26
nach Anderungen im einzelnen laut, die sich besonders auf das Realgymnasium bezogen. An der Zweckmäßigkeit der neuen Schulform im, ganzen aber wurde von keinem der beteiligten Schulleiter irgend ein Zweifel aus- gesprochen, vielmehr waren alle einmütig in der Bestätigung der bedeutenden Vorzüge dieser Organisation der höheren Schulen.
Für das Gymnasium haben wir bereits einen Versuch ausgeführt, der einen mehrfach gerügten Mangel unseres Geschichtsunterrichts beseitigen wird. Wir können nach unserem Plan der alten Geschichte in Obersekunda nur zwei Stunden wöchentlich widmen, während dem Gymnasium nach dem allgemeinen Lehrplan hier drei Stunden zur Verfügung stehen. Allerdings verwenden wir in der Quarta drei Stunden wöchentlich auf die alte Geschichte, gegen zwei Stunden des allgemeinen Lehrplanes; aber dadurch wird das Fehlen der dritten Stunde in Obersekunda doch nicht ausgeglichen. Die Heilung des Schadens ist dadurch gegeben, daß wir in der Obertertia vier Stunden für Geschichte und Erdkunde gegen drei Stunden des allgemeinen Lehrplanes zur Verfügung haben. So ist uns die Möglichkeit geboten, im zweiten Halbjahr dieser Klasse einen syste- matischen Repetitionskursus der alten Geschichte einzulegen, dem wöchentlich eine, gegen Schluß des Semesters auch zwei Stunden gewidmet werden können. Dieser Kursus unterbricht in glücklicher Weise die allzulange Pause zwischen dem Unterricht der alten Geschichte in der Quarta und in der Obersekunda, in dem er ungefähr in der Mitte der dreijährigen Unterbrechung die früher erworbenen Kenntnisse auffrischt und befestigt. Die Einrichtung, die mit Zustimmung des Ministeriums und des Provinzial-Schulkollegiums bereits in diesem Winter in Wirk- samkeit getreten ist, hat sich aufs Beste bewührt.


