Jahrgang 
1898
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Für die Oberprima ist die Herabsetzung der wöchentlichen Stundenzahl von 31 auf 30 dadurch erreicht worden, daß die Gesamtzahl der den beiden alten Sprachen gewidmeten Zeit von 16 auf 15 wöchentlich gemindert wird. Die Verteilung wird so sein, daß auf das erste Halbjahr(Sommer) 8 St. Griechisch und 7 St. Lateinisch, auf das zweite(Winter) 7 St. Griechisch und 8 St. Lateinisch fallen. Auch so bleibt den alten Sprachen immer noch die Hälfte aller wissenschaftlichen obligatorischen Lehrstunden.

Im allgemeinen ist in dem Frankfurter Lehrplan der Grundsatz durchgeführt, daß eine neue Sprache jedesmal erst dann in den Kreis der Unterrichtsfächer eintritt, wenn seit dem Beginn der vorhergehenden Fremd- sprache mindestens zwei Jahre verflossen sind. Es schien richtig, diesen Grundsatz auch für die beiden fakul- tativen Fächer, Englisch und Hebräisch, zur Anwendung zu bringen, mit diesen Sprachen also nicht in Ober- sekunda, sondern erst in Unterprima zu beginnen, dafür aber ihnen je 3 Stunden wöchentlich zu widmen. Auch diese Anderung des ursprünglichen Planes ist, zunächst versuchsweise, genehmigt worden.

Demnach gestaltet sich der Lehrplan des Gymnasiums nunmehr folgendermaßen:

ſ Unter- Zusam- Allgem] schied v v IV III. II he e he ee. Lehr. gegen en: plan den alls. 4. Religion 3 2 2 2 2 2 2 2 2 19 19 Deutsch und Geschichts- a 7 ſ 2hnxi achii- 8 4 4 3 3 3 3 3 3 3l 26 5 Iatem. 0 s 3 3 W. 3 51½ 65 13 ½ eriechsn H ZRN3 33 18.5 31 ¼ 36 4 Französisch.. 6 6 6 2 2 2 2 2 2 30 is* 11 Geschichte u. Eräkunde 2 2 5 3 3 2 2 2 3 24 26 2 Rechnen u. Mathematik. 5 5 5 V 4 4 V 2 3 3 3 3 34 1 Naturbeschreibung... 2 V 2 2 2 V 8 8 Physilkt. 2 2 2 2 21o 10 Schreiben. 2 2- 4 4 zeicuen 2[2 2 2 ſ=[ 3 3 1 1 1 1 Zusammen..] 25 25 26 28 28 30 30 30 30 252 255 3

Turnen: 3 St. VI-I; Singen: 2 St. für die Schüler der VI und V. 1 ½ St. Chorgesang für die stimmbegabten Schüler der IV, IIIz und I. Freiwilliger Unterricht im Englischen oder Hebräischen: 3 St. Iz u. Ii. Freiwilliger Unterricht im Zeichnen: 2 St. II u. I.

Für den II. Kursus des französischen Lesebuches wurde im Laufe des Schuljahres eine 2. Auflage nötig. Herr Oberlehrer Dr. Banner hat bei ihrer Bearbeitung die Erfahrungen benutzt, die im Unterrichte nicht nur unserer Anstalt, sondern ebenso der Musterschule, Wöhlerschule und Klingerschule hier in Frankfurt und der Leibniz-Schule in Hannover gemacht worden sind. Den Wünschen, die von den Fachlehrern und Direktoren jener Anstalten für die neue Auflage geäußert waren, hat er in eingehendster Weise Rechnung getragen. Dieser II. Kursus ist jetzt so eingerichtet, daß er für Quinta und Quarta völlig ausreicht. Es bleibt vorbehalten, den III. Kursus so umzuarbeiten, daß er als ein Lesebuch mit prosaischen und poetischen Musterstücken für die mittleren und oberen Klassen dienen kann.