Jahrgang 
1912
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b) Lehraufgaben. VI. I Stunde wöchentlich. Lebensbilder aus der vaterländischen Geschichte, namentlich der neueren.

V. I Stunde wöchentlich.

Erzählungen aus den Sagen des klassischen Altertums sowie aus der ältesten Ge- schichte der Griechen(bis Solon) und der Römer(bis zum Kriege mit Pyrrhus).

IV. 3 Stunden wöchentlich.

Griechische Geschichte bis zum Tode Alexander des Grossen mit einem Ausblick auf die Diadochemeit; römische Geschichte bis zum Tode des Augustus.

Die Behandlung der Zeit vor Solon einerseits und vor dem Auftreten des Pyrrhus andererseits ist auf das knappste Mass zu beschränken. Bei der griechischen Geschichte ist das Allernotwendigste über die wichtigsten orientalischen Kulturvölker einzuflechten. Die ausführlichere Darstellung der Zusammenstösse der Römer mit den Deutschen wäh- rend der Republik bleibt der U III vorbehalten.

Einprägung wichtiger Jahreszahlen in massvoller Beschränkung.

III.(UIII). 2 Stunden wöchentlich.

Die Blütezeit des römischen Reiches unter den grossen Kaisern. Deutsche Ge- schichte von dem ersten Zusammenstosse der Deutschen mit den Römern(s. IV) bis zum Ausgange des Mittelalters.

Die ausserdeutsche Geschichte ist so weit heranzuziehen, als sie für das Verständnis der deutschen Geschichte von Bedeutung ist.

Einprägung von Jahreszahlen wie in IV. Wiederholungen der alten Geschichte nach einem Kanon der einzuprägenden Jahreszahlen.

II.(O III). 2 Stunden wöchentlich.

Politische und Wirtschaftsgeschichte der Neuzeit bis zum Tode Friedrichs des Grossen.

Einprägung von Jahreszahlen wie in IV. Wiederholungen nach einem Kanon der einzuprägenden Jahreszahlen.

I.(UII). 2 Stunden wöchentlich.

Neuere Geschichte vom Tode Friedrichs des Grossen bis zur Gegenwart.

Die französische Revolution, Napoleon I., insbesondere in seinem Verhältnis zu Deutschland, das Unglück und die Erhebung Preussens, die Befreiungskriege, die innere Umgestaltung Preussens, die Neuordnung der politischen Verhältnisse Deutschlands 1815, die wirtschaftliche Einigung im deutschen Zollverein, die politischen Einheitsbe- strebungen, die Taten Kaiser Wilhelms I. und die Gründung des Deutschen Reiches bilden den Hauptinhalt der Lehraufgabe der I(UII).

Im Zusammenhange der vaterländischen Geschichte und im Anschluss an die Lebens- bilder der betreffenden Herrscher vergleichende Berücksichtigung unserer gesellschaft- lichen und wirtschaftlichen Entwickelung bis zum Ende des 19. Jahrhunderts unter Her- vorhebung der Verdienste der Hohenzollern, insbesondere um die Hebung des Bauern-, Bürger- und Arbeiterstandes.

Wiederholungen aus der brandenburg-preussischen Geschichte nach einem Kanon der einzuprägenden Jahreszahlen.

6. Erdkunde.

a) Allgemeines Lehrziel. Verständnisvolles Anschauen der umgebenden Natur und der Kartenbilder, Kennt- nis der physischen Beschaffenheit der Erdoberfläche und der räumlichen Verteilung der