Jahrgang 
1914
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c) für die naturwissenschaftliche Sammlung:

von Herrn Architekt Karl Schütze eine umfangreiche Sammlung Laacher Vulkanis- men; von Herrn Lehrer Weißbach: ein gestopfter Schwarzspecht; von der Eirma Auffarth in Frankfurt a. M.: ein junger Kuckuck im Singvogelnest; von Herrn Ober- Lehrer Dr. Schweikart: zwei Terrarien. Weitere Gegenstände für den naturgeschichtlichen Unterricht, sowie lebende Pflanzen und Tiere för das Wasserbecken des Schulgartens wurden geschenkt von den Quar- tanern Eisenlohr, Eißner, Gilberger, Hau, von der Heid, Jung, Schiffer, Sittig, Störkel, den Quintanern Dornseiff, Ermisch, Fetzer, Frank, Fröhlich, Ingebrand, Landwehrkamp, Meder, Scheld, Sebald und den Sextanern Augspurg, Daab, Faust, Kirschner, Reich, Reinheimer, Wagner, H. Walther.

VI. Mitteilungen an die Eltern.

1. Zum Zwecke eines gedeihlichen Zusammenwirkens von Schule und Haus haben alle Lehrer eine wöchentliche Sprechstunde festgesetzt, die im Stundenplane mitgeteilt wird. In erster Linie bitten wir, den Klassenlehrer aufzusuchen und, wenn möglich, ihm den beabsichtigten Besuch mindestens einen Tag vorher anzumelden, damit er vor her mit den Fachlehrern oder mit dem Leiter der Anstalt sich ins Einvernehmen setzen kann.

2. Eine schwere Gefahr, die insbesondere durch ein verständnisvolles Zusammenwirken von Haus und Schule bekämpft werden muß, erwächst der Jugend aus der Lektüre der weitverbreiteten und leicht zugänglichen Schundliteratur, die sich aufdringlich und gewissenlos an die jungen, unerfahrenen Leser wendet. Ein ministerieller Erlaß schreibt darüber:

Die Cefahren, die durch die überhandnehmende Schundliteratur der lugeud und damit der Zukunft des ganzen Volkes drohen, sind in den letzten Jahren immer mehr zutage getreten. Neuerdings hat sich wieder mehrfach gezeigt, daß durch die Abenteuerer-, Gauner- und Schmutzgeschichten, wie sie namentlich auch in einzelnen illustrierten Zeitschriften ver breitet werden, die Phantasie verdorben und das sittliche Empfinden und Wollen derart verwirrt worden ist, daß sich die jugendlichen Leser zu schlechten und selbst gerichtlich strafbaren Handlungen haben hinreißen lassen. Die Schule hat es auch bisher nicht daran fehlen lassen, mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln dieses Ubel zu bekämpfen und alles zu tun, um bei den Schülern und Schülerinnen das rechte Verständnis für gutfe Literatur, Freude an ihren Werken zu wecken und dadurch die sittliche Festigung in Ge danken, Worten und Taten herbeizuführen. In fast allen Schulen finden sich reichhaltige Büchereien, die von den Schülern und Schülerinnen kostenlos benutzt werden können. Aber die Schule ist machtlos, wenn sie von dem Elternhause nicht ausreichend unter stützt wird. Nur wenn die Eltern in klarer Erkenntnis der ihren Kindern drohenden Ge kahren und im Bewußztsein ihrer Verantwortung die Lesestoffe ihrer Kinder, einschließlich der Tagespresse sorgsam überwachen, das versteckte Wandern häblicher Schriften von Hand zu Hand verhindern, das Betreten aller Buch- und Schreibwarenhandlungen, in denen Przeugnisse der Schundliteratur feilgeboten werden, streng verbieten und selbst überall gegen Erscheinungen dieser Art vorbildlich und tatkräftig Stellung nehmen, nur dann ist Hoffnung vorhanden, daß dem ÜUbel gesteuert werden kann. Bei der Xuswahl guter und wertvoller Bücher wird die Schule den Eltern wie auch den Schülern und Schülerinnen selbst mit Rat und Tat zur Seite stehen und ihnen diejenigen Bücher angeben, die sich für die Altersstufe und für ihre geistige Entwickelung eignen. Zu diesem Zwecke werden es sich die Lehrer und Lehrerinnen gern angelegen sein lassen, sich über die in Betracht kommende Jugendliteratur forflaufend zu unterrichten. Das in dem Weidmann'schen Verlage zu Berlin erschienene Buch des Direktors Dr. F. IJohannessonWas sollen unsere Jungen lesen? wird den Schülern und auch den Schülerinnen wie deren Eltern als zuverlässiger Weg- weiser dabei dienen können.

In Frankfurt wird den Eltern bequem Gelegenheit geboten, gute Jugendliteratur kennen

zu lernen. Das städtische Schulmuseum, Große Friedbergerstraße 28, enthält eine

Jugendschriften-Ausstellung, die an allen Werktagen außer Samstags nachmittags von

46 Uhr unentgeltlich geöffnet ist.