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Für den Ostern 1895 in Untertertia beginnenden Unterricht des Lateinischen hat Herr. Oberlehrer Dr. Wulff eine Umarbeitung der lateinischen Lesebücher von Perthes bereits im Entwurfe fertiggestellt(s. Frankfurter Lehrpläne S. 41). Das Buch wird die regel- mäſsige und sodann die unregelmäſsige Formenlehre in etwa hundert Stücken zur Dar- stellung bringen; es wird moglichst viele zusammenhängende Stücke, aber auch Einzelsätze enthalten, da diese für die systematische Einführung in die Formenlehre nicht entbehrt wer- den können. Das Vokabular wird die französischen Worte, die vom Lateinischen abgeleitet sind, und die der Schüler bereits kennt, zur Erleichterung der Aneignung in Klammern beifügen. Auf eine propädeutische Einführung in die vornehmlichen Gesetze der Syntax wird bei der Anlage Bedacht genommen. Die Anordnung des Stoffes ist so getroffen, daſs man möglichst bald, vielleicht schon nach sechs Monaten, spätestens aber nach neun Monaten mit der Lektüre eines zusammenhängenden Schriftstellers, und zwar des Cäsar, beginnen kann. Was hier das Zweckmäſsigere ist, muſs der Versuch entscheiden. Für den Unterricht der Syntax in der Obertertia wird ein deutsch-lateinisches Ubersetzungsbuch vorbereitet, das sich dem Gang der Satzlehre anschliefsen wird.
Zum Schlusse dürfen wir mitteilen, daſs das Vertrauen der Eltern und weiterer Kreise unser Unternehmen in steigendem Maſse begünstigt. Die Anmeldungen für die Ostern zu eröffnende Sexta nach dem Frankfurter Lehrplane übertrafen um ein Bedeutendes die von den Behörden für diese Klasse festgesetzte Maximalzahl von 40, so daſs wir zu
unserem Bedauern gezwungen waren, eine ziemliche Zahl von Angemeldeten an andere Schulen zu verweisen.
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