10 Abt. B.: Ubersicht über die Entwicklung der mittelhochdeutschen Litteratur. Lektüre des Nibelungenliedes in der Auswahl des Lehrbuches für II“(Hopf und Pauls.). Sprachgeschichtliche Mitteilungen. Goethes Egmont, Schillers Wallenstein. Auswendig- lernen einzelner Stellen. Freie Vorträge. 3 St. Im Sommer: Schwemer, im Winter
Bruhn.
Aufsätze. Abt. A.: 1. Wie führt Hebbel in seinem Nibelungen-Vorspiel den Helden Siegfried ein? 2. Das Schicksal der Vertriebenen und der Anteil der Städter nach dem I. Gesange von Hermann und Dorothea (Klassenaufsatz). 3. Themen aus Freytags Ahnen und Scheffels Ekkehard. 4. Hagen im Waltharilied. 5. Die Episoden in Scheffels„Trompeter von Säkkingen“ und ihre Verknüpfung mit der Handlung des Gedichtes. 6. Unser neuer Wandschmuck(Klassenaufsatz). 7. Hiob und der arme Heinrich. 8. Brackenburg.
Abt. B: 1. Rede eines gallischen Häuptlings nach Caes. bell. Gall. VII 1 ff. 2. Wie rechtfertigt Schiller in seinem„Wilhelm Tell“ die Selbsthilfe des Volkes? 3. Ans Vaterland, ans teure schließ' dich an, das halte fest mit deinem ganzen Herzen!(Chrie.) 4. Das Schicksal Rüdigers von Bechlaren als Beispiel eines tragischen Konflikts(zweistündige Klassenarbeit). 5. Die xenophonteische Charakteristik Klearchs geprüft an den sonstigen Nachrichten über Klearchs Leben. 6. Erhebt Ferdinand mit Recht gegen Egmont den Vorwurf, daß er sich selber getötet habe?(Klassenaufsatz). 7. Wie stehen die Pappenheimer zu ihrem Kaiser, ihrem Feldherrn, ihrem Oberst? 8. Welchen Einblick gewährt uns Homer in Nausikaas Herzensleben?(Klassenaufsatz.)
Lateinisch: Abt. A.: Lektüre: Livius Buch XXI und XXII. Cicero pro Milone. Vergil, Aeneis Buch I und II nach der Auswahl von Lange. Grammatik: Wiederholung der Formenlehre und der Satzlehre. Schriftliche und mündliche Übersetzungen nach War- schauers Ubungsbuch. Wöchentlich eine Klassenarbeit, daneben alle 14 Tage eine häus- liche Arbeit. 8 St. Römer.— Abt. B.: Liv XxXI und XXII. Cicero, de imperio Pompei und pro Ligario, sonst wie Abt. A. 8 St. Prigge.
Griechisch: Abt. A.: Lektüre: Xenophon, Anabasis I, 3— 8, II— IV. Hellenika II— IV (nach der Auswahl von Bünger). Gelegentlich schriftliche Übersetzungen in der Klasse aus den Hellenika., Homer, Odyssee I 1— 79. V 28— 493. VI. VII 1—55; 75— 183; 228— 230; 335— 347. VIII 1— 21; 24— 86; 532— 586. IX. Geeignete Stellen wurden memoriert. Homerische Vers- und Formenlehre nach Römers Abriß. Grammatik: Wieder- holung der Formenlehre und die wichtigsten Regeln der Satzlehre(eingehender§ 76—134) nach der Grammatik von Reinhardt-Römer. Mündliche und schriftliche Übersetzungen aus dem Deutschen in das Griechische. Wöchentlich eine Klassenarbeit, daneben alle 14 Tage eine Hausarbeit. 8 St. Wirth.
Abt. B.: Lektüre: Xenophon, Anabasis, Buch I 1, 2 1— 21, 3, 4 6— 19, 5, 6, 7 1— 13, 8—10. II 1 2—23, 2 1.—5, 7—12, 18— 21, 3, 5, 6. III 1 2— 25, 32— 47, 2 7— 39, 4 24.49, 5 7 18. IV 1 2— 28, 2 1- 9. 3 8.-23, 4 7—13, 5, 6, 7 19—27, 8 1—7, 22— 28. V 5— 8. Gelegentlich schriftliche Übersetzungen(Scholastica) aus dem Prosaiker. Homer, Odyssee I 1— 79. V 19— 493. VI. VII 1— 55, 75— 183, 228— 230, 335— 347. VIII 1— 86, 93— 265, 370— 586. IX 1—38. XIII 1— 310, 344— 410, 429— 438. Geeig- nete Stellen wurden memoriert.— Grammatik wie Abt. A. Wöchentlich eine schriftliche Arbeit. Im Sommer: Liermann, im Winter: Bruhn.
Französisch: Abt. A. Lektüre: Scribe et Legouvé, Les Doigts de Fée. Lanfrey, Campagne de 1806. Racine, Phedre.— Sprechübungen im Anschluß an die Lektüre.— Behandlung des französischen Verses.— Schriftliche Arbeiten durchschnittlich alle 3 Wochen.— Abt. B. Lektüre: Bonaparte en Egypte beendigt. Moliere, le Malade imaginaire. Ausgew. Erzählungen von Daudet. Racine, Britannicus. Sprechübungen im Anschluß an die


