Jahrgang 
1910
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Mark. Nathan und Emma Goldschmidt-Stiftung.

Von Herrn und Fran Max David G oldschmidt beim Eintritt ihres Sohnes Harold in die Schule 20.

Zinsertrügnis 77. Salomon und Sara Stern'sche Schüler-Bibliothek-Stiftung.

Von Herru und Frau Adolf Stern und Prau Ida Oppenheimer anlässl. der Verheirat ung ihrer Kinder.............................. 1000. Herrn und Frau Mayer Stern, 30. Schwat und 8. Adar.................. 100. Herbn Siegfried Adolf Stern anlässlich des Jahrzeitstages seiner seligen Grosseltern.. 100. Herrn und Frau Adolf Stern zum 30. Schwat und 8. Adar................ 500. Frau Salomon Brinkmanu zum 30. Schwat und 8. Adar............... 25

Freundliche Zuwendungen nehmen in Empfang:

für die Talmud-Thora-Kasse Herr Moses Frenkel, Hanauerlandstrasse 9. und für die laufende Schulkasse Herr Lazarus Klau, Göthestrasse 21. fur sämtliche andere Kassen Herr Lyon Seeligmann, Börnestrasse 52.

Herr Isidor Benjamin, Schwanenstrasse 12.

Mitteilung an die Schüler und an deren Pltern.

1.

Seit Ostern d. J. ist die Höhere Mädchenschule, entsprechend der Reform des Mädchenschulwesens, in eine Schule mit 10Ojährigem Lehrgang umgewandelt. Wir machen die Eltern unserer Schülerinnen darauf aufmerksam, dass die Gabelung von der 3. Mädchen- klasse an, die für solche Anstalt vorgesehen ist, welche den Anfbau einer Studienanstalt vornehmen wollen, sie vielleicht veranlassen könnte, ihre Kinder schon frühzeitig auf eins derartige Anstalt zu bringen, dass es aber im Interesse der Entwicklung ihrer Töchter liegt, diesen Schritt nicht zu tun, ohne vorher mit uns Rücksprache genommen zu haben. Es würde unbedingt von grossem Nachteil für ein Mädchen sein, wenn es in die Stu lienabteilung

einer solchen höheren Mädchenschule eingereiht würde, ohne dass es geistig befähigt ist, das Abiturientenexamen zu machen und ein Studium zu ergreifen. Es würde dann weder eine abgeschlossene Bildung, wie sie die Mädchenschule gibt, noch eine solche, wie sie auf

der Studienanstalt erlangt wird, bekommen. Wir empfehlen daher dringend, lieber eine private Vorbereitung für eine höhere Klasse der Studienanstalt in Aussicht zu nehmen, damit der Entschluss über die Zukunft eines Mädchens noch nicht in dessen 11. oder 12. Lebensjahre gefasst zu werden braucht.

2.

Im Anschluss an die obige Mitteilung machen wir die Eltern der jungen Mädchen, die unsre Schule verlassen, um noch eine andre Bildungsanstalt zu besuchen, auf die mit