Jahrgang 
1926
Einzelbild herunterladen

Spielen. Für jeden Schüler waren 2 Spielstunden in der Woche verbindlich. Jede der Klassen

bildete mit Ausnahme der beiden Ul, die vereinigt waren, eine Spielabteilung, sodaß 15 Ab- teilungen bestanden. Die Turnspiele wurden vornehmlich Dienstags und Freitags nach- mittags im Ostpark, bei ungünstigem Wetter auf dem Schulhof und in der Turnhalle ab- gehalten. Besonders wurde das Schlagballspiel gepflegt. An den Schlagballwettkämpfen der Stadt Frankfurt a. M. beteiligte sich unsere Schule mit je 1 Mannschaft in der Ober- und Unterstufe. Beide Mannschaften errangen den 1. Sieg(Bezirks- und Stadtmeister- schaft). In den Schlagballwettkämpfen des Preußischen Philologen-Verbandes in Mar- burg konnte die Mannschaft unserer Oberstufe gegen die Meister der drei anderen Be- zirke die Provinzmeisterschaft für die Helmholtz-Oberrealschule erringen.(Siehe Jahres- bericht Seite 21.)

Schwimmen.

Während des Sommers bestanden 8 frei willige Schwimmabteilungen, welche die Scheckersche Main-Badeanstalt regelmäßig besuchten. Von VI bis OI beteiligten sich 260 Schüler. Davon waren 90 bereits Schwimmer; 71 Schüler haben im Laufe des Sommers das Schwimmen erlernt. Im Winterhalbjahr wurde während der Spielstunden in IV pflichtmäßiger Schwimmunterricht erteilt. Von 108 Schülern nahmen 100 regelmäßig teil, 30 konnten bereits schwimmen, 70 erhielten Schwimmunterricht; davon bestanden 63 die Schwimmprüfung. Ferner konnte alle 14 Tage eine freiwillige Schwimmabteilung von 40 Schülern das Städtische Schwimmbad besuchen. Von 12 Nichtschwimmern dieser Ab- teilung haben 10 das Schwimmen erlernt. An den Schwimmwettkämpfen der Schulen nahmen von unserer Anstalt je eine Zehnermannschaft in der Unter- und Mittelstufe teil. (Siehe Jahresbericht Seite 21.)

Werkuntericht.

Der Werkunterricht wurde wie bisher Sommer und Winter durchgeführt. Es be- standen: zwei Kurse für H obelbankarbeiten unter Leitung des Herrn Zeichen- lehrer Grube; zwei Kurse für Buchbinder arbeiten unter Leitung des Herrn Zeichenlehrer Zickwolff; zwei Kurse für Papparbeiten unter Leitung des Herrn Turn lehrer Böttger. Es wurden einfache Gebrauchsgegenstände angefertigt, Bücher gebunden und schadhafte ausgebessert. Auf die Geschmacksbildung der Schüler wurde besonderer Wert gelegt.

Eine Ausstellung der im Werkunterricht von den Schülern angefertigten Arbeiten fand am 24. und 25. März statt. 3.

Kurzschrift.

Der Kurzschriftunterricht nach Gabelsbergerschem System, der seit Ostern 1915 dauernd an der Schule durchgeführt worden ist, wurde wie in früheren Jahren von Herrn Derwort, Lehrer am Stenographischen Institut in Frankfurt a. M., erteilt. von den Schülern aus IV bis O1 wurden 2 Anfängerkurse und 1 Fortbildungskurs mit 94 Schülern gebildet. Am 13. Mär⸗ fand in der Schule ein Wettschreiben statt, nach dessen Ergebnis 15 Schüler für eine Schreibfertigkeit von 60 und 80 Silben in der Minute eine Auszeich- nung erhielten. Der an der Schule bestehende Stenographenverein setzte seine Uebungen fort. Die Schülerbibliothek enthält eine Abteilung stenographisch gedruckter Bücher.

Besichtigungen.

OI Goethehaus, flistorisches Museum(Dr. Richter); Ausstellung der städtischen Kunst- enrenhoschuls⸗ Vortrag des Direktors der Kunstgewerbeschule, Professor Wichert Grube).

Ula Goethehaus(Dr. König); Altstadt, Staedelsches Kunstinstitut:; Senckenberg- Museum (Dr. Ritter).

Ulb Geologischer Ausflug nach Frankenstein, Tannenberg: Senckenberg-Museum(Dr. Goerges); Staedelsches Kunstinstitut(Dr. Peters).