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Enkels(Richard Hendschel) aufs freundlichste bewirthete; nach Felsberg(U II): nach See- heim(IV“); nach dem Schwanheimer Wald(Vo); nach dem Rossert(V'); nach Cronberg und Königstein(VI-); nach dem Lorsbacher Thal(Vy.— Der Sedantag(2. Septbr.) sollte wie in den vorigen Jahren durch einen Zug mit Musik und Fahnen nach der Oberen Schweinstiege und ein Wetturnen daselbst begangen werden; da aber das Wetter ungünstig war, mußte das Fest an dem Tage aufgegeben werden. Einige Tage später wurde es auf dem Schulhofe nachgeholt.— Eine musikalisch-theatralische Auffü hrung veranstalteten unsre Ober- classen im Anfange des Wintersemesters(22. Okt. 1881) zu allgemeinem Ergötzen; im Früh- jahr vorher mufßte aus mancherlei Gründen die Erlaubniß dazu versagt werden.— Der Kaiserliche Geburtstag wird dieses Jahr(am 22. März 1882) innerhalb der Schule gefeiert werden und der Oberlehrer Herr Prof. Dr. Fischer dabei die Festrede halten.
Was unsre Gymnasialgebäude und deren Lage anbetrifft, so haben alle Be- mühungen, in den Hauptübelständen Remedur zu erlangen eben so wenig Erfolg gehabt wie in den vorigen Jahren. Sowohl der Schlosserlärm als der Küferlärm in unserer Nähe gab zu häufiger Beschwerde Anlaß. Deshalb und weil sechs unserer Classenräume zu klein(nur für 30 Schüler ausreichend) sind, mußten mehrfach die Classen umgelegt werden; die Zeichen- classe wurde in einem Raume mit weit uugünstigerem Lichte(Südlicht) untergebracht.— Das Hauptgebäude, so gut es auch sonst für Schulzwecke eingerichtet ist, leidet an grofien fundamen- talen Mängeln, wie das schlechte Schließen der Fenster, die Risse in den Wänden und Decken, der Einsturz der Decke im katholischen Lehrzimmer genugsam bezeugen. Im nächsten Schul- jahre wird, da die vom Director gemachten Vorschläge zur Erweiterung einiger Classenräume abgelehnt wurden, voraussichtlich gleich nach Ostern große Noth eintreten und jedenfalls mehreren Dlassen die Wohlthat des neuen Subsellien-Systems(welche alle übrigen Schulen der Stadt ge- nießen) aus Platzmangel entzogen werden. Da wir außerdem noch immer einer Aula ent- behren, und auch unsere Turnhalle viel zu klein ist, so wird vermutlich in den nächsten Jahren ein größzerer Geldaufwand notwendig sein, um alle billigen Forderungen zu befriedigen. Wir können nicht glauben, daß die Humanität unseres Patronats das was den andern Schulen gewährt ist, dem Gymnasium auf die Dauer vorenthalten wird.
Die Gymnasialbibliothek hat angeschafft: erstens die Fortsetzungen von Grimm, Deutsches Wörterbuch; Wattenbach, Geschichtsschreiber der deutschen Vorzeit; Merguet, Lexikon zu Cicero's Reden; Jalirbücher für Philologie und Pädagogik; Bursians Jahresbericht des classischen Altertums; ferner Erler, Directorenconferenzen 1876⁄; Schrader, Verfassung der höheren Schulen; Blümner, Laokoon; Horatii opera ed. Keller et Holder; dasselbe, editio minor; Keller, Epilegomena zu Horaz; endlich zur Ergänzung der Bibliotheca scriptorum Graecorum et Romanorum Teubneriana: Polemonis declamationes; Pomponii Melae de chorographia; Por- phyrionis commentarii in Q. Horatium Flaccum; Procli diadochi in primum Euclidis elemen- torum librum commentarii; Rerum naturalium scriptores Graeci minores, vol. I.; Rutilii Nama- tiani de redito suo; Sallustius; Scriptores metrici Graeci, vol. I.; Simeonis Sethi syntagma de alimentorum facultatibus; Sophocles; Theodori Prodromi Catomyomachia; Theonis Smyrnaei


