Gymnasium zu Berlin, welch letzteres er Ostern 1876 mit dem Zeugnis der Reife verließ. In Berlin studierte er zunächst Jurisprudenz, dann in Breslau, Berlin, Marburg und Strab- burg Geschichte u 1 deutsche Litteratur. In Straßburg erwarb er 1882 die philosophische Doktorwürde auf Grund seiner Dissertation:»Innocenz III. und die Deutsche Kirche« und bestand 1883 das Examen pro facultate docendi. Von Ostern 1883— 1884 absolvierte er am biesigen Gymnasium sein Probejahr, ward im darauffolgenden Jahre vertretungsweise an dieser Anstalt beschäftigt und Ostern 1885 definitiv angestellt.
Heinrich Jungblut, geboren zu Halle a. S. am 6. Januar 1857, Sohn des Tischler- meisters Wilhelm Jungblut zu Halle, evangelischer Konfession, besuchte das städtische Gymnasium seiner Vaterstadt bis Michaelis 1877. Hierauf studierte er in Halle klassische Philologie und erwarb sich im Sommer 1882 die philosophische Doktorwürde auf Grund seiner Dissertation»de paroemiographis Graecis«. Nachdem er im Sommer 1883 dus Examen pro facultate docendi bestauden hatte, absolvierte er am städtischen Gymnasium „u Halle sein Probejahr. Von Ostern bis Michaelis 1884 war er am hiesigen Gymnasium vertretungsweise, von Michaelis 1884 an als Hilfslehrer beschäftigt, bis er Osteru 1885 definitiv angestellt wurde.
b) Mit den Sommerferien(Auf. Juli 1885) verließ uns der Religionslebrer unsrer katholischen Schüler, Herr Kaplan Butz, qer als Pfarrer nach Soden(im Taunus) versetzt ist. Wir verlieren den treuen und geschickten Lehrer ungern, der sich bei uns durch fast 10 jäbrige Wirksamkeit(siehe Oster-Progr. 1876, Seite 42) allerseits Liebe und Achtung erworben hat. Sein Nachfolger Herr Kaplan Gombert berichtet Folgendes über seine Personalien:
Joseph Gombert, geboren den 19. März 1851 in Niederelbert(Amt Montabaur), katholischer Konfession, besuchte von 1863 bis 1866 die Realschule zu Montabaur und bis Ostern 1871 das Gymnasium zu Hadamar. Hierauf trat er in die theologische Lehranstalt zu Mainz, welche er im Herbst 1873 verließ, nm an der Universität zu Würzburg weiter zu studieren. Nachdem er im August 1874 das philosophisch-theologische Examen vor dem Eintritt in das Priesterseminar zu Limburg a. d. L. bestanden und am 13. März 1875 qie Priesterweihe empfangen hatte, wurde er Hausgeistlicher bei den barmherzigen Brüdern in Prankfurt a. M. Seit Oktober 1881 bekleidet er die Stelle eines Religionslehrers am Hassel'schen Institut und seit dem 3. August 1885 am Gymnasium und an der Selektenschule dahier.
c) Um Michaelis 1885 geschah nur die eine Veränderung, daß Herr Bernhard wieder an die Stelle seines Freundes des Herrn Hochhuth trat. Ersterer rückte nach Voll- endung seines Freiwilligen-Jahres Giehe vor. Osterpr. Seite 70) wieder an seinen vorigen Plat⸗z als Religionslehrer und Unterklassen-Ordinarius. Herr Hochh uth ging ab, wurde aber bald darauf(Neujahr 1886) an dem Königl. Gymnasium zu Wiesbaden wieder beschäftigt, wo er, wie wir hören, bald eine ordemtliche Lehrerstelle bekleiden wird. Wir hätten den trefflichen jungen Mann gern behalten, der nicht nur seine Freundschaftspflicht gegen Herrn Bernhard, vondern auch alle seine Lehrerpflichten bei uns in vorzüglicher Weise erfüllt hat. Jetzt also zind die fünf um der Oberklassen-Trennung willen nur provisorisch angestellten Lehrer die Herren Dr. Banner, Bernhard, Dr. Schindler, Dr. von Oven, Dr. Koob. Möge dieser unerquickliche provisorische Zustand bald ein Ende nehmen; er ist weder für diese 5 Lehrer noch für die Schule zum Heil. Die Beseitigung dieser Halbheit sowie die damit zu- sammenhängenden Fragen, ob 15 oder 18 Klassen, ob Wechsel- oder Parallelcöten, ob Derthes


