Klingerschüler“ nach Beendigung der sportlichen Wettkämpfe der Schule als Geschenk überreichte.— Am Verfassungstage beteiligten wir uns an den Massenfreiübungen und Staffelläufen der Frankfurter Schulen im Stadion, Dabei errang die Mannschaft der Mittelstufe den 2., die der Unterstufe den 1. Preis.— Bei der vom Landesverband für Leichtathletik am 22. Mai veranstalteten Staffel„Rund um Frankfurt“ erkämpfte die Zehner- staffel der Oberstufe den 5. Sieg(ein Teilnehmer stürzte), die der Unterstufe den 2. Sieg unter 8 Bewerbern.— Der Turnerstaffellauf am 11. September brachte uns einen 1. Sieg.— Am 29. August besuchten uns die Oberprimaner des Gymnasiums Katharineum zu Lübeck, denen sich unsere Oberprimaner auf dem Eintrachtplatz im Wettkampf gegenüberstellten. Beide Schulen zeigten sehr gute Leistungen und teilten sich in die Siegerehren.— Das Reichsjugendabzeichen erwarben im verflossenen Schuljahr der Unterprimaner Fritz Brecht und der Untersekun- daner Heinrich Schappel“).— Gute turnerische Leistungen auf allen Gebieten des modernen Turnens trugen auch zum Gelingen unseres diesjährigen Winterfestes bei, das am 7. und 9. Februar im Zoologischen Garten abgehalten wurde.
2, Spielen. Das Sommerspielen vollzog sich an 2 Spielnachmittagen im großen Ostpark. Ge- pflegt wurden in der Hauptsache Schlagball und Handball. Daneben trieb man leichtathletische UÜbungen, die auf dem Schulhofe nicht in dem Maße gepflegt werden können, wie Speer-, Diskus-, Schleuderballwerfen und Langstreckenlauf. Kampfmannschaften wurden gestellt zu den Preußen- spielen(Schlagball), zu den städtischen Handballwettkämpfen und zu einem Herausforderungs- kampf der akademischen Turnverbindung„Tuiskonia“, In allen Kämpfen wurden Achtungs- erfolge errungen. Die Handballmannschaft der Unterstufe erwarb die Stadtmeister- schaft.— Der Winter füllte die Spielstunden meist mit Turnen oder Spielen in der Halle aus; Schwimmen und Schlittschuhlaufen brachte gelegentlich Abwechselung.
3. Schwimmen. Während des Sommers badeten 4 Abteilungen freiwillig in der Mainbade- anstalt von Schecker; im Winter wurden außer 2 freiwilligen Abteilungen die Quartaner zum Pflichtschwimmunterricht ins städtische Schwimmbad geführt, Der Erfolg war wieder sehr gut, so daß die berechtigte Hoffnung besteht, daß in absehbarer Zeit kein Nichtschwimmer die Schule mehr verlassen wird. Becker.
*) Herr Studienrat Dr. Kahle, der die Kämpfe in Wilhelmsbad außer Wettbewerb mitmachte und dabei die höchste Punktzahl errang, erwarb im Oktober das silberne Turn- und Sportabzeichen.
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