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Prof. Dr. Banner„ 2 Französisch in OIla und gab dafür ab 1 Deutsch in Va.* „„ Mann„ 2 Französisch in OIIb, 5 Deutsch in VIa. „„ Wünnenberg„ je 3 Mathematik, 2 Physik in OIlla und OIIb und gab dafür ab 4 Mathe- matik in OIIIb. „„ Bölte„ 8 Griechisch in 0I.
8 Griechisch in OIIb und gab dafür ab 2 Horaz in UI, 3 Deutsch in UIIIa. 2 Horaz in UI, 2 Geschichte in OIIb und gab dafür ab 2 Horaz in O0I, 1 Erd- kunde in UIIIb.
„„ Schmedes „„ Preiser
„„ Kniebe„ 3 Deutsch, 2 Geschichte in OIIa.
„„ Adami„ 7 Latein in 0I. 6 Latein in OIIa. Oberlehrer Lattau. 4 Mathematik in O III, 2 Erdkunde in Vb und gab dafür ab 2 Erdkunde in Va. Zeichenlehrer Thielmann„ je 2 Zeichnen in Va und Vb.
Probekandidat Bonnet„ 2 Vergil in OIIa, 3 Geschichte in OIII, 3 Deutsch in UIIIa, 2 Erdkunde,
1 Geschichte in Va, 2 Erdkunde in VIa.
Dieser Plan ist dann mit geringen Veränderungen bis zum Schluß des Schuljahres in Kraft geblieben. Nach dem Ausscheiden von Herrn Stahl mußte der Schreibunterricht in beiden Quinten und infolge der Erkrankung von Herrn Thielmann der gesamte Zeichenunterricht ausfallen. Nach der schriftlichen Reifeprüfung gingen 2 Stunden Geschichte in UIIIa von Herrn Prof. Dr. Schmedes auf Herrn Prof. Dr. Kniebe über.
Die Mobilmachung fand einen kräftigen Widerhall in den Herzen unserer Oberprimaner. Nachdem am Morgen des 5. August der Ministerialerlaß eingetroffen war, der die Abhaltung von Notreifeprüfungen anordnete, wurde mit den Oberprimanern, die militärtauglich erschienen und die Einwilligung ihrer Eltern beibrachten, noch am Nachmittag die schriftliche Prüfung begonnen. Am 6. abends war diese beendet. Am 7. fand unter dem Vorsitz des stellvertretenden Direktors die mündliche Reifeprüfung statt, der Herr Stadtrat Dr. Ziehen als Vertreter des Kuratoriums beiwohnte. Alle Prüflinge konnten für reif erklärt werden; zwei waren von der mündlichen Prüfung befreit worden. In den folgenden Monaten bestanden noch 3 Oberprimaner die Notreife- prüfung. Weitere Einzelheiten finden sich auf Seite 14 und 15. Außerdem traten Anfang August 2 Unter- primaner als Kriegsfreiwillige ein: Dietrich(UIa) und Scheuing(UI b); ihrem Beispiel folgten später Girgensohn(OIIa) und Avenarius(UII b). Diesen 4 Schülern wurde die Reife für die nächsthöhere Klasse zugesprochen.
In der ersten Kriegswoche drang das militärische Leben bis in unser Schulgebäude hinein, denn in der Turnhalle und im Erdgeschoß des Hauptgebäudes wurden je eine Kompagnie des Res.-Rgts. Nr. 87 eingekleidet. Schule und Militär vertrugen sich ausgezeichnet, und nachmittags versorgten unsere Schüler die Soldaten mit Getränken und Zigarren. Da Kommandos und Amtsstellen Boten und Helfer brauchten, wurde von Herrn Prof. Dr. Wünnenberg ein geordneter Hilfsdienst eingerichtet, an dem sich namentlich die Radfahrer unter unsern Schülern beteiligten. Vom 10. bis zum 25. August halfen Schüler unserer Primen und Sekunden auf dem Süd- bahnhof beim Austeilen von Liebesgaben an die durchfahrenden Truppen; es wurden 3 Abteilungen zu 17 Schülern gebildet, die einmal wöchentlich innerhalb 24 Stunden je zweimal 4 Stunden Dienst taten. In ähnlicher Weise betätigten sich Schüler unserer Anstalt vom 15. August bis Weihnachten bei dem Empfang von Verwundeten- transporten, die auf dem Güterbahnhof(Süd) eintrafen. Es verdient bemerkt zu werden, daß sie diesen Dienst von Samstag abend bis Sonntag abend leisteten. Auch an der Führung der aus Frankreich vertriebenen Deutschen, die zwischen dem 12. November und Weihnachten eintrafen und in der Stadt übernachteten, beteiligten sich 50 Schüler unserer Oberklassen. Hier mag auch erwähnt werden, daß etwa 30 Primaner und Sekundaner sich zu den Übungen der Jungmannschaften gemeldet haben, die von dem Ortsausschuß für Jugendpflege ver- anstaltet werden. An ihrer Leitung beteiligte sich Herr Professor Dr. Kniebe.
Um für die Angehörigen unserer Krieger zu sorgen, wurden die Eltern unserer Schüler gebeten, Mittag- essen an Bedürftige abzugeben; auf diese Weise konnten wöchentlich an 400 Personen gespeist werden. Einem Kinderhort wurden täglich etwa 100 Brödchen geliefert. Suppenanstalten erhielten Geld und Lebensmittel. Der Kriegsfürsorge konnten beträchtliche Summen überwiesen werden, die durch Sammlungen unter den Schülern zusammengekommen waren.
Auch für all die andern Aufgaben, vor die die Not der Zeit unser Volk stellte, haben unsere Schüler immer wieder ihr Scherflein beigesteuert, mochte es sich um die Bedrängnis unserer Landsleute in Ostpreußen


