1906. 12. Februar. Mitteilung eines Min.-Erl. vom 9. Februar: Aus Anlaß der silbernen Hochzeit Ihrer Majestäten des Kaisers und der Kaiserin hat am 27. Februar d. Js. an allen Unterrichts-Anstalten unter Ausfall des Unterrichts eine entsprechende Schulfeier stattzufinden.
1906. 14. Februar. Mitteilung eines Min.-Erl. vom 5. Februar: Das von den Geh. Archivräten Dr. Großmann und Dr. Berner, dem Archivrat Dr. Schuster und dem Archivdirektor Dr. Zingeler herausgegebene Werk „Genealogie des Gesamthauses Hohenzollern“ wird zur Anschaffung empfohlen.
1906. 20. Februar. Die Übertragung des jüdischen Religionsunterrichts in den Klassen von U III abwärts an Herrn Rabbiner Levy wird genehmigt.
b) Verfügungen des Kuratoriums.
1905. 10. April. Das städtische Völkermuseum steht täglich mit Ausnahme der öffentlichen Besuchsstunden für den unentgeltlichen Besuch von Schülern und Schülerinnen, welche von Lehrern oder Lehrerinnen be- gleitet sind, offen.
1905. 26. April. Der am 9. Mai Vormittags 12 Uhr am Schillerdenkmal stattfindenden Gedächtnisfeier kann eine Abordnung von Lehrern und Schülern des Goethe-Gymnasiums beiwohnen.
1905. 30. August. Die schon erwähnte Teilung des jüdischen Religionsunterrichts wird genehmigt.
1905. 31. Oktober. Der Oberlehrer am Realgymnasium in Dortmund, Herr Alfred Lattau, ist zum Oberlehrer am Goethe-Gymnasium vom 1. April 1906 ab gewählt und vom Königlichen Provinzial-Schulkollegium bestätigt worden.
1905. 12. Dezember. Der Oberlehrer am Großherzoglich hessischen Gymnasium in Laubach, Herr Dr. Friedrich Adami, ist vom 1. April 1906 ab zum Oberlehrer am Goethe-Gymnasium gewählt und vom Königlichen Provinzial-Schulkollegium bestätigt worden.
1906. 4. Januar. Der Aushilfs-Oberlehrer Herr Dr. Georg Pfeffer ist zum Oberlehrer am Goethe-Gymnasium vom 1. April 1906 ab ernannt und als solcher vom Königlichen Provinzial-Schulkollegium bestätigt worden.
1906. 7. Februar. Herr Oberkonsistorialrat Pfarrer D. Ehlers wird der Reifeprüfung des Goethe-Gymnasiums als Kommissar des Kuratoriums anwohnen.
1906. 17. Februar. Die Ubertragung des jüdischen Religionsunterrichts in den Klassen von U III abwärts an Herrn Rabbiner Levy wird genehmigt.
III. Chronik.
lI. Lehrer und Schüler.
Herr Geheimrat Reinhardt hatte im vorigen Schuljahre beim Scheiden versprochen, der Anstalt zur Erinnerung sein Bild zu schenken; wir danken die schönste Erfüllung dieses Versprechens der Künstlerhand seiner ältesten Tochter, jetzigen Gattin des Herrn Professor Dr. Jensen in Breslau. Erst dieses Bild spiegelte wirklich die in unser aller Erinnerung lebende Persönlichkeit wieder, während die zunächst von uns erbetene Photographie nach unserem Gefühl einen fremden Zug behielt. Unter dem Bilde stehen die Goetheschen Lebens-
worte: Und so lang du das nicht hast,
Dieses: Stirb und Werde, Bist du nur ein trüber Gast Auf der dunklen Erde.
Unser Konferenzzimmer schmückt jetzt ein großes Bild unseres verstorbenen Kollegen, Prof. Dr. Josef Wulff, ein Geschenk der letzten Klasse, die er als Ordinarius geführt hatte, der Ostern 1905 abgegangenen Oberprima a.


