Jahrgang 
1908
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Der Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers wurde am 27. Januar in derselben Weise wie im vorigen Jahre gefeiert; den Plan hatte diesmal Herr Oberlehrer Dr. Preiser entworfen, der auch das Hoch auf Seine Majestät den Kaiser ausbrachte. Ich lasse das Programm hierunter folgen:

1. Jubelouvertüre von Weber. 2. Musikstück:Ich weiß nicht, was soll es bedeuten.

3. Gedichtvorträge: a)Der Rhein(Bruchstück) Geibel. Breidenbach UIb. b)Am RKheinfall. Mörike. Seeger U Ia. c)Stilleben(aus denRheinbildern). Keller. Jaffé UIIb. 4. Gesang:Bekränzt mit Laub den lieben vollen Becher. 5. Gedichtvortrag:Rheinweinliede. Herwegh. Schmidt-Fellner UIIa. 6. Musikstück:Wie glüht er im Glase(Preislied). 7. Gedichtvorträge:

a)Ich fuhr von St. Goar. Geibel. Egenolf OIb.

b)Der Mond ist aufgestiegen. Geibel. Meyer IVWa. 8. Musikstück:Grüßt mir das blonde Kind am Rhein. 9. Gesang:Am Rhein, am grünen Rheint. 10. Rede des Unterprimaners Karl Rosenstein:Der Rhein, Deutschlands liebster Strom. 11. Gesang:Sie sollen ihn nicht haben. den freien deutschen Rhein.

12. Gedichtvorträge: a)Am UIfer des Rheins. Platen. Levi OTa. b)Zum Rhein, übern Rhein-. Arndt. Siebert O Ta.

c)Es kommt der Lenze. Geibel. Reinert OIIa.

13. Gesang:Nun ist er erst geworden der freie deutsche Rhein.

14. Kaiserhoch.

15. Allgemeiner Gesang:Heil Dir im Siegerkranz.

Am 18. August beteiligten sich sechs Schüler der Anstalt, Walther Dieckmann Ola, Hans Stulz OIa, Pritz Rosenberg OIb, Theodor Demmer L'Ta. Alfred Bode LIIb. Hans Stipp IVa, an dem vom Ersten Frankfurter Schwimmklub im Schleusenkanal bei Niederrad veranstalteten Stafettenschwimmen. Die Anstalt trug den dritten Preis davon.

Die Turnfahrt der oberen Klassen, die Herr Prof. Wünnenberg vorbereitet hatte und an der auber ihm und dem Direktor die Herren Kollegen Kniebe. Schmedes, Thielmann und Wirtz teilnahmen, fand am 3. und 4. September statt und verlief aufs erfreulichste. Einer der Teilnehmer berichtet darüber:Um 6 Uhr morgens fuhren wir vom Ostbahnhof nach König im Odenwald. Von hier begaben wir uns zu Fuß nach dem ruhig und malerisch gelegenen Hainhaus, um nach kurzer Rast unseren Weg nach Eulbach fortzusetzen. Hier besuchte ein Teil von uns den dortigen Park und die Ruinen des Römerkastells, während die andern aus- ruhten und sich gütlich taten. Leider konnte infolge eines starken Regens unser Plan, nach Stadt Erbach zu gehen, nicht verwirklicht werden, und so mußten wir uns damit begnügen, über Dorf Erbach hier besichtigten wir den unterirdischen Lauf des Erdbachs nach Michelstadt zu marschieren. Herr Apotheker Lombard hatte in liebenswürdiger Weise Nachtquartier für uns besorgt. Nach einem kräftigen Abendessen hielt uns ein fröhlicher, durch dramatische Darbietungen verschönter Kommers in munterer Stimmung bis zur Mitternacht beisammen.

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