Jahrgang 
1914
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Am 28. August wurde die Kriegsmarineausstellung. von den Klassen III bis Ii besucht, am 4. September von den Klassen VI bis IIIz. Am 17. Februar hörte die ganze Schule einen Lichtbildervortrag über das Völkerschlachtdenkmal bei Leipzig.

Von der seitens der städtischen Theaterdirektion den Schülern für einige Vorstellungen zugestandenen Preisermäßigung wurde starker Gebrauch gemacht.

Frau Auerbach erfreute die Schüler der IIIe bis Iz am 29. April durch eine treffliche Rezitation. Damit auch die Kleinen zu ihrem Rechte kamen, wurde am 2. Juli in den Vorschulklassen von Herrn Schubert eine Anleitung im Kneten gegeben für plastische Darstellungen.

Die mit Unterstützung der städtischen Behörden zur Förderung des neusprach- lichen Unterrichts eingerichteten französischen und englischen Vorträge sowie die Vorstellungen der französischen Truppe von Mr. Roubaud wurden von unseren er- wachsenen Schülern fleißig besucht.

Am 19. Februar fand eine englische Rezitation des Mr. Bernhard für die Schüler der Oberklassen statt, am 14. März eine französische von Mr. Gauthey des Gouttes.

Im Sommersemester konnten durch die Zuweisung des französischen Lehr- amtsassistenten M. St. James 71 Schüler der Klassen IIe bis Ii sich im mündlichen Gebrauch des Französischen vervollkommnen

Um den zur Universität gehenden Schülern für das zu wählende Studium Winke geben zu können, hatten die Frankfurter Direktoren beschlossen, von Ver- tretern der verschiedenen akademischen Berufe Vorträge halten zu lassen, die die für die einzelnen Berufe notwendigen Erfordernisse sowie die Licht- und Schatten- seiten schildern sollten. Es ist geplant, in der Zeit von drei Jahren sämtliche Be- rufe zu behandeln. Ein einleitender Vortrag über wissenschaftliches Studium von Herrn Professor Dr. Ziegler mußte leider wegen Verhinderung des Vortragenden auf den nächsten Winter verschoben werden. In äußerst liebenswürdiger Weise hatten sich Herr Dr. Eiermann zu einem Vortrag über das Studium der Medizin für den 12. Dezember, und Herr Diplom-Ingenieur und Patentanwalt Weihe zu einer Aus- sprache über die akademisch-technischen Berufe für den 9. Januar zur Verfügung gestellt. Beide Herren, denen die Direktoren der höheren Schulen zu größtem Dank verpflichtet sind, lösten ihre schwierige Aufgabe ganz meisterhaft.

Eine besonders willkommene Gelegenheit englisches Land, englisches Leben und englische Sprache kennen zu lernen, war den Schülern durch eine Fahrt nach England unter Führung von Herrn Oberlehrer Lorey geboten, der darüber folgendes berichtet:

Da die in früheren Jahren veranstalteten Schülerfahrten nach England großen Anklang gefunden hatten und von erfreulichem Erfolg begleitet waren, wurde auch in diesem Jahre im Juli wieder eine solche Fahrt unternommen, die für die Anstalt besonders deswegen bemerkenswert ist, weil sich zum ersten Male daran unsere Schüler beteiligten. Von 18 Teilnehmern waren 8 Klingerschüler, fünf aus den Ober- klassen und drei aus der Untersekunda. Unsere Jugend hatte schon vorher Be- ziehungen zu englischen Kameraden angeknüpft. Ostern 1913 war Herr W. Koch, der

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