Jahrgang 
1875
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mit welchem er der Schule und ihren Angelegenheiten fortwährend zugethan iſt, ſprechen wir ihm hier unſern Dank aus. Dem Unterricht der jüngeren für ihn eintretenden Lehrer hat er mehrfach bei⸗ gewohnt und ihnen ſeinen Rath und die Erfahrungen einer langjährigen Wirkſamkeit nicht vorent⸗ halten, auch den in den einzelnen Klaſſen ſtattfindenden Prüfungen hat er großentheils beiwohnen können.

Leider war auch unſer zweiter Lehrer der Mathematik und der Naturwiſſenſchaften am Ende des Winterſemeſters 1873/74 nicht unbedeutend erkrankt, und nur mit Mühe und Anſtrengung war es ihm möglich geweſen, in den letzten Wochen des Semeſters den an ihn geſtellten Anforderungen und beſonders den Arbeiten des Abiturienten⸗Examens zu genügen. Da ſein Zuſtand längere Scho⸗ nung und Ruhe dringend erheiſchte, wurde ihm von dem Schulcuratorio und dem Königl. Provincial⸗ Schulcollegio ein Urlaub bis zum Ende des Sommerſemeſters bewilligt, den er an verſchiedenen Kur⸗ und Heilorten verbrachte. Seine Geſundheit befeſtigte ſich denn auch im Laufe des Sommers dergeſtalt, daß er mit dem Winterſemeſter 1875 wenigſtens 6 Stunden Mathematik in dem einen Coetus der I. übernehmen konnte und dieſen Unterricht während des Winters ohne Abhaltung durch⸗ zuführen im Stande war. Seine Kräfte haben indeſſen wieder ſo ſehr zugenommen, daß, wenn er auch noch einer gewiſſen Schonung bedarf, die Zahl ſeiner Lehrſtunden im nächſten Semeſter vermehrt werden kann.

Geſundheitsrückſichten verurſachten eine Herabſetzung der Stundenzahl des Herrn Prof. Finger, welcher in dem verfloſſenen Schuljahre nur 14 Lehrſtunden, wovon 6 in den drei oberſten Klaſſen der Mädchenſchule, ertheilte. Der Erfolg der verminderten Anſtrengung für das körperliche Befinden dieſes Collegen war ein äußerſt günſtiger. Er konnte den Pflichten ſeines Amtes faſt ohne Unter⸗ brechung genügen.

Der College Hr. Eichelmann erkrankte kurz nach Neujahr 1874; ſein Zuſtand verſchlimmerte ſich bald derart, daß er zuerſt bis zum Herbſte, dann auch für den Reſt des Schuljahres von ſeinem Unterrichte entbunden werden mußte. Leider ſind die Nachrichten, die uns von ſeinem Befinden zu⸗ gehen, nicht ſolche, die ſeine Wiederherſtellung bis Oſtern erwarten laſſen.

Auf längere oder kürzere Zeit waren an der Ertheilung ihres Unterrichtes großentheils durch Krankheit abgehalten die Herren Dr. Fritſch, Prof. Finger, Lotz, Gundlach, Biebricher, Dr. Britt⸗ ner, Seibt, Hoff, Rau, Dr. Simon, Fertig, Gödecker, Mauß, Dr. Weiffenbach, Dr. Noll, Gräf, Bardorff.

Der durch die genannten Verhältniſſe entſtandene Ausfall wurde theils dadurch gedeckt, daß ein Theil der übrigen Collegen eine Ueberzahl von Stunden übernahm, theils durch die Verwendung der proviſoriſchen Lehrer, Dr. Gotthold, Dr. Brittner und Dr. Weiffenbach. Erſterer übernahm den franzöſiſchen Unterricht in Knabenklaſſe VIa und den Religionsunterricht in den Knabenklaſſen VIV; an der Mädchenſchule verblieb ihm der Unterricht im Deutſchen in der III., ſowie der in der Re⸗ ligion in IV. Hr. Dr. Weiffenbach(vorher am Gymnaſium zu Elberfeld) übernahm Mathematik in O. IIb, O. IIIa und b, U. IIIa und U. IIIb, ſowie Phyſik in O. II und O. III. Herr Dr. Brittner Chemie in den oberſten Klaſſen, Phyſik in O. III, U. III und IV, Mathematik in IVa und b. Während der Beurlaubung des Herrn Dr. Bräutigam fielen Herrn Dr. Weif⸗

fenbach die Mathematikſtunden in O. IIa, Herrn Dr. Brittner dafür die Phyſikſtunden in O. IIIa zu.