Jahrgang 
1912
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die UÜbungsarbeiten dagegen nicht. Die schriftlichen Klassenarbeiten im Rechnen und in der Mathematik, sowie die orthographischen und stilistischen deutschen Klassenarbeiten auf der unteren und mittleren Stufe sind in entsprechender Weise zu behandeln.

29. Dezbr. 1911. Der Herr Minister verfügt, daß in den Pausen tägliche Turnübungen vorgenommen werden.

31. Januar 1912. Das Kuratorium übermittelt eine Benachrichtigung des Bischöflichen Kommissarius, daß die katholischen FeiertageMariä Verkündigung (25. März) undPeter und Paul(29. Juni) in Wegfall kommen.

3. Febr. 1912. Aus Anlaß des 17. Deutschen Bundes- und goldenen Jubiläums- Schießens genehmigt das Kgl. Provinzial-Schulkollegium die Vertagung der Sommerferien um 8 Tage.

III. Chronik der Anstalt.

Das abgelaufene Schuljahr begann am 20. April mit der Prüfung der für V II2 angemeldeten Schüler und der Aufnahme der in die unterste Vorschulklasse eintretenden Knaben. Die von den Volks- und Mittelschulen in die Sexta eintretenden Schüler waren schon im Februar geprüft worden. Der regelmäßige Unterricht wurde am folgenden Tage aufgenommen nach einer gemeinsamen Andacht in der Aula, in der der Direktor den in das Kollegium eintretenden Oberlehrer Herrn Dr. Wislicenus einführte und die vorübergehend an der Anstalt beschäftigten Herren Oberlehrer Dr. Schweikart, cand. prob. Dr. Wolff und die neuen Herren Seminarkandidaten begrüßte.

Die 40jährige Wiederkehr des Frankfurter Friedens gab die Veranlassung zu einer großen volkstümlichen Feier in unserer Stadt. Die vorgesetzten Behörden ge- statteten den Ausfall des Unterrichts für den 10. Mai, um der Jugend die Teilnahme zu ermöglichen. In der am 9. Mai nachmittags stattfindenden Schulfeier hielt Herr Oberlehrer Dr. Wislicenus die Festrede und wies in begeisternden Worten auf die Bedeutung des Tages für die Entwicklung unseres Vaterlandes hin. Am 24. Mai wurde das Maifest durch Ausflüge in die schöne Umgebung gefeiert. Das nicht sehr günstige Wetter vermochte nicht die Fröhlichkeit der wandernden. ugend zu schmälern. Herr Oberlehrer Dr. Lischner machte mit der Klasse lib eine zweitägige Fahrt nach Katzenellenbogen und besichtigte dabei die Portland-Zementfabrik Gewerkschaft Mirke und die Eisengießerei Passavant, Zollhaus.

Den Sedantag konnten wir dank der Güte des Herrn Generalkonsuls v. Weinberg zum dritten Male auf dem herrlich gelegenen Ubungsplatz des Poloklubs feiern. Herr Oberlehrer Loewenstein, der wieder die Vorbereitungen getroffen hatte, war nach den Juliferien zu einer militärischen Ubung einberufen und konnte die Leitung nicht übernehmen. Die Bemühungen der Herren Oberlehrer Köhne, Leng, Wamser, Zorbach und des Herrn Kandidaten Friederich sicherten der Veranstaltung wieder einen äußerst befriedigenden Verlauf. Das Keulenschwingen der IIzb und die von dieser

Verlauf des

Schuljahres

mit seinen Festen.