Jahrgang 
1907
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Handelsschullehrerprüfung bestand er im Juli 1902. Vom Herbst 1902 bis zum Herbst 1904 studierte er an der Universität Pübingen Staatswissenschaften. Im Juli 1904 wurde er auf Grund einer Prüfung und einer Disser- tation:Der pommersche Bauernstand in der letzten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts zum Doktor der Staatswissenschaften promoviert. Vom 1. Juli bis zum 1. Oktober 1904 war er als Vertreter an der Oeffentlichen Handelslehranstalt in Dresden beschäftigt. Am 1. Oktober desselben Jahres wurde er zum Hauptlehrer an der genannten Anstalt ernannt. Am 1. April 1905 wurde er zum Hilfslehrer an der Städtischen Handelslehranstalt in Frankfurt a. M. gewählt und am 1. April 1906 definitiv angestellt.

4. Meta J. Ch. Reichow, den 5. Dezember 1872 zu Lauenburg in Pommern geboren, besuchte die höhere Mädchenschule in ibrer Vaterstadt und das Lehrerinnenseminar in Danzig und legte Februar 1891 die Lehrerin- prüfung ab mit Berechtigung zum Ünterricht an höheren Mädchenschulen. Von Oktober 1891 bis April 1897 übte sie in Gr. Salze bei Magdeburg und in Baden-Baden ihren Beruf aus. Dann ging sie April 1897 behufs weiterer Ausbildung in französischer und englischer Sprache nach Paris und London und nahm bei ihrer Rückkehr Oktober 1900 eine Stellung an einer höheren Mädchenschule in Berlin an. Von Oktober 1902 bis April 1905 studierte sie daselbst an der Königl. Friedrich Wilhelm-Universität und am Viktoria-Lyceum Englisch, Mathematik und Philosophie und bestand im Mai 1905 die Oberlehrerinprüfung. Im Juni desselben Jahres übernahm sie die Vertretung eines Seminarlehrers an den Königl. Bildungsanstalten zu Droyßig bei Zeitz, wo sie bis zu ihrem Wintritt in die hiesige Handelslehranstalt verblieb.

Mit Rücksicht auf die Schwierigkeiten, die der Satz der tabellenförmigen Uebersichten über die Verwendung der Lehrkräfte bereitet, lassen wir sie diesmal beiseite und verweisen auf die Uebersichten über die während des Schuljahres erledigten Lehraufgaben, aus denen die Beschäftigung einer jeden Lehrkraft nach Gegenstand wie Abteilung ersichtlich ist.

Gesundheitsverhältnisse.

Erkrankungen und Beurlaubungen von Lehrern.

Die Gesundheitsverhältnisse in der Schule sind im ganzen befriedigende gewesen, nur in dem letzten Vierteljahre verursachten Erkrankungen an Influenza und Erkältungen eine grössere Zahl von Versäumnissen, besonders in den Mädchenklassen.

Die Gesundheitszustand im Lehrerkollegium war im ganzen wiederum recht günstig; Erkrankungen von längerer Dauer kamen überhaupt nicht vor. Es waren erkrankt die Herren Oberl. Kraus I 2 Tage, Oberl. Koeppen 4 Tage, Oberlehrer Lebkuchen 1 Tag, Oberl. Dr. Nehb 2 Tage, Oberl. Glück 6 Tage, Oberl. Bahrs 3 Tage, Handelsschullehrer Eifler 1 Tag, Handels- schullehrer Keuchel 2 Tage, Handelsschullehrer Brunner 2 Tage, Frl. Oberlehrerin Reichow 1 Tag.

Beurlaubt waren auf die Dauer von 1 bis zu 5 Tagen: der Berichterstatter, ferner

die Herren Oberlehrer Dr. Gräfenberg, Dr. Kraus I, Koeppen, Leitner, Dörr, Schneider, Dr. Redell, und Handelsschullehrer Bechtle, Dr. Dalheimer, Hossenfelder, Brunner.

Von den nebenamtlichen Lehrkräften fehlten teils wegen Erkrankung, teils wegen Beurlaubung die Herren Pfarrer Börsch an 3 Nachmittagen, Dr Hartmann an 2 Nachmittagen, J. Bauer an 2 Vormittagen, Herr Erlenbach an 12 Abenden.

Die Vertretung der erkrankten oder beurlaubten Lehrkräfte wurde seitens des Kollegiums übernommen.

Herrn Oberl. Dr. Kraus II war von dem Schulvorstande ein Urlaub vom 30. Sep- tember bis 26. November und ein Reisestipendium zwecks Studienaufenthalt in Frankreich bewilligt worden; leider mußte er auf die Durchführung der Reise sowohl aus dienstlichen wie persönlichen Gründen verzichten. Ein gleiches Stipendium erhielt Herr Handelsschul- lehrer Oberbach.

Herrn Dr. Dalheimer, der, wie auch die Herren Bechtle und Hossenfelder, an der hiesigen Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften im Frühjahrstermin die Handels- lehrerprüfung abgelegt hat, war während des Sommerhalbjahrs eine teilweise Beurlaubung insofern bewilligt worden, als ihm gestattet wurde, für die Stunden von 9 Uhr vormittags ab einen Vertreter zu stellen. Die Vertretung übernahm mit Zustimmung des Schulvorstandes Herr Heinrich Seiwert.

Herr Petry, der Beamte der Anstalt, der mit 1. Oktober zum Assistenten ernannt worden war, erkrankte im Sommer an einer Entzündung der linken Handwurzelknochen; im Winterhalbjahr verschlimmerte sich die Krankheit so, daß er zur Heilung von Ende