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Königl. Provinzial-Schulkollegium durch Verfügung vom 13. April 1889, S. 1603, als solche be- stätigt worden.
Dieselben berichten über ihren Lebensgang wie folgt:
Dr. Ludwig Christoph Theodor Heuser, evangelisch-lutherischer Confession, wurde am 15. Sept. 1860 zu Marburg a. d. Lahn geboren. Er besuchte die Knabenschule(1867— 70), danach das Real- progymnasium seiner Vaterstadt von 1870— 1877, und erwarb sich das Zeugnis der Reife durch den Besuch der Prima des Realgymnasiums zu Cassel. Im Herbst 1879 widmete er sich dem Studium der Mathematik, Naturwissenschaften und Geographie auf der Universität Marburg und bekleidete von April 1881— 1883 das Amt des Assistenten am mathematisch-physikalischen Institut daselbst. Anfangs des Jahres 1884 wurde er auf Grund der abgelegten Prüfung und einer Abhandlung„Uber die Quer- schwingungen der Röhren“ zum Dr. phil. promoviert. Vom 1. Oktober 1884— 1885 leistete er seiner Militarpflicht Genuge und bestand wahrend dieser Zeit, im Februar 1885, die wissenschaft- liche Staatsprüfung in Marburg Zur Ableistung des Probejahres wurde er am 1. Oktober 1885 der Musterschule(Realgymnasium) zu Frankfurt a. M. überwiesen, nach dessen Ablauf er zundchst an dieser Anstalt weiter beschäftigt wurde. Im Februar 1887 unterzog er sich der Prüfung an der Königlichen Turnlehrer-Bildungsanstalt zu Berlin und erwarb sich dadurch die Befähigung zur Erteilung des Turnunterrichts an öffentlichen Lehranstalten. Am 1. April 1887 wurde er an die Klingerschule versetzt.
Friedrich Wilhelm Rothamel, geboren den 10. August 1859 zu Hanau, erhielt seine Schulbildung auf den Realgymnasien zu Offenbach und Frankfurt a. M.(Musterschule). Von 1877— 1881 studierte er auf den Universitäten zu Leipzig, Giessen und Marburg Philosophie, Mathematik und die gesamten Naturwissenschaften, insbesondere Chemie. Nachdem er 1881/82 die Prüfung pro facultate docendi in Marburg bestanden hatte, absolvierte er das pädagogische Probejahr 1882/83 an der hiesigen Muster- schule. Hierauf war er drei Jahre als Lehrer der Physik und Chemie am Hassel'schen Institute dahier und im Sommer 1887 in Vertretung des Oberlehrers Herrrn Dr. Reichenbach an der Adlerflychtschule thatig. Im Herbst 1887 wurde er als wissenschaftlicher Hilfslehrer an die Klingerschule berufen. Durch Allerhôchste Cabinetsordre vom 12. I. 1886 gehôrt er der Reserve des 4. Grofsherzoglich Hes- sischen Infanterie-Regiments(Prinz Karl) No. 118 als Secondelieutenant an.
Das Probejahr beendigten Michaelis 1889 die Herren Kandidaten Dr. Spenz und Dr. Müller. Sie blieben beide im Kollegium und erteilten wäàhrend des Wintersemesters, dieser 2 St. Geographie in M. IV, jener 3 St. Französisch in M. IIe. Auch die bereits an der Klingerschule beschaftigten Herren Kandidaten F. Gleim, A. Velde, A. Presber und W. Suabedissen setzten ihre Thatigkeit während des Schuljahres 1889—90 fort.
Auch im verflossenen Schuljahre war der Gesundheitszustand im Lehrerkollegium leider keines- wegs befriedigend zu nennen, zeitweise in dem Grade, daſs ohne die Mitwirkung der an der Schule beschäftigten Herren Kandidaten und Probekandidaten, der Unterzeichnete nicht in der Lage gewesen wäre, die Lücken auszufüllen und für einen geregelten Fortgang des Unterrichts zu sorgen.
Herr Heideprim mulste in Folge eines Magenleidens den ganzen Sommer der Schule fern bleiben, Herr Leimbach, der schon im Sommersemester wiederholt den Unterricht in Folge einer Blutvergiftung auszusetzen genötigt war, muſste sich bald nach Beginn des Wintersemesters einer ernsteren Operation


