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Französisch. 6 St. Das französische Lese- und Uebungsbuch für Handelsschulen von Bechtel und Glauser diente als Grundlage und Ausgangspunkt; im Anschluss daran Sprech- übungen in Rede und Antwort einerseits, freier Wiedergabe andrerseits. Einübung einer guten Aussprache, und Einprägung und Erweiterung des zuvor Erlernten, besonders der Konjugation. Das grammatische Pensum bildeten die unregelmässigen Verben und die gewöhnlichen Er-
scheinungen der Syntax aller Wortarten.— Alle 1— 2 Wochen eine Klassenarbeit: Diktate, Antworten. Inhaltsangaben, zuweilen grammatische Uebungen und Uebersetzungen aus dem Deutschen. Einige Gedichte wurden gelernt. IIla Gräfenberg, IIIb Kraus II.
Englisch. 5 St. Hl. Fehse, Englisches Lehrbuch nach der direkten Methode für höhere Schulen. Einführung in die Aussprache des Englischen und Behandlung von Lekt. 1—31. Grammatik: Formenlehre unter Berücksichtigung der wichtigeren syntaktischen Regeln. Sprech- übungen wie im Französischen, im Anschluß an das Gelesene und Vorkommnisse des täglichen Lebens. Alle 1—2 Wochen eine Klassenarbeit wie im Französischen. Mehrere Gedichte und Prosastücke wurden gelernt. IIla Gräfenber e. IIIb Kraus II.
Allgemeine und I andelsgeschichte. 2 St. Aelteste Geschichte der Germanen und ihre Beziehungen zu Rom. Politische, Kultur- und Handelsgeschichte der mittelalterlichen Staaten, insbesondere Deutschlands, bis zur Zeit Maximilians einschl.
IIIa und IIIb Schwarzhaupt.
Handels- und Verkehrs seographie. 2 St. Erörterungen der geographi- schen Faktoren, welche die Mannigfaltigkeit des Wirtschaftslebens auf der Erdoberfläche be- stimmen. Verteilung von Land und Wasser, Einwirkung von Licht, Wärme, Niederschlag, Bodenform und Bodenzusammensetzung.— Physische, politische und Wirtschaftsgeographie
Deutschlands; die deutschen Kolonien(kurz). IIIa und IIIb Redell.
Arithmetik. 2 St. Die Grundrechnungsarten mit absoluten und algebraischen Zahlen. Zerlegen in Faktoren. Verhältnisse und Proportionen. Rechnen mit Brüchen. Gleichungen ersten Grades mit einer Unbekannten. IIla Lebkuchen, IIIb Wallhäuser.
Geomotrie. 2 St. won den Parallelen, Winkeln, Dreiecken, Vierecken, vom Kreise; Flächengleichheit und Flächeninhalt geradliniger Figuren; Konstruktionsübungen. IIla Lebkuchen, IIIb Wallhäuser.
Kaufmännisches Rechnen. 4 St. Wiederholung der Grundrechnungsarten zur Einübung des Kurz-, Schnell- und Sicherrechnens nach Beispielen aus dem kaufmännischen Leben mit besonderer Berücksichtigung des fremden Münzwesens. Prozent- und Zinsrechnung. Warenkalkulation. IIla Vahle, IIIb Redell.
Schreiben. 2 St. Wiederholung der deutschen und lateinischen Schrift und der Ziffern. Einübung der Rundschrift. Anfertigung kaufmännischer Formulare. Alle 8 Tage eine Hausübung. IIIa H ossenfelder, IIIb Bechtloe.
Stenographie(System Gabelsberger“). 1 St. Die Wortbildung und Wortkürzung. IIla und IIIb Oppelt.
Turnen.
Die Anstalt besuchten insgesamt im Sommer 1906: 126, im Winter 1906/07: 123 Schüler. Von diesen waren befreit:
Vom Turnunterricht überhaupt. Von einzelnen Uebungen. Auf Grund ärztlichen Zeugnisses: im Sommer 8 im Sommer 1 im Winter 7 im Winter 1 also von der Gesamtzahl der Schüler: im Sommer 6,3% im Sommer 0,8% im Winter 4,8% im Winter 0,8%
*) Für die Erlernung des Systems Stolze-Schrey meldeten sich so wenig Schüler, daß die Einführung unmöglich war.


