Jahrgang 
1926
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II. Kunstgeschichte. (Wöchentlich 1 Std. für Schüler der Oberstufe.)

Es wurde die deutsche bildende Kunst von ihren Anfängen bis zur Blüte der mittelalterlichen Plastik betrachtet. Gräntz. II. Phgsikalische Uebungen.

(Wöchentlich 2 Std. für Schüler der Oberstufe.)

Behandelt wurden Uebungen aus der Flektrizitätslehre und Optik unter besonderer Berücksichtigung der Schwingungslehre. Glage. IWV. Chemische Arbeitsgemeinschaft.

(Im Winterhalbjahr wöchentlich 2 Std. für Schüler der Oberstufe.)

Es wurde behandelt die Technik des Glases und Koks. Versuche wurden gemacht, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Unterrichtsstoff standen(Präparate, Demon- strationsversuche), Trockenanalysen, Meßanalysen. Die Schüler zeigten ein höchst erfreu- liches Interesse an dem Kursus und ließen sich von keiner Arbeit zurückhalten. Simon. V. Biologische Arbeitsgemeinschaft.

(Wöchentlich 1 Std. für Schüler der Oberstufe.)

Im Sommerhalbjahr wurde das Leben der Einzeller behandelt. Im Winterhalb- jahr wurden mikroskopische Präparate von pflanzlichen, tierischen und menschlichen Organen betrachtet und verglichen. Gräntz.

VI. Englische Arbeitsgemeinschaft.

(Wöchentlich 2 Std. für Schüler der Oberstufe.)

Behandelt wurde Thackeray, Beckey Sharp's First Entrance into Life(Diesterweg und ein Teil von An Advanced Reader(Diesterweg). Alle Erklärungen wurden, soweit es irgend möglich war, in englischer Sprache gegeben und die Schüler angeregt, sich eng- lisch auszudrücken und das Gelesene in kurzer Zusammenfassung wiederzuerzählen.

Hehner. VII. Philosophie.

(Wöchentlich 1 Std. für Schüler der Oberstufe.) Gelesen wurde nach einer Auswahl von Friedrich Nietzsches WerkenWorte für werdende Menschen(Kröner, Leipzig), und im Anschluß daran wurden Fragen namentlich ethischer Art besprochen. Köhne.

VIII. Singen und Musik.

Die Klassen VI undV hatten je 2 Stunden, alle übrigen Klassen im Winterhalbjahr 1 Stunde Musik. 1 Stunde entfiel auf den Chor für die Klassen Ol bis IV. Geübt wurde: Ab- singen ein- und zweistimmiger homophoner und polyphoner Lieder und Gesänge. Lieder rnit Begleitung von Klavier, Violine und Laute. Vierstimmige gemischte Chöre. Musikdiktate und Erfindungsübungen. Musikalische Formenlehre und Bilder aus der Musikgeschichte. Das Orchester hatte wöchentlich 1 Uebungsstunde. Es wurden Orchesterstücke von Haydn. Mozart., Beethoven, Schubert, Wagner, Bach und Händel gespielt, auch in Begleitung des Chores. Die Instrumentalmusik wurde besprochen. Besuch von Konzerten und Opern.

Weimar. IX. Zeichnen.

VI. Im 1. Halbjahr statt Zeichnen Schönschreibunterricht in deutscher und latei- nischer Schrift. Im 2. Halbjahr Zeichnen geometrischer Grundformen in ihren vorkommen- den Lebensformen mit Kohle und Buntstift, dazwischen Phantasiezeichnungen von Erlebtem und Gelesenem.

V. Kombinationen aus den Grundformen des Sextastoffes, Abzeichnen von Blättern und Schmetterlingen, Entwürfe von Raumfüllungen und Betonung der Farbenharmonie.