Jahrgang 
1898
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9 Physik: Im Sommer(2. Kursushälfte): Optik. Einiges aus der Astronomie. Wiederholungen aus dem ganzen Gebiete. 2 St. Zint. Im Winter(1. Kursushälfte): Optik. 2 St. Bopp.

Michaelis-Unterprima. Klassenlehrer: Professor Dr. Roemer.

Religionslehre: a) Evangelische: Im Sommer(2. Kursushälfte): Alte Kirchengeschichte. Lektüre und Erklärung ausgewählter Stücke aus den paulinischen Briefen. Im Winter (1. Kursushälfte): Das apostolische Zeitalter. Das Judenchristentum. Pauli Auffassung von Person und Werk Christi. Im Anschluß hieran Lektüre entsprechender Abschnitte aus den epistolischen Schriften des n. T. Alte Kirchengeschichte. 2 St. Hauschild. b) Katholische: mit Ii.

Deutsch: Im Sommer(2. Kursushälfte): Lessings Leben und Schriften. Laokoon. Die deutsche Litteratur von Klopstock bis auf Schiller und Goethe. Freie Vorträge. Auf- satzlehre, Dispositionsübungen. 3 St. Ziehen. Im Winter(1. Kursushälfte): Die deutsche Litteratur von Klopstock bis Lessing. Ausgewählte Oden und Stücke des Messias von

b Klopstock. Lessing: Minna von Barnhelm. Laokoon. Privatlektüre: Dramen von Shakes-

b peare. Übungen im freien Vortrag. Dispositionsübungen. 3 St. Schwemer.

Aufsätze: Im Sommer: 1. Wer mit dem Leben spielt, kommt nie zurecht, Wer sich nicht selbst befiehlt,

bleibt immer Knecht. 2. Schillers Macbethbearbeitung. 3. In welcher Weise wird Kleons Verfahren von den anderen Personen der sophokleischen Antigone beurteilt? 4. Welches Bild von Altfrankfurt gewinnen wir aus Goethes Schilderung in Wahrheit und Dichtung? Im Winter: 1. Konnte durch die Ermordung Cäsars die Republik wieder aufgerichtet werden? 2. Willst du, daß wir mit hinein in das Haus dich bauen, laß es dir gefallen, Stein, daß wir dich behauen(Rückert). 3.(Klassenaufsatz): a) Charakteristik Richards II; b) die 3. Scene im 3. Akte vor Shakespeares Richards II. 4 a) Die Bedeutung des 17. Litteraturbriefes von Lessing. b) Charakteristik Heinrich Percys. c) Die vier Temperamente. 5. a) Die Riccautscene in Lessings Minna von Barnhelm. b) Der Major von Tellheim.

Lateinisch: Im Sommer(2. Kursushälfte): Cic. Briefe(Ausg. v. Aly) mit Auswahl; als Privatlektüre Caes. bell. civ. III mit Auswahl; Horaz Oden carm. saec. u. Buch IV; Sat. I. 1, 5, 6. Im Winter(1. Kursushälfte): Tacit. Hist. I(Einleitung), IV und V mit Auswahl(Bataveraufstand) und als Privatlektüre Liv. XXII mit Auswahl. Hor. Od. I. 31, 35, 37; II und III mit Auswahl. Übungen im unvorbereiteten Übersetzen, Auswendig- lernen einzelner Stellen aus Horaz, Ableitung notwendiger stilistischer Regeln und syno- nymischer Begriffe, soweit die Lektüre dazu Veranlassung bot. 5 St. Alle 14 Tage eine Übersetzung ins Lateinische im Anschluß an die Lektüre abwechselnd als Klassen- und Hausarbeit, daneben alle 6 Wochen eine Übersetzung ins Deutsche als Klassenarbeit. Grammatische und stilistische Wiederholungen. 2 St. Roemer.(Bosing).

Griechisch: Im Sommer(2. Kursushälfte): Thucyd. VII 1 70. Im Winter(1. Kursus-

hälfte): Platons Apologie und Kriton. Schriftliche Übersetzungen aus dem Griechischen.

. Gelegentliche Wiederholungen aus der Grammatik. Im Sommer 4 St., im Winter 3 St. Roemer. Im Sommer: Soph., Antig. 2 St. Im Winter: Homer Ilias I, II(1 483), (III, IV 1 250 Privatlektüre). Soph., Antig. etwa bis v. 1000. Auswendiglernen geeig- neter Dichterstellen. 3 St. Gillhausen.

Französisch: Im Sommer(2. Kursushälfte): Schriftliche Ubungen in Form von freien Wiedergaben, Übersetzungen aus dem Französischen und Diktaten. Lektüre: Séegur,

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