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22. November 1884. Kgl. Prov.-Schulkoll. teilt eine Ministerialverfügung mit, hin- sichtlich der Erholungspausen zwischen den Lehrstunden und der Zeitdauer der häuslichen Arbeiten.
12. Januar 1885. Kgl. Prov.-Schulkoll. teilt eine Verfügung des Herrn Ministers vom 7. Januar 1885 mit, durch welche eine genau präcisierte Anordnung der alljährlich zu veröffent- lichenden Schulnachrichten festgesetzt wird, die sich aus dem diesjährigen Programm ergiebt.
13. Januar 1885. Kgl. Prov.-Schulkoll. teilt Ministerialverfügung vom 24. Dezbr. 1884 mit, Reifeprüfungen betr.
28. Januar 1885. Kgl. Prov.-Schulkoll. teilt Ministerial-Erlaß vom 17. Januar 1885 mit hinsichtlich der Verwaltung der Schulbibliothek.
5. Februar 1885. Kgl. Prov.-Schulkoll. teilt Erlaß des Herrn Ministers mit, hin- sichtlich der Reduktion der obligatorischen Lehrstunden. Siehe unten unter»Mitteilungen an die Eltern.«
14. Februar 1885. Kgl. Prov.-Schulkoll. stellt für die Erholungspausen drei Ordnungen zur Wahl. Die Direktoren haben sich nach Beratung mit dem Lehrerkollegium und nach Benehmung mit den Dirigenten der anderen Schulen für eine jener Pausen-Ordnungen zu entscheiden.
21. Februar 1885. Kgl. Prov.-Schulkoll. teilt Ministerialverfügung mit, welche Bericht über etwaige Fälle von Schwerhörigkeit der Schüler fordert.
6. März 1885. Kgl. Prov.-Schulkoll. teilt Verfügung des Herrn Ministers mit, nach welcher die für die höheren Schulen des Regierungsbezirks Cassel erlassene Ferienordnung auch auf die höheren Schulen der Stadt Frankfurt ausgedehnt wird. Nach derselben beginnen fortan die vierwöchentlichen Sommerferien am ersten Sonntag im Juli.
7. März 1885. Kgl. Prov.-Schulkoll. ordnet an, da der Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers und Königs in diesem Jahre auf einen Sonntag fällt, daß die betreffende Schulfeier am Tage vorher abgehalten werde, unter Wegfall der Unterrichtsstunden dieses Tages.
III. Chronik der Schule.
Das Schuljahr begann am 21. April 1884 und schließt am 26. März 1885. Die Som- merferien dauerten vom 12. Juli bis zum 11. August. Wegen großer Hitze mußte der Unter- richt an 6 Nachmittagen ausgesetzt werden. An zwei Nachmittagen im Januar wurde den Klassen von Quinta aufwärts zum Schlittschuhlaufen freigegeben.
Am 13. Mai wurde das Maifest abgehalten. Verschiedene schöne Punkte des Rhein- thals, des Taunus und des Odenwaldes, wie Rheinstein und Niederwald, die Platte oberhalb Wiesbaden, die Berge zwischen Steinkopf und Staufen, Melibokus und Felsberg, bildeten die


