Jahrgang 
1926
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von Dehmel. b) Weihnacht von Wildenbruch. 5. Aufführungen: a) Der Weihnachts- mann. b) Szene aus Schneewittchen. c) Die fünf Grenadiere. 6. Chöre: a) Laßt uns das Kindlein wiegen. b) Schlußmusik aus demGotteskind von Hermann. 7. Orchester: Weihnachtspotpourri von Knödel.

8. Februar: Konzert des Schülerchors und des Schülerorchesters. Es kam zur Aufführung: 1. Ouvertüre zu Figaros Hochzeit von Mozart. 2. Chöre: a) Wohin soll ich mich wenden von Schubert. b) Vespergesang von Beethoven. 3. Solo-Chor:Königin in! Himmel Volkslied, bearbeitet von Baußnern. 4.Sphärenmusik für 8 Geigen von Rubinstein. 5. Solo-Chor: a) Lobgesang von Klein. b) Abendglöcklein. c) Aennchen lieb(Böhm. Volkslied). 6. Spielmannslieder(Sologesang): a) Dem Kettlein tu ich- neiden. b) Das Ringlein sprang entzwei. c) Schlummerlied. 7. Klaviervortrag: Fan- tasie und Caprice von Mendelssohn. 8. Sonate l und II für 2 Violinen und Klavier von Corelli. 9. Chöre: a) Untreue(Volkslied). 10.Frinnerung für 3 Geigen und Klavier von Moffat. 11. Chöre: a) Nach Hause von Brückner. b) An hellen Tagen von Brückner. 12. Chor aus dem OratoriumDie Schöpfung mit Orchesterbegleitung von Haydn. 4

1. 4. Februar: Schriftliche Reifeprüfung.

27. Februar: Volkstrauertag: 12 9 1. Chor: Wohin soll ich mich wenden von Schubert. 2. Vorträge: a) Tag der Toten von Gustav Falke. b)Für uns(von einem Schüler aus der Kriegszeit.) 3. Chor: Heilig, heilig von Schubert. 4. Vortrag: Grabesgrün von E. M. Arndt. 5. Rede des Herrn Ober-Studienrat Dr. Richter. 6. Gemeinsamer Gesang: Ich hatt' einen Kame- raden.

8. März: Mündliche Reifeprüfung unter dem Vorsitz des zum staatlichen Kommissar er-

nannten Direktors.

25. März: Feier zur Entlassung der Abiturienten: 1. Orchester: Vorspiel zu Iphigenie von Gluck. 2. Chor: Orchester und RezitationColumbus, melodramatische Dichtung von Julius Becker. 3. Entlassung der Abiturienten und Preisverteilung durch den Direktor. 4. Chor: Comitat von F. Mendelssohn.

8. Verfügungen der Schulbehörden. Ministerialerlasse.

15. Juni: Das Provinzialschulkollegium übersendet den Ministerialerlaß vom 2. Juni UII 1066.1 über einedurchgreifende Umgestaltung der Ordnung für die Reifeprüfung im Geiste der Richtlinien für die Lehrpläne der höheren Schulen Preußens. Es wird in dem Frlaß darauf hingewiesen, daß 1. der Grundsatz des Arbeitsunterrichts, 2. die den einzelnen Schulen zuerkannte Bewegungsfreiheit und der darauf gegründete An- staltslehrplan, 3. die besonderen Bildungsziele der verschiedenen Schularten und 4. die Rücksicht auf jugendpsychologische Gesichtspunkte, vor allem in Bezug auf die For derung der Sonderbegabungen und auf den Unterschied der Geschlechter bei der Neu- ordnung der Prüfung zu beachten ist.

Der Direktor erhält den Auftrag, einen Vorschlag für eine Neuordnung der Reife- prüfungsbestimmungen einzureichen.

27. Juni: Im wahlfreien Kurzschriftunterricht dürfen neue Lehrgänge nur noch in der Ein heitskurzschrift begonnen werden. Der Kurzschriftunterricht soll an einer möglichst großen Anzahl höherer Schulen eingeführt werden.

21. August: Vom Studium der Medizin wird wegen der schlechten Aussichten der jungen Aerzte abgeraten.

29. August: Es ist eine wichtige Aufgabe der Schule, auf die Entpolitisierung des Schul- lebens hinzuwirken. Es ist bedauerlich, wenn die Jugend zu früh in das parteipoliti- sche Treiben hineingezogen wird. Schüler dürfen nicht Vereinigungen angehören,