Jahrgang 
1914
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flog, Aufſtellung gefunden hat. Lon hier aus begaben wir uns wieder nach dem Hotel, um uns für die, ach nur zu ſchnell herangekommene Heimreiſe fertig zu machen. Nachdem wir Abſchied genommen hatten von den einzelnen Perſonen, mit denen wir während unſeres Stägigen Aufenthaltes näher bekannt geworden waren, begaben wir uns zum Bahnhof. Bei jeder Station, an welcher unſer Zug hielt, ſtreckten die Nimmermüden die Köpfe zum Fenſter hinaus, um noch ein paar franzöſiſche Worte auszutauſchen. Bei Chalons sur Marne herrſchte im Gegenſatze zu den anderen Bahnhöfen ein reger Betrieb, der durch das Aus⸗ und Einſteigen ankommender und wegfahrender Infanteriſten verurſacht wurde. Endlich läuft unſer Zug in Nancy ein und wir verlaſſen mit unſerem Gepäck den Wagen, um in den auf dem andern Geleiſe harrenden deutſchen Zug zu ſteigen. Hier machten wir es uns gemütlich, und während die Hungrigen ihre mitgebrachten Lorräte verzehrten, erzählten die Anderen von Erlebtem und Geſchehenem. Hinter Nancy ſahen wir mehrere Hochöfen durch die Nacht leuchten. Nachdem die franzöſiſche Station Pagny paſſiert war, fuhren wir wieder auf deutſchem Boden. Bald hatten wir das Lergnügen, einen herrlichen Sonnenaufgang zu beobachten. Während neben uns das Waſſer der Moſel gluckſend dahinfloß, erſchien die Sonne mit majeſtätiſcher Pracht am Firmament und vergoldete alles, was bisher grau und trübe war. Wir fuhren weiter durch das Lothringiſche Stufenland und bald erreichten wir Metz. Nun ging es in ſchneller Fahrt durch den prächtigen Sommermorgen und es ſchien, als hätte der deutſche Himmel zu unſerer Begrüßung ſein ſchönſtes Gewand angelegt. Endlich, um 10¹1 Uhr, liefen wir in den Frankfurter Hauptbahnhof ein. Am Bahnſteige ſtanden Eltern, Verwandte und Bekannte, die uns freudig in Empfang nahmen. Und wir hatten wahrlich vieles zu erzählen, denn wir haben vieles erlebt und geſehen, wovon dieſer Bericht nur ein ſchwaches Bild zu geben vermag.

Ich glaube, daß ich im Sinne aller Lolhehwner handle, wenn ich zum Schluß Herrn

Lehrer Wix nochmals für die Aufopferung und Mühe danke, die er ſich mit dieſer Reiſe ge macht hat. Wir werden ihm dieſe dankbare Geſinnung ſtets bewahren.

Heinrich Hofmann, H. F. Ih.