Proſaſtücken, unter beſonderer Berückſichtigung der Märchen, Sagen, Fabeln und der Darſtellungen aus der neueren Geſchichte, aus der Natur- und Erdkunde. 3
Literaturkunde: Kurze Mitteilungen aus dem Leben Goethes, Schillers, Uhlands, Chamiſſos und Hebels im Anſchluß an behandelte Gedichte.
Grammatik: Die Wortarten, Satzgliederung, Haupt⸗ und Nebenſätze.
Rechtſchreibung: Die Klein⸗ und Großſchreibung und die Zeichenſetzung. 20 Diktate.
Neben kleineren ſchriftlichen Arbeiten im Anſchluß an behandelte Gedichte und Proſaſtücke wurden 10 Aufſätze geſchrieben, darunter 5 Klaſſenaufſätze. Beil— Steinebach.
3. Franzöliſch 5 Std. Lehrbuch: Kühn⸗Diehl, Elementarbuch der franzöſiſchen Sprache.
Leſeſtoff: Eine Anzahl von Leſeſtücken und Gedichten wurden geleſen, beſprochen, umgebildet und wiedererzählt.
Grammatik: Die 3 regelmäßigen Konjugationen und einige der gebräuchlichſten unregelmäßigen Verben⸗ im Indikativ. Das Paſſiv. Reflexive Verben. Verbindung der Verben mit den perſönlichen Fürwörtern. Zahlwort und Adjektiv. Teilungsartikel
Sprechübungen im Anſchluß an das Geleſene und an das tägliche Leben.
Auswendig gelernt wurden: L'école buissonière; Petit oiseau: L'Enfant gàaté; L'Arbre de Noël; Le printemps; Coucou; Devinettes et amusettes.
32 ſchriftliche Arbeiten, meiſt Klaſſenarbeiten, wovon 4(in VIb 6) Diktate, Beantwortung von Fragen Umbildungen, freie Arbeiten und grammatiſche Übungen. Ellmer— Steinebach.
4. Geſchichte 2 Std. Lebensbilder hervorragender Perſönlichkeiten von der Gegenwart bis zu Karl dem Großen, bei tunlicher Anlehnung an die Frankfurter Geſchichte und an die geſchichtlichen Denkmäler unſrer Stadt. Deutſche Heldenſagen. Beil— Geiſendörfer.
5. Erdkunde 2 Std. Lehrbücher: von Seydlitz(Ausgabe E, Heft 2), kleiner Atlas von Debes. Die phyſiſche und politiſche Erdkunde von Deutſchland und ſeinen Nachbarſtaaten. Entwickelung allgemeiner geographiſcher Begriffe. Übung im Entwerfen von Kartenſkizzen. Beil— Geiſendörfer.
6. Rechnen 3 Std. Lehrbuch: Becker und Paul, Heft 1 und 2. Die 4 Spezies mit gemeinen Brüchen und Anwendung derſelben in leichten Aufgaben aus der Dreiſatzlehre. Fortgeſetzte Übung im Kopfrechnen an Beiſpielen aus dem täglichen Leben. Die deutſchen Flächen- und Körpermaße. Es wurden fortlaufend ſchriftliche häusliche Arbeiten und außerdem 8 Klaſſenarbeiten geſchrieben. Beil— Friedrich.
7. Raturkunde 2 Std. Botanik: Vergleichende Betrachtung einfach gebauter Pflanzen, beſonders einheimiſcher Kulturgewächſe. Abhängigkeit des Baues der Pflanzen vom Standort.
. Zoologie: Der Bau des menſchlichen Körpers; dabei eingehende Behandlung des Knochengerüſts und
der Verdauungsorgane unter ſtetem Hinweis auf die Säugetiere und Vögel und die durch die verſchiedene
Lebensweiſe hervorgerufenen Veränderungen in ihrem Körperbau.— Die wichtigſten Vertreter der Reptilien, Amphibien und Fiſche. Syſtematik der Wirbeltiere. Reishaus.
8. Schreiben 1 Std. Das kleine und große deutſche, ſowie lateiniſche Alphabet in Wörtern und Sätzen. Taktſchreiben. Seßler— Steinebach.
9. Zeichnen 2 Std. Gepreßte, ganzrandige Blätter in ſommerlicher und herbſtlicher Färbung, einfache Schmetterlinge und Vogelfedern wurden gezeichnet und gemalt. Skizzier⸗ und Pinſelübungen. Gerhard.
10. Radelarbeit 2 Std. VIa. Im Sommerhalbjahr: Wiederholung des Strickens, Anfertigung einer Kindermütze.— Im Winterhalbjahr: Anfertigung einer Kinderſchürze und eines Nadelkiſſens nach eigenem Entwurf. Wenzel— Strohecker. VIb. Stricken: Anfertigung eines Kragenſchoners. Nähen: Anfertigung eines Kinderröckchens. Steinebach— Strohecker. 11. Singen 2 Std. Gehörübung. Diktat von Ton zu Ton, Tonbildung. Erhöhung und Erniedrigung der Töne, die Bildung der Dur-Tonleiter von jedem Tone aus. Die Hauptdreiklänge und der Septimenakkord auf der V. Stufe. Die einfachen und zuſammengeſetzten Taktarten, die Triole; der Verlängerungspunkt. Einſtimmige Treff⸗ und Geläufigkeitsübungen. Einſtimmige Choräle und Volkslieder. Hofmann.


