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Gleichungen. Wöchentlich wurde je eine Stunde zu Repetitionen anderer Kapitel der Mathematik, namentlich auch zur Lösung von UÜbungsaufgaben benutzt. Monatlich eine Arbeit zur Korrektur. Kambly's Elementar-Mathematik wurde, soweit möglich, beim Unterricht gebraucht. 5 St. Direktor Dr. Schultze.
Physik: Wurfbewegung, Centralbewegung, Bewegung auf vorgeschriebener Bahn. Bestimmung und Messung der Kräfte; Arbeitskräfte derselben; Trägheitsmoment. Mechanik der luftförmigen Körper. Lehre vom Magnetismus. Einige Kapitel aus der kosmischen Physik. Aufgaben. Repetitionen, ins- besondere das Pensum der IIz in der Optik wiederholt und erweitert. Vorträge über selbstgewählte Themata. Unterrichtet wurde nach Dorner's Grundzügen der Physik. 3 St. Oberlehrer Dr. Weiffenbach.
Chemie und Mineralogie: Repetition mehrerer Metalloide und deren Verbindungen. Kohlen- stoff und einige besonders wichtige Verbindungen desselben. Fossilien. Leuchtgasfabrikation. Quarz, Glas, Silicate, verschiedene wichtige Gesteine unter Hinweis auf deren Bedeutung für den Bau der Erd- oberfläche. Metalle der Alkalien, alkalischen Erden und eigentlichen Erden, sowie deren wichtige Verbindungen. Spectralanalyse. Eisen und dessen hauptsäachlichste Verbindungen. Eisenerze und Eisen- kunde repetiert. Stöchiometrische und andere Aufgaben. Freie Vorträge über von den Schülern selbst gewählte Themata. Den Schülern wurde aufserhalb der regelmälfsigen Unterrichtsstunden Anleitung zu einfachen chemischen Arbeiten im Laboratorium gegeben. Rüdorff, Grundriſs der Chemie, und Rüdorff, Grundriſs der Mineralogie, wurden benutzt. 3 St. Oberlehrer Dr. Brittner.
Zeichnen: Diyverses Zeichnen nach Vorlagen und Modellen. Axonometrie. Höhere darstell. Geometrie: Darstellung der Linien, Flächen, Körper; deren Beziehungen zu einander im Raume, Durch⸗ dringungen etc. vermittelst der Spuren und Schnitte zu bestimmen. Orthogonale Schattenlehre. Central- projection. 4 St. Hallenstein.
III. Ober-Secunda. Ordinarius: Oberlehrer Dr. Lorey.
Evangelische Religionslehre: Einleitung in das neue Testament. Altere Kirchengeschichte. Psalmen. Lieder. Benutzt wurde Noack, Hilfsbuch für den evangelischen Religionsunterricht. 2 St. Dr. H. Bauer, Pfarrer.
Katholische Religionslehre: Kombiniert mit Prima.
Deutsch: Lektüre: Schiller's Jungfrau von Orleans. Göthe's Götz von Berlichingen. Schiller's Tell. Das zweite und vierte Buch der KAneide, übersetzt von Schiller. Schiller's Spaziergang. Schiller's Wallenstein. Freie Vorträge über teils gegebene, teils selbst gewählte Themata. 3 St. Oberlehrer Dr. Lorey.
Themata der Aufsätze: 1. Friedrichs des Grofsen Bedeutung für Preufsen und Deutschland. 2. Worin besteht das Romantische in Schiller's Jungfrau von Orleans? 3. Charakter Karls in Schiller's Jungfrau von Orleans. 4. Das Wesen der Ballade, gezeigt an Göthe's Sänger und Schiller's Ring des Polykrates. 5. Götz von Berlichingen und Weislingen, ein Vergleich. 6. a) Götz von Berlichingen, der letzte Ritter, nach Göthe. b) Der westfälische Frieden in seiner Bedeutung für Deutschland. 7. Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit, ein neues Leben blüht aus den Ruinen. 8. Die kulturhistorische Idee in Schiller's Spaziergang. 9. Der Wachtmeister in Wallensteins Lager(Klassenarbeit). 10. Welche Gründe bewegen Wallenstein in Schiller's Tragödie zum entscheidenden Entschlufs des Abfalls?
Französisch: Grammatik nach Plötz' Schulgrammatik, L. 60— 75, Repetitionen; wöchentlich abwechselnd ein Extemporale oder Domesticum; einige Synonyma. Gelesen wurde: Corneille, le Cid; Mignet, Histoire de la Révolution Française, Introduction, Chapitre I et II; aufserdem ausgewählte Stücke aus Lüdecking II. 5 St. Oberlehrer Dr. M. Simon.


