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Linführung in die Kirchengeschichte mittels hervorragender kirchen- geschichtlicher Charakterbilder.
NB. Statt des erweiterten Katechismus kann auch ein entsprechendes Lehrbuch be- nutzt werden.
I.(UIl!). 2 Stunden wöchentlich.
Begründung des katholischen Glaubens(Apologetik). Die Lehre von der natürlichen Religion, von der göttlichen Offenbarung und von den Offenbarungsstufen (Uroffenbarung, udentum und Christentum); die Lehre von der Kirche, von den Quellen des katholischen Glaubens und von der katholischen Glaubensregel, nach einem Lehrbuche. Wiederholung der wichtigsten Gegenstände aus den Lehraufgaben der mittleren Klassen.
2. Deutsch. a) Allgemeines Lehrziel.
Fertigkeit im richtigen mündlichen und schriftlichen Gebrauche der Muttersprache, Bekanntschaft mit den wichtigsten Abschnitten der Geschichte unserer Literatur an der Hand des Gelesenen und Delebung des vaterländischen Sinnes, insbesondere durch Ein- führung in die germanische Sagenwelt und in die für die Schule bedeutsamsten Meister- werke unserer Literatur.
b) Lehraufgaben. VI. 5 Stunden wöchentlich.
Grammatik: Redeteile, Deklination und Konjugation; Unterscheidung der starken und schwachen Formen. Lehre vom einfachen Satze und der für ihn erforderlichen Zeichen- setzung.
Rechtschreibeübungen in wöchentlichen Diktaten.
Lesen von Gedichten und Prosastücken(Märchen, Fabeln, Erzählungen, Dar- stellungen aus der vaterländischen Sage und Geschichte[s. Geschichte], Bilder aus der Natur und aus der Erdkunde).
Mündliches Nacherzählen von Vorerzähltem und Gelesenem. Auswendig- lernen und möglichst verständnisvolles Vortragen von Gedichten.
V. 4 Stunden wöchentlich.
Grammatik: Der cinfache erweiterte Satz und das Notwendigste vom zusammenge- setzten Satze nebst der dabei zur Anwendung kommenden Zeichensetzung, deren innerer Zusammenhang mit dem Aufbau des Satzes überall zu betonen ist.
Diktate zur Einübung der Rechtschreibung und der Zeichensetzung oder schriftliche Nacherzählungen.
Lesen von Gedichten und Prosastücken(Erzählungen aus der alten Sage und Geschichte, sonst wie in VI).
Mündliches Nacherzählen. Auswendiglernen und möglichst verständnis- volles Vortragen von Gedichten.
IV. 4 Stunden wöchentlich.
Grammatik: Der zusammengesetzte Satz und zusammenfassende Einprägung der Regel über die Zeichensetzung. Das Allereinfachste aus der Wortbildungslehre.
Rechtschreibeübungen und schriftliche freiere Wiedergabe von Gelesenem oder in der Klasse Durchgenommenem; alle 4 Wochen eine häus- liche Arbeit.
Lesen von Gedichten und Prosastücken(besonders Beschreibungen und Schilde- rungen, Darstellungen aus der griechischen und römischen Geschichte).
Nacherzählen. Auswendiglernen und möglichst verständnisvolles Vortragen von Gedichten.


