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Bei der Frankfurter Allgemeinen Versicherungs A.-G. sind 102 Schüler versichert. Als Prämie sind Mk. 2.— zu zahlen. Die ausgezahlten Entschädigungen sind z. T. nicht unbeträchtlich gewesen und überstiegen in einem Falle die Summe von Mk. 300.—.
L. Schulgeld und Schulgeldbefreiung, Einrichtungen zum Besten minderbemittelter Schüler.
1. Das Schulgeld beträgt jährlich 180 Mark für Einheimische und 225 Mark für Auswärtige. Eine ganze Freistelle wurde 25 Schülern verliehen und eine halbe 4 Schülern.
8 Schüler hatten als 2. Kind 50% Ermäßigung und 8 Schüler Erlaß als 3., 4. oder 5. Kind. 3 Schülern wurde eine Erziehungsbeihilfe gewährt.
2. Hilfsbüchereien. Ermöglichung des Theaterbesuchs für minderbemittelte Schüler.
Aus den von der Stadt für bedürftige Schüler zur Verfügung gestellten Mitteln konnten Schul- bücher der verschiedensten Gebiete angeschafft werden. Sie sind mit dem Stempel des Goethe-Gymnasiums versehen und katalogisiert.
Auch Schenkungen alter Bücher gingen ein. Sie sind mit dem Stempel„Schulbüchersammlung des Goethe-Gymnasiums Frankfurt a. M.“ gekennzeichnet.
Zur Ermöglichung des Theaterbesuchs für minderbemittelte Schüler wurde von der Stadt ein Betrag von Mk. 60.— überwiesen. Die Verwaltung übernahm Herr Studienrat Dr. Pfeffer.
3. Stiftungen.
Aus den Zinsen der Paul Salin-Stiftung wurden für drei Schüler die Kosten des Aufenthalts auf dem Schülerheim während der Pfingstferien bestritten.
Das Kapital der Erwin Beit von Speyer-Stiftung war, obgleich der Stifter es während der Inflation mehrfach auffüllte, naturgemäß schließlich doch der Geldentwertung fast völlig zum Opfer gefallen. Wir danken es den Schwestern unseres einstigen Schülers, Fräulein Hedwig und Ellin Beit von Speyer, daß die Stiftung im nächsten Schuljahre wieder in Wirksamkeit treten kann.
4. Dispositionsfonds des Direktors.
Ich schrieb im letzten Jahresbericht:„Seit etwa 20 Jahren besteht am Goethe-Gymnasium ein Dispositionsfonds des Direktors, der aus freiwilligen Beiträgen von Eltern mehrbemittelter Schüler, insbesondere der Abiturienten, erwachsen war. Auch dieser Fonds ist der Inflation zum Opfer gefallen. Er hatte es dem Direktor ermöglicht, minderbemittelte Schüler bei den verschiedensten Gelegenheiten, besonders bei dem Besuch des Schülerheims zu unterstützen. Der Direktor würde sehr dankbar sein, wenn freundliche Spenden es ihm möglich machten, einen solchen Fonds neu zu begründen.“
Mit dieser Neubegründung ist ein bescheidener Anfang gemacht worden; insbesondere habe ich für folgende Zuwendungen zu danken: Herr Justizrat Dr. Hertz überwies durch Herrn Studienrat Steinmeyer Mk. 50.—, Herr Max Epstein anläßlich der Konfirmation seines Sohnes Kurt Mk. 100.—, Herr S. Kaufmann anläßlich der Reifeprüfung seines Sohnes Heinz Mk. 100.—.
Aus den Mitteln des Fonds konnte einer Anzahl von Schülern der kürzere oder längere Besuch des Schülerheims ermöglicht oder erleichtert werden.
Auch in diesem Jahre stiftete ein freundlicher Spender den Betrag von Mk. 100.— als Stipendium für eine Studienwanderung eines Schülers. Das Stipendium wurde dem Oberprimaner Fritz Zierke verliehen.


