wissenschaftlicher Fiilfslehrer am Realgymnasium in Celle und wurde 1895 als Oberlehrer nach Bres- lau berufen, wo er bis 1901 an der evangel. Realschule II, von da ab an der Oberrealschule tätig war. Exr veröffentlichte 19004„Politik des Hauses Braunschweig-Lüneburg 1640/41“„, 1907„Englands Weltmacht in ihrer Entwicklung vom 17. Jahrh.“, 1900„Geschichte des deutschen Handels“.
Im Lehrerkollegium der Höheren Handelsschule und Handelsreal- schule übernahm Herr cand. prob. Ehgartner auch während des Sommersemesters die infolge des Todes von Herrn Direktor Dr. Voigt nicht besetzten Lehrstunden. Herr cand. prob. Dr. Stroczewski wurde der Handelsrealschule vom Kgl. Provinzial-Schul- kollegium in Cassel zur Ablegung seines Probejahres von Ostern 1909 ab überwiesen; er wurde zugleich mit der Verwaltung einer vollen wissenschaftlichen Hilfslehrerstelle betraut. Das Lehrerkollegium, das ihn als Lehrer wie als Kollegen schätzen gelernt hat, wünscht ihm alles Gute für seine weitere Laufbahn.
Herr cand. prob. L. Müller vollendete am 1. Oktober sein Probejahr, wurde aber auch für den Winter der Handelsrealschule zur unentgeltlichen Beschäftigung überwiesen, indessen schon im November für den Rest des Schuljahres mit der Vertretung eines erkrankten Oberlehrers an der Sachsenhäuser Oberrealschule beauftragt. In die vom Schuljahr 1900 ab neu gebildeten zwei Oberlehrerstellen wurden, für das Sommer-— halbjahr provisorisch, vom 1. Oktober ab definitiv, die Oberlehrer Paul Wiessner und Wilhelm Fuchs berufen.
Paul Wiessner, geb. am 11. Dezember 1879 zu Nürnberg, besuchte Herbst 1801 bis Herbst 1900 das Neue Gymnasium zu Nürnberg. Seit Herbst 1000 studierte er zu Erlangen, Greifswald und Leipzig in der Hauptsache Theologie, nebenbei Geschichte und Deutsch. Im August 1004 be- stand er zu Ansbach die theologische Aufnahmeprüfung, wurde bald darauf ordiniert und als Pfarr-— vikar in Oettingen(Schwaben) verwendet. Ostern 1005 trat er ins Lehramt über und versah zu— nächst die Stelle eines Religionslehrers an der Realschule zu Keilhau bei Rudolstadt, Nachdem er seine historischen und germanistischen Studien in Jena zum Abschluss gebracht hatte, unterzog er sich am 17. Mai 1007 der Prüfung pro facultate docendi. Zu Ostern 1507 wurde er an das Real- gymnasium mit Realschule zu Gera(Reuss) als wissenschaftlicher Hilfslehrer berufen und zu Neu- jahr 1908 dortselbst als Oberlehrer angestellt. Ostern 1900 trat er die Stelle eines Oberlehrers an der hiesigen Handelsrealschule an.
Wilhelm Fuchs, geb. am 16. Mai 1880 zu Heppenheim a. W. in Rheinhessen, besuchte bis zu seinem 14. Lebensjahre die Volksschule seines Heimatsortes, dann die Präparandenanstalt zu Wöllstein und das Lehrerseminar zu Alzey. Von Frühjahr 1899 bis Herbst 1903 war er Volksschul- lehrer zu Worms. Dann studierte er in Giessen Mathematik, Physik, Zoologie und Botanik. Nach bestandenem Examen im Sommer 1007 fand er dienstliche Verwendung am Lehrerseminar zu Fried- berg i. H. und(von April 1908 ab) am’ Lehrerseminar zu Bensheim.(Sein Eintritt in den Schul-— dienst der Stadt Frankfurt a. M. erfolgte am 1. April 1900.)
In die Stelle des Elementarlehrers an der Handelsrealschule wurde Herr Georg Lautenschläger von Ostern 1900 ab definitiv berufen.
Georg Lautenschläger, geb. am 19. Okt. 1874 zu Fürfeld in Rheinhessen, besuchte das Gymnasium zu Frankfurt a. M. und das Lehrerseminar zu Schlüchtern. Nach bestandener Ab- gangsprüfung 1804 war er in Fulda, Tann i. Rhön, Habel und Bürgeln bei Marburg tätig. 1897 be- stand er die II. Lehrerprüfung und wurde 1800 als Lehrer nach Frankfurt a. M. berufen. In den Jahren 1904— 06 besuchte er während 4 Semester die Kgl. Akademie der bildenden Künste zu Cassel und bestand 1906 die Prüfung für Zeichenlehrer an höheren Schulen. Ostern 1900 wurde er an der Handelsrealschule angestellt.
Herrn Oberlehrer Dr. Schwarzhaupt wurde der Charakter als Professor und der Rang der Räte IV. Klasse verliehen.
In das Lehrerkollegium der Mädchenhandelsschule traten am 1I. April 1909 als ordentliche Lehrer die Herren August Herrgen und Otto Fratzer ein.
August Hierrgen, geboren am 156. August 1875 zu Dörrmoschel, Königl. Bezirksamt Rockenhausen(Pfalz), erhielt seine Ausbildung zum Lehrerberufe in der Königl. Lehrerbildungsanstalt zu Kaiserslautern. Der ersten Lehrerprüfung unterzog er sich im Juli 1894, der zweiten im Oktober 1898. Er wirkte in Grossniedesheim, Eisenberg, Pirmasens, Nürnberg und Elberfeld.
Otto Fratzer, geb. am 17. Febr. 1874 zu Barskamp, Regbz. Lüneburg, empfing nach seiner Konfirmation private, besonders sprachliche Ausbildung in einem Pfarrhause. Er wurde in Lüneburg und Bederkesa zum Lehrerberuf vorgebildet. Ostern 1807 legte er die erste, Michaelis


