Jahrgang 
1903
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18 Wiederholungsstücke) durchgenommen. Gedichte und Prosastücke memoriert. Sprech- übungen im Anschluß an den Lesestoff. Wöchentlich eine schriftliche Klassenarbeit: Diktate, grammatische Übungen, kleine Erzählungen, Beantwortung französisch gestellter Fragen; etwa alle 8 Tage eine Hausarbeit. 6 St. Banner.

Erdkunde: Physische und politische Geographie von Deutschland und den angrenzenden Ländern, im Anschluß daran Einführung in das Verständnis, Ubung im Lesen der Karten. Behandlung einiger wichtiger Lehren der wissenschaftlichen Erdkunde. 2 St. Weismantel.

Rechnen: a) Rechnen: Die Grundrechnungsarten mit gemeinen Brüchen, einfache und zu- sammengesetzte Regeldetri mit direkten und indirekten Verhältnissen. Prozentrechnung. Wiederholung der 4 Grundrechnungsarten mit gemeinen und Dezimalbrüchen. b) Planimetrie: Lehre von den Geraden und Winkeln, geometrisches Zeichnen. Zu- sammen 5 St. Schmidt.

Naturbeschreibung: Im Sommer: Beschreibung von Vertretern scharf gekennzeichneter Pflanzenfamilien. Besprechung einzelner physiologischer und biologischer Eigentümlich- keiten derselben, sowie ihrer Beziehungen zu Menschen und Tieren. Bei einzelnen Hinweis auf die Geschichte ihrer Ausbreitung. Gleichzeitig Übung im Zeichnen einfacher und wichtiger Pflanzenteile. Im Winter: Ergänzung aus dem Reiche der Säugetiere und Überblik über seine hauptsächlichen Ordnungen. Betrachtung der Vögel mit besonderer Berücksichtigung ihres Baues, ihres Lebens und ihrer Erkennungsmerkmale in der Natur und ihrer Beziehungen zum Menschen. Einzelne typische Vertreter der Reptilien. Grund- züge des Knochenbaues beim Menschen. 2 St. Weismantel.

Zeichnen: Darstellung ebener Gebilde(gerade- und krummlinig begrenzte Flächenformen aus der Umgebung des Schülers); Anwendung der Grundfarben. 2 St. Thielmann.

Schreiben: Deutsche, lateinische und griechische Schrift. 2 St. Schmidt.

Sexta. Klassenlehrer: Oberlehrer Dr. Mann.

Religionslehre: a) Evangelische: Bibl. Geschichten des alten Testaments nach dem Lesebuch von Schäfer. Durchnahme und Erlernung der 10 Gebote mit Luthers Auslegung; einfache Worterklärung des 2. und 3. Hauptstücks; Einprägung von 4 Kirchenliedern und einigen Katechismussprüchen. 3 St. Schmidt. b) Katholische: In 2 St. komb. mit V., außerdem 1 St. Unterricht über die hl. Beichte und das hl. Meßopfer. Einige Kirchenlieder. Gebete. Das Kirchenjahr. Zus. 3 St. Raab. c) Jüdische: Kombiniert mit V.

Deutsch: Hopf- und Paulsiek für Sexta, Prosastücke gelesen, erklärt und von den Schülern frei wiedererzählt. Erzählungen aus der vaterländischen Sage und Geschichte. Memorieren von Gedichten nach dem hierfür festgesetzten Kanon. Die Teile sowie die Arten des einfachen Satzes nach den für Sexta bestimmten Paragraphen der deutschen Satzlehre von Prigge, das Wichtigste über die Nebensätze; die Unterscheidung der starken und schwachen Flexion. Wöchentlich eine schriftliche Klassenarbeit, im Winter auch Haus- arbeiten zur Einübung der Satzlehre; orthographische und grammatische Übungen. 5 St. Mann.