Jahrgang 
1896
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einfarbigen Lichtes tritt senkrecht zur Längskante unter einem Winkel von 46° 30˙ 17 ein und erleidet an der zweiten Fläche totale Reflexion. Der Brechungsquotient e ist gleich ½. Es soll der Gang des Lichtstrahls an einem rechtwinckligen Dreieck, dessen Kathete= 10 em ist, gezeichnet und der Winkel, unter welchem der Strahl aus dem Prisma austritt, berechnet werden. 4. Einer Kugel, deren Radius= r gegeben ist, ist ein regelmäßiges Tetraeder und Oktaeder einbeschrieben. Wie verhalten sich die Volumen beider Polyeder? Zint.

Physik: Im Sommer(2. Kursushälfte): Optik. Einiges aus der Astronomie. Wieder- holungen aus dem ganzen Gebiete. 2 St. Zint. Im Winter(1. Kursushälfte):

Optik. 2 St. Bopp.

Michaelis-Unterprima. Klassenlehrer: Professor Römer.

Religionslehre: a) Evangelische: Im Sommer(2. Kursushälfte): Geschichte der Kirche bis zur Reformation. Lektüre und Erklärung ausgewählter Stücke aus dem Johannesevangelium. Im Winter(I. Kursushälfte): Das apostolische Zeitalter. Das Judenchristentum. Pauli Auffassung von Person und Werk Christi. Im Anschluſs hieran Lektüre entsprechender Abschnitte aus den epistolischen Schriften des n. T. Alte und mittlere Kirchengeschichte. 2 St. Hauschild. 5) Katholische: mit Oli-

Deutsch: Im Sommer(2. Kursushälfte): Lessings Leben und Schriften. Laokoon. Minna von Barnhelm. Schillers Spaziergang und Eleusisches Fest. Sophokles' Philoktet als Privatlektüre. Aufsatzlehre, Dispositionsübungen. 3 St. Bölte. Im Winter(1. Kursushälfte): Die deutsche Litteratur von Luther bis Lessing. Aus- gewählte Oden von Klopstock. Lessing: Der junge Gelehrte, Miſs Sara Sampson, Minna von Barnhelm. Auswahl aus den Litteraturbriefen. Laokoon. Privatlektüre: Dramen von Shakespeare. 3 St. Schwemer.

Aufs ätze: Im Sommer: 1. Weshalb mußten nach Lessing die Meister des Laokoon in dem Ausdruck körperlichen Schmerzes Maß halten? 2. Klassenarbeit: a) Was hat Lessing mit der episodischen Figur des Riccaut beabsichtigt. b) Mit welchem Recht gilt der erste Akt von Lessings Minna von Barnhelm als ein Meisterstück der Exposition? c) Wodurch hat Lessing die Umwandlung Tellheims am Ende des dritten Aktes begreiflich gemacht? 3. Inwiefern war der Aufstand der germanischen Legionen gefährlicher als der der pannonischen? 4.Was für den Weinstock das Schneiden, das ist für den Menschen das Leiden. Im Winter: 1. Gedankengang in Schillers Klage der Ceres. 2. Klopstock und die französische Revolution. 3. Heinrich V. nach dem 1. Akte von Shakespeares gleichnamigen Drama. 4. a) Ursachen des 1. Kreuzzuges. b) Der Major von Tellheim(Klassenaufsatz).

Lateinisch: Im Sommer(2. Kursushälfte): Tac., ann. I 1 60(Liv. XXII als Privat- lektüre). Hor., c. IIIV, einige Epoden. Im Winter(1. Kursushälfte): Hor., c. I und II mit Auswahl und III 1 6; Tac. Hist. I 1 70 und als Privatlektüre Caes. Bell. Civ. I 1 40. Ubungen im unvorbereiteten UÜbersetzen, lateinische Inhaltsangaben zur Verarbeitung und Wiederholung des Gelesenen, Auswendiglernen einzelner Stellen aus Horaz, Ableitung notwendiger stilistischer Regeln und synony- mischer Begriffe, soweit die Lektüre dazu Veranlassung bot. 5 St. Alle 14 Tage eine UÜbersetzung ins Lateinische im Anschluſs an die Lektüre abwechselnd als Klassen- und Hausarbeit, daneben alle 6 Wochen eine Ubersetzung ins Deutsche als Klassen- arbeit. Grammatische und stilistische Wiederholungen. 1 St.(v. Dez. 2 St.) Im Sommer:

Gillhausen, im Winter: Roemer. 2*