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Schülervereine.
Der Schülerturnverein, der aus Schülern der OI-—IV bestand, hielt unter Leitung des Herrn Böttger in der Turnhalle und auf dem Schulhofe außerhalb des Unterrichts seine UÜbungen ab.
Der Stenographenverein setzte seine UÜbungen im Lesen, Diktat und Wettschreiben fort und bereitete seine Mitglieder für das Prüfungswettschreiben vor, dessen Ergebnisse in die Osterzeugnisse aufgenommen werden.
Die Schulgruppe des Vereins für das Deutschtum im Ausland stand unter der Leitung des Herrn Studienrat Dr. Gebhard.
Die Entwicklung des Mitgliederstandes auf allen Klassenstufen zeigte— nach einem vor- übergehenden Rückgang— seit 1, Juli 1926 eine erfreuliche dauernde Zunahme. Mehr als die Hälfte aller Schüler sind treue Mitglieder unserer Schulgruppe und damit Vertreter des Ge- dankes des V. D. A.; im laufenden Vierteljahr waren es im ganzen 370 Schüler(gegenüber 229. Mitgliedern anfangs des Schuljahres).
Die Schulgruppe beteiligte sich im Schuljahr 1926/27 unter Führung des Herrn Turnlehrer Böttger an der Pfingsttagung des V. D. A. in Hirschberg(u. a. aktiv durch Beteiligung an den Wettkämpfen), veranstaltete am 14. August in der Aula einen Vortrag des Schriftstellers Niet- heim, Salzburg, in steierischer Mundart: Ernstes und Heiteres von Peter Rosegger, beteiligte sich an dem Festabend des Schulgruppenverbandes Frankfurt a. M. im Großen Saal des Saal- baues(u. a. aktiv durch Beteiligung an den turnerischen Darbietungen), veranstaltete im Rahmen der Frankfurter Werbewoche für die Sache des V. D. A. am 12. und 15. März 1927 Werbevor- träge in der Aula; Redner: Herr Oberstudiendirektor Geheimrat Dr. Rassow, Berlin).
Als Ergebnis einer Sammlung unter den Schülern konnte dem V. D. A. der Betrag von 1282 M überwiesen werden.
Schulspeisung.
Die von der Stadt eingerichtete Frühstücksspeisung wurde wie in früheren Jahren fortge- setzt und fand weiter dankbare Anerkennung und wachsenden Zuspruch. Am Ende des Schul- jahres nahmen 220 Schüler teil.
Gesundheitsfürsorge.
Im Jugendfürsorgebezirk, dem die Schule zugeteilt war, leitete zunächst Herr Dr. Hirsch, sodann Fräulein Dr. Landé und schließlich Herr Sanitätsrat Dr. Schlesinger die jugendärztliche Aufsicht der Schule.
Am 26. November besichtigte Fräulein Dr. Landé als Schulärztin sämtliche Schulräume im Hinblick auf ihre gesundheitliche Beschaffenheit und Einrichtung.
Am 16. März hielt Herr Sanitätsrat Dr. Schlesinger mit den Abiturienten eine Besprechung ab über das Geschlechtsleben.
Herr Dr. Strauss leitete die Untersuchung der Schüler in Bezug auf die Beschaffenheit ihrer Zähne.
11 Schüler wurden durch Vermittlung des Jugendamtes zur Erholung auf das Land geschickt.
Die Bestrebungen des Bundes für sexuellen Jugendschutz, deren Durchführung an der Schule im vorigen Jahre bei den Eltern reges Verständnis und dankbare Anerkennung gefunden hatte, wurde weiterhin unterstützt, und es sollen auch künftig den Eltern aller neu eintreten- den Schüler die von Herrn Pfarrer Hoppe in Luckenwalde zur Unterweisung der Eltern aus- gegebenen Druckschriften übermittelt werden.
Alle Schüler sind durch einen Vertrag, den die Stadt mit der Gothaer Allgemeinen Ver- sicherungsbank abgeschlossen hat, gegen„sämtliche Unfälle an Schultagen in der Zeit vom Ver- lassen der Wohnung bis zur Rückkehr dorthin nach beendetem Schulunterricht“ versichert und zwar bis zu 500 Mk. für Begräbniskosten,
bis zu 5000 Mk. für Invaliditätskapital, bis zu 500 Mk. für Ersatz der Heilbehandlungs- einschließlich Krankenhauskosten.“ Die Versicherungsprämie beträgt jährlich 35 Pfg.


