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tragen, nachdem ſich die Hoffnung ſeiner Familie wie ſeiner Kollegen leider als eine trügeriſche er⸗ 6 hatte, den von Allen hochgeſchätzten Mann als einen Wiedergeneſenen ſeinem Amte wiedergegeben zu ſehen.
Wie ſehr die Fürſorge für die Schule in ihm jeden anderen Gedanken, ſelbſt den der Schonung und Pflege ſeines durch die Krankheit tief innerlich ergriffenen Körpers zurückdrängte, beweiſt, daß er noch kurz vor der Abreiſe nach Karlsbad, den Schmerzen und der Erſchöpfung Trotz bietend, Wanderungen durch die Stadt machte, um wertvolle Apparate für unſer phyſikaliſches Kabinett anzukaufen. Später, als ihn ſein Leiden unerbittlich an das Krankenzimmer feſſelte, verfolgte er immer noch vom Fenſter aus, ſo lange es ſeine ſinkenden Kräfte erlaubten, mit dem regſten Intereſſe den Umbau der für ein chemiſches Laboratorium nebſt Hörſaal beſtimmten Räumlichkeiten. Leider erlebte er nicht mehr die Vollendung dieſes für die Schule ſo wichtigen Unternehmens, für welches ganz beſonders auf ſeinen Betrieb 10,000 Mark verwilligt worden ſind.
Herr Direktor Rudolf Jäger, geboren den 18. Februar 1828 zu Waldſee im Königreich Württem⸗ berg, erlag im kräftigſten Mannesalter ſeinen qualvollen Leiden in der Frühe des 8. Januars 1880.
Wir wünſchen von Herzen, daß unſere Anſtalt durch dieſen ſo ſchwer zu erſetzenden Verluſt in ihrer weiteren Entwicklung und in ihrem Gedeihen nicht gehemmt werden möge!
Zahlreiche Schüler des hochverdienten Mannes, ſowohl ſolche, welche der Schule noch angehören, als auch gar manche, welche ſchon zu ſelbſtändigen Männern herangereift ſind, beabſichtigen, ihrem abge⸗ ſchiedenen Erzieher und Lehrer als ein bleibendes Zeichen ihrer Verehrung ein Grabdenkmal ſetzen zu laſſen. Möge dieſes Unternehmen treuer und anhänglicher Pietät mit dem ſchönſten Erfolge gekrönt werden!
d. Das Lehrerkollegium.
Am 1. April 1879 ſchied Herr Dr. Guſtav Adolf Schmeding aus unſerem Kollegium, um als Oberlehrer an die Realſchule I. Ordnung in Elberfeld überzugehen. Während des Sommerhalbjahrs übernahm die von ihm erteilten Religionsſtunden Herr Dr. Lorey in den Klaſſen[AA— IIB, Herr Goedecker in den Klaſſen IIIAa— VB.— Ferner erteilte Herr Dr. R. Graßhoff als wiſſenſchaftlicher Hilfslehrer während des Sommerſemeſters in IIIBb und VA den Unterricht in der deutſchen Sprache und in IIIBb in der Geſchichte.— Für den Religionsunterricht in den Klaſſen[A— IIB gelang es der Schule, mit Beginn des Winterſemeſters Herrn Dr. phil. Heinrich Bauer, Pfarrer der deutſch⸗ reformierten Gemeinde dahier, zu gewinnen; möge ſeine ſo ſchätzenswerte Wirkſamkeit unſeren oberen Klaſſen dauernd erhalten bleiben!— Herr Ernſt Richard Seiler, bisher Oberlehrer an der Realſchule zu Frankenberg im Königreich Sachſen, trat ebenfalls im Herbſt 1879 als neues Mitglied in das Lehrer⸗ kollegium der Klingerſchule, zunächſt als Hilfslehrer, ein. Ihm wurde der Religionsunterricht in IIIAa, III Ba, IIIB b, IVb, Vb und VIb, der Unterricht im Deutſchen in IIIBa und IIIBb, und in der Naturbeſchreibung in III Ba und Vb übertragen.
Selbſtverſtändlich war Herr Direktor Jäger auch mit dem Anfang des neuen Schuljahres nicht im Stande Unterricht zu geben; ſeine Stunden wurden unter die Herren Dr. Weiffenbach und Dr. Brittner verteilt.
Die ſeitherigen Hilfslehrer Herr Dr. Otto Rauſenberger und Herr Ernſt Hallenſtein wurden beide vom Magiſtrat durch Anſtellungsdekret vom 23. September 1879(beſtätigt durch das Königliche Provinzial⸗ Schulkollegium am 18. November 1879) zu ordentlichen Lehrern an den hieſigen öffentlichen Schulen, erſterer zunächſt in Verwendung an der Klingerſchule, Herr Hallenſtein zunächſt als Zeichenlehrer an der Klingerſchule, ernannt.
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