2. Statistisches.
Es wurden Ostern 1900 aufgenommen..... 12 Schüler Im Laufe des Schuljahres traten ein..... 3. Im Laufe des Schulſahres traten aus...... z„
Stand am 1. Februafr IO10.......... 10 Schiiler.
3. Uerzeichnis der Schulbücher.
(Die Bücher sind in den neuesten Auflagen und in neuen Exemplaren anzuschaffen.)
Sprude& Cretin, Correspondance commerciale.
Krüger X Trettin, Englische Handelskorrespondenz.
Dröll, Aufgaben für kaufmännisches Rechnen I und II.
Jakobi, Leitfaden der Handelslehre.
Oberbach-Sauer, Geschäftsgänge für einfache und doppelte Buchführung.
Allgemeine deutsche Wechselordnung.
Voigt-Schneider, Musterbriefe und Aufgaben für deutsche Handelskorrespondenz, Teil I und II.
Brunner, Warenkunde.
b) Dreijähriger Kurs. 1. Hllgemeines.
Der Schulbesuch war ebenso befriedigend wie im Vorjahre; doch war andrer- seits auch gegen dieselben Uebelstände: Verspätungen und ungerechtfertigte Versäumnisse oder Versäumnisse aus geschäftlichen Ursachen zu kämpfen.
Bei Unpünktlichkeit und bei Versäumnissen haben wir uns in der Regel mit dem Elternhause in Verbindung gesetzt, um Abhilfe zu schaffen. Strafanträge wurden auf solche Fälle beschränkt, in denen grobe Pflichtverletzung vorlag.
Was die Versäumnisse aus geschäftlichen Ursachen betrifft, so können wir mit Be— friedigung feststellen, dass diese zurückgegangen sind; bei fortschreitender Festigung der Beziehungen zwischen Schule und Lehrherren und in ihrer gemeinsamen Arbeit zur Aus- bildung der kaufmännischen Jugend dürfen wir für die Zukunft auf ein noch günstigeres Ergebnis hoffen.
Bei dieser Gelegenheit möchten wir die Lehrherren an die Bestimmung des Ortsstatutes erinnern, dass eine Beurlaubung aus geschäftlichen Gründen vorher be- antragt werden muss.
Das Betragen der Schüler war gut; nur in einzelnen Klassen gaben verschiedene Vorkommnisse Anlass zu ernstem Tadel. Mit Rücksicht auf die geschäftliche Tätigkeit der Schüler und die damit verbundene Ermüdung werden Hausaufgaben auf das unumgäng- lich notwendige Mass beschränkt und auf diejenigen Fächer, in denen Fort- schritte ohne Hausfleiss unmöglich sind. Dies gilt ganz besonders von den fremden Sprachen, für die der Erlass des Herrn Ministers für Handel und Gewerbe vom 10. November 1906, J. N. IV, 9470, darum auch Hausaufgaben vorschreibt. Wer
diese nicht leisten will oder kann, der soll— so sehr nützlich auch sonst dem jungen Kaufmann die Kenntnis der fremden Sprachen ist und so dringend wir zur Erlernung wenigstens einer von ihnen raten— von vornherein von ergebnislosen Versuchen, die
schliesslich mit dem Ausschluss der weiteren Teilnahme enden, Abstand nehmen.
Um die Verbindung zwischen Eltern, Lehrherren und Lehrern aufrechtzuerhalten und das Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern freundlicher und wärmer zu gestulten, wurden von der Leitung der Handelsfachschule auch in diesem Schuljahre ausserhalb des


