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Mineralogischer Vorcursus: Begriff von Mineralien, Fossilien, Gesteinen, von morphologischen, physi- kalischen, chemischen Eigenschaften der Mineralien. Krystallographie mit ausschliefslicher Betrachtung der wichtigeren Krystallformen. Die in der Natur vorkommenden Metalle. Schilling's Grundrils der Naturgeschichte(I. Tierreich, II. Pflanzenreich) und Rüdorff. Grundrifs der Mineralogie wurden benutzt. 3 St. Oberlehrer Dr. Brittner.
Zeichnen: Freihandzeichnen: Diverses Zeichnen, vornehmlich Ornamente nach Vorlagen und Modellen. Technisches Zeichnen: Orthogonale und klinogonale Projection. 3 St. Hallenstein.
III. Ober-Tertia. Ordinarius in O. IIII: Gottwerth, in M. IIII: Oberlehrer Dr. Weiffenbach.
Evangelische Religionslehre: Die Apostelgeschichte wurde gelesen und erklärt; einige Lieder gelernt; Katechismus I, II, III rep. 2 St. Dr. Gotthold.
Katholische Religionslehre: Im Sommer wurde durchgenommen das III. Hauptstück des grofsen Diöcesankatechismus und zwar: Die Lehre von der Gnade überhaupt, von den Sakramenten im Allgemeinen und von der Taufe, der Firmung und dem Altarsakrament als Wiederholung, die Lehre von den 4 übrigen Sakramenten, dem Ablasse, den Sakramentalien und kirchlichen Ceremonien neu.
Im Winter wurde durchgenommen das I. Hauptstück des groſsen Diöcesankatechismus bis zum 8. Glaubensartikel: die Lehre vom Glauben; von Schrift und Tradition; von Gott, von der Trinität, von der Schöpfung, von den Engeln und den ersten Menschen; von der Person, dem Leben und Sterben Jesu Christi, von seiner Auferstehung, Himmelfahrt und einstigen Wiederkunft zum Gerichte. 2 St. Direktor Bernhard.
Deutsch: Lektüre nach Paldamus' Lesebuch obere Stufe, I. Cursus. Die besprochenen Lese- stücke wurden disponiert und der Inhalt derselben frei wiedergegeben. Wiederh. der Hauptregeln der Grammatik. Balladen von Schiller, Goethe und Uhland gelernt. Alle 4 Wochen ein Aufsatz, davon 4 als Klassenarbeiten. Die einfachsten metrischen Formen. 3 St. O. IIli: Gottwerth. M. IIIi: Dr. Gotthold.
Französisch: Ploetz, Schulgrammatik, L. 32— 57, wöchentlich ein Domesticum oder Extem- porale; aufserdem alle 14 Tage ein Diktat. Aus Lüdecking I wurden die geschichtlichen Abschnitte, sowie sämtliche naturgeschichtlichen Stücke und Briefe gelesen und übersetzt, auch eine Anzahl Gedichte wurde gelesen und drei derselben auswendig gelernt. Aus Lüdecking II einige Stücke erzählenden und geschichtlichen Inhalts. 6 St. O. IIII: H. Müller. M. IIIi: Wilde.
Englisch: Sonnenburg, Grammatik, L. 15— 22. Formenlehre und Repetition des vorjährigen Pensums; wöchentlich ein Domesticum oder Extemporale abwechselnd, dazu alle 14 Tage ein Diktat. Aus Lüdecking's Lesebuch I. Die Vorübungen, sowie die meisten Stücke erzählenden und einige geschichtlichen Inhalts. 5 St. O. IIIi: Wilde. M. IIIi: H. Müller.
Geschichte: Die deutsche Geschichte von den Kreuzzügen bis zum dreiſsigjährigen Kriege. Alle 14 Tage wurde eine Stunde zur Repetition des Pensums der Unter-Tertia verwendet. Benutzt wurden: Cauer, Geschichtstabellen und Paldamus und Scholderer, Abriſs der Geschichte. 2 St. 0. IIII: Gottwerth. M. IIII(Sommer): Oberlehrer Dr. Simon.(Winter): Gottwerth.
Geographie: Topische, politische und Handelsgeographie der aufserdeutschen Länder Europas; Handelsverbindungen Europas mit anderen Erdteilen. Alle 14 Tage wurde eine Stunde zur Repetition


