Jahrgang 
1914
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großen Nutzen der Spracherlernung heraus. Mit Freuden konnte ich auch die Früchte

Revisionen, Prüfungen, Besuche.

dieser Reise feststellen, die darin bestanden, daß die Jungen mit noch größerem Eifer als früher an die Erlernung der neueren Sprachen gingen und durch ihre Begeisterung über das Gesehene und Gelernte und durch ihre Schilderungen auch ihre Kameraden mit fortrissen.

In der zweiten Woche fanden unsere Schüler in anderen englischen Familien, meist außerhalb Londons, Aufnahme. Die letzten 14 Tage verbrachten sie in den Ferienheimen der Co-operative Holidays Association. Diese Heime liegen in den schönsten Teilen Englands in ländlicher Abgeschiedenheit. Sie sind so gewählt, daß von dort aus landschaftlich oder geschichtlich anziehende Ausflüge unternommen werden können. Das Leben in den Heimen ist sehr gesund und anregend. Da in den Heimen meist etwa 50 Engländer und Engländerinnen der verschiedensten Kreise und Berufe weilen, so nahmen auch da unsere Schüler viele neue Eindrücke auf. Es waren stets nur 3 4 Schüler in einem Heim untergebracht. Auf diese Weise hatten sie zwar einen Anhalt an ihren Kameraden, zugleich aber mußten sie sich fast ausschließlich des Englischen bedienen. Nach den abwechslungsreichen aber auch sehr anstrengenden Londoner Tagen bedeutete dieser Aufenthalt in den Ferienheimen eine angenehme Erholung.

Die Schülerfahrten werden in diesem Jahre wiederholt. In der 2. Woche der Osterferien werden 27 Schüler der K. C. S. unter Leitung von Herrn Koch 8 Tage lang in Frankfurt weilen. Wir hoffen, daß einige Eltern unserer Schüler den eng- lischen Jungen Aufnahme gewähren, und daß sich unsere Schüler auch eifrig an den Führungen und Ausflügen beteiligen Im Juli werden wir dann wieder unsere Schüler- fahrt nach England unternehmen. Es wäre erfreulich, wenn unsere Schule mindestens ebensoviele Vertreter wie im letzten Jahre mitschicken würde.

Am 9. und 10. Dezember wohnte der Dezernent unserer Anstalt dem deutschen Unterricht der oberen Klassen und einigen anderen Unterrichtsstunden bei. In der sich an den Besuch anschließenden Konferenz der Fachlehrer des Deutschen wurde vor allem der Lektürekanon besprochen und wichtige Hinweise für seine Auf- stellung gegeben.

Für den Herbsttermin waren der Anstalt 15 Nichtschüler zur Reifeprüfung zugewiesen.

Zur schriftlichen Prüfung, die vom 5. bis 10. September stattfand, waren zwölf Prüflinge erschienen. Vor der mündlichen Prüfung, die unter dem Vorsitz des König- lichen Kommissars, Herrn Geheimrat Kaiser, am 23. und 24. September abgehalten wurde, waren drei Prüflinge zurückgetreten. Vier Prüflingen konnte die Reife zu- gesprochen werden und zwar Fräulein Paula Busse, dem Mittelschullehrer Herrn Eduard Prinz und den Herren Paul Mathis und Eberhard Winkhaus. Eine Prüfung eigener Schüler fand im Herbst nicht statt.

Zu der Prüfung am Ostertermin hatten sich 21 Schüler der beiden Ober- primen gemeldet. Die schriftliche Prüfung wurde vom 2. bis 9. Februar, die münd- liche Prüfung unter dem Vorsitze des zum Königlichen Kommissar ernannten Direktors am 10. und 11. März abgehalten. Als Vertreter des Kuratoriums wohnte am zweiten