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6) Wahlfreie Arbeitsgemeinschaften. Deutsch(1 St.)
Deutsche Lyrik, besonders Eichendorff. Platen, bestimmte Motive bei verschiedenen Dichtern. Shakespeare, Hamlet; Shaw, Die heilige Johanna.
Philosophie(1 St.)
Psychologie: Entstehung des Weltbildes auf Grund der psychischen Tatsachen; das Fühlen, das Streben:; Exkurs über das Problem der Willensfreiheit. Grundbegriffe der Erkenntnistheorie(Realität. Wahrheit, Gewißheitsgrade.) Einige metaphysische Grundbegriffe.
Griechisch(2 St.) Kischylos, Agamemnon; ausgewählte Gedichte Pindars.
Französisch(2 St.)
A. Daudet, Tartarin de Tarascon; Diderot, Essai sur la Peinture.
Kunstbetrachtung. 01(1 St.), UI(1 St.) O I. Besprechung von Bildern, möglichst in farbigen Wiedergaben, aus Barock, Gotik, neuerer Kunst. U I. Die Kunst des Altertums und Mittelalters.
Ausflüge: Im September war das Ziel Main⸗ zum Zweck der Besichtigung der Jahrtausendaus- stellung alter Kunst“ im dortigen kurfürstlichen Schloß. Besonders wirkungsvoll war es dabei, dafs die Kunst- objekte in dem herrlichen Rahmen des prächtigen Barockbaues aufgestellt waren und so von der Kunst, be- sonders des 18. Jahrhunderts, ein einheitlicher Eindruck vermittelt wurde. Nach dieser Ausstellung wurde noch die Peterskirche(Rokoko) und der Dom besichtigt und als beruhigender Abschluß die im Stil der Hochgotik erbaute Stephanskirche.
Um die in der Arbeitsgemeinschaft besprochene mittelalterliche Baukunst durch Anschauung zu beleben, unternahmen am 26. Februar 1926 die beiden Unterprimen einen Ausflug nach Worms. Dort wurde zunächst die aus dem Ende des 12. Jahrhunderts stammende, baulich sehr merkwürdige Synagoge, die älteste Deutschlands, eingehend besichtigt. Dann ging es auf Kreuz- und Querwegen durch die Altstadt, an mehreren Kirchen und schönen alten Häusern vorbei, zum Dom, der neben denen von Speyer und Mainz eines der Hauptwerke romanischer Kunst in den Rheinlanden ist. Die Sonne eines herrlichen, warmen Vorfrühlingstages erhöhte die Wirkung des gewaltigen, harmonisch gegliederten Bau- werkes. Einer Einladung der Weingroßhandlung J. Langenbach Söhne folgend, hörten sodann die Schüler bei einem Rundgang durch die Räume der genannten Firma einen Vortrag über Gärung, insbesondere das sehr interessante Verfahren der Sektherstellung durch Flaschengärung. Nach der theoretischen Be- lehrung wurde dann noch bei einem kleinen Imbiß die Probe auf das Exempel gemacht. Ein kurzer Gang durch die schönen Anlagen, an dem berühmten Lutherdenkmal vorbei, führte die Reisegesellschaft zum Bahnhof, worauf in jugendfroher Stimmung die Heimreise erfolgte.
Mathematik(2 St.) Grundzüge der Differentialrechnung. Chemie(² St.) Die wichtigsten anorganischen Elemente und Verbindungen mit Schülerübungen.
Besuch der Schwefelsäure-, Salzsäure- und Chromfabrik in Griesheim sowie einer Ziegelei in Rö- delheim.


