8 träge. Die Chöre aus der Braut von Messina wurden auswendig gelernt.(Im Sommer: Bölte; im Winter: Wulff.) Abt. B. Klopstocks Oden; Lessing: der junge Gelehrte, Philotas, Minna von Barnhelm, ausgewählte Stücke der Litterat.-Briefe, des Laokoon und der Hamburgischen Dramaturgie, Emilia Galotti, Nathan; die Jugenddramen Schillers, Don Carlos, Briefe über Don Carlos(privatim), ausgewählte Stücke aus d. Abfall der Nieder- lande, d. Abhandlung über naive und sentiment. Dichtung, die Gedichte: An die Freude, Götter Griechenlands(auswendig gel.), Künstler.— Priv.-Lekt.: Coriolan, Hebbels
Nibelungen.— Vorträge. 3 St. Schwemer.
Aufsätze: Abt. A: 1. Welche Wirkung erzielt der Dichter der Odyssee dadurch, daß er den Helden seine Abenteuer selbst erzählen läßt? 2.(Klassenaufsatz). Worauf beruht die unvergängliche Wirkung von Lessings Minna von Barnhelm? 3. Wie unterscheiden sich nach Lessings Laokoon die bildende Kunst und die Poesie in der Darstellung des Schmerzes? 4. Die Gastfreundschaft bei Homer. 5. Nach welchen Gesichtspunkten hat Lessing in Emilia Galotti die Virginiafabel idealisiert? 6. Welche Gründe mögen Tiberius veranlaßt haben, den Germanicus aus Deutschland abzuberufen? 7. Welche Bedeutung mißt Lessing in der Hamb. Dramaturgie den Dramen Shakespeares bei?— Abt. B: 1. In wiefern trug Virgil mit seiner Aeneis dazu bei, die Absichten des Augustus zu fördern? 2. Welche Beiträge zur Kenntnis des römischen Soldatenwesens entnehmen wir dem 1. Buche der Annalen des Tacitus? 3. Welche Wege schlägt Lessing ein, um zu dem Gesetze zu gelangen, das er dem Dichter in Bezug auf Schilderung körperlicher Dinge erteilt?(Klass.-Arb.) 4. a) Das Verfahren des Hochmeisters in Schillers Kampf mit,
dem Drachen. b) Die Goethischen und Schillerschen Balladen. 5. Charakteristik Coriolans. 6. Welche Wandlungen in den politischen Anschauungen zeigt Schillers Don Carlos im Vergleich zu seinen drei ersten Jugenddramen. 7. Horaz als Musarum sacerdos mit besonderer Berücksichtigung der ersten Oden des III. Buches. 8. Noch unbestimmt.
Lateinisch: Gelesen wurde: Tacitus Annalen I(ganz), II(mit Auswahl); Cicero, Laelius. Horaz' Oden I. II. III. IV.; außerdem: in Abt. A.: Epoden(Auswahl); in Abt. B.: Sa- tiren I, 1 u. 4. 6 St. Wulff(Müller); Hahn. Grammatik: Repetitionen und Ergänzungen zur Satzlehre. Übersetzungsübungen. Klassenarbeiten meist jede Woche; alle 2—3 Wochen an ihrer Stelle eine Hausarbeit. 2 St. Wulff(Müller).
Griechisch: Abt. A.: 1. Lektüre: Xenophon, Hellenica, ausgew. Abschnitte aus III, V, VI, VII; Lysias, or. 24; Plato: Apologie; Kriton; Phaedo(c. 1—13 u. 64— 67); Protagoras(mit Ausscheidung des Simonideischen Gedichtes); Thukydides, B. VI(mit Auswahl). Schrift- liche Übersetzungen(Scholastica) aus den Prosaikern.— Homer, Odyssee: XVII, XVIII, XXI, XXII u. XXIII, Ilias: I, II, XI, XII, XV, 593 bis Schluss. Sophokles, Oedipus rex. Geeignete Stellen wurden memoriert.— 2. Grammatik: Wiederholungen aus der Formenlehre. Die Satzlehre von Reinhardt wurde vollständig durchgenommen. Wöchentlich häusliche schriftliche Ubersetzungen aus dem Deutschen in das Griechische. — 3. Klassenarbeiten: meist wöchentlich, abwechselnd Übersetzungen aus dem Grie- chischen in das Deutsche und umgekehrt. 8 St. Liermann.— Abt. B.: Plato: Apologie, Krito, Eutyphro, Phaedo c. 1—3 u. 64— 67. Lysias or. 7, 22, 23, 24; Thuk. B. II, 1— 35. Homer, Odyssee XVII, XVIII, XXI, XXII, XXIII. Ilias I, II, XI, XII. Sophokles' Antigone. Gramm.: Wiederholungen aus der Formenlehre und Satzlehre mit Ergänzungen. Klassenarbeiten meist jede Woche, alle 3— 4 Wochen an ihrer Stelle eine Hausarbeit. 8 St. Wulff(Müller), Hahn.
Französisch: Abt. A.: Lektüre: D'Hérisson, Journal d'un officier d'ordonnance. Molièére, Les Femmes savantes. Béranger, Chansons. Musset, Il faut qu'une porte soit ouverte


