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öffentlichten Anſprache). In warmen Worten hieß der älteſte Oberlehrer, Herr Prof. Dr. Primer, den neuen Leiter willkommen.
Am 10. April fand die Feier des 25 jährigen Jubiläums der Anſtalt unter großer Beteiligung der Freunde und Gönner, der früheren Schüler und ſonſtigen Angehörigen der Anſtalt ſtatt. Die Begrüßungsrede hielt der Direktor, die eigentliche Feſtrede mit dem überblick über die 25 Jahre Prof. Dr. Primer(beide Anſprachen ſind in der Anlage abgedruckt). Daran ſchloſſen ſich die Glück⸗ wünſche an: des Herrn Stadtrats Dr. Ziehen im Namen der ſtädtiſchen Behörden, des Herrn Dir. Dr. Bode im Namen der Frankfurter Lehrerſchaft, des Herrn Dr. Bieber im Namen der Sachſen⸗ häuſer Schweſteranſtalt, des Herrn Prof. Dr. Kniebe im Namen des Akademiſchen Vereins, des Herrn Prof. Ankel im Namen der Freunde des Humaniſtiſchen Gymnaſiums; Herr Dir. Dr. Vilmar am Goethe⸗ Gymnaſium überreichte eine kunſtvoll ausgeführte Adreſſe, Herr Oberl. Dr. Schwartze im Namen des Vereins ehemaliger Kaiſer⸗Friedrichs⸗Gymnaſiaſten ein Bild, von dem in Zukunft jeder Abiturient eine verkleinerte Nachbildung erhalten ſoll.¹) Mit bewegten Worten führte dann der erſte und langjährige Direktor, Herr Geheimrat Dr. Hartwig, Erinnerungsbilder aus der Geſchichte der Anſtalt vor, und der gegenwärtige Direktor ſtattete zum Schluß den Dank der Schule für alle Anteilnahme aus und machte noch die Mitteilung von beſonderen Stiftungen aus Anlaß der Jubiläumsfeierlichkeiten. Dekla⸗ mationen und Chöre der Schüler hatten der Feier ihre Weihe gegeben.— Viel Beachtung fand die Ausſtellung von Zeichnungen der freiwilligen Zeichenſchüler und von Gemälden und Zeichnungen der früheren Schüler L. Müller und Runge.— Das Lehrerkollegium und einige Freunde und frühere Schüler verſammelten ſich am Nachmittag zu einem Feſteſſen im Hotel Imperial. Am 11. April fand vor⸗ mittags ein Schülerausflug nach Wilhelmsbad(trotz Schneetreibens) ſtatt, zu deſſen Wettſpielen der Verein ehem. Friedericianer Preiſe geſtiftet hatte; ein Kommers der Lehrer und alten Schüler in der Frankfurt⸗Loge am Abend beſchloß die Feierlichkeiten, die vor allem in dem ehrwürdigen Herrn Geheimrat Dr. Hartwig ihren Mittelpunkt fanden, doch wurde mit Wärme auch der früheren und der jetzigen älteren Lehrer gedacht, von denen vier Herren ſeit Beginn der Anſtalt angehören: die Herren Prof. Dr. Müller, Prof. Dr. Peters, Prof. Degenhardt und Zeichenlehrer Jünemann.—
Neu eintraten in das Lehrerkollegium Oberl. Dr. Waldeck²) und Probekandidat Dr. Georg Engel³); Kandidat Kraemer ging an die Sachſenhäuſer Oberrealſchule über, Kandidat Hepp an die Oberrealſchule in Hanau, Dr. Schott an das Gymnaſium in Weilburg; an Stelle des Kaplans Wolf trat Kaplan Goebel; am 1. Juni trat Kandidat Erwin Ernſt¹) ein; vom 16. Mai bis Anfang Juli war Dr. Hartmann Menz hier tätig.
¹) Der Verein iſt von dem rühmlichen Beſtreben beſeelt, den Zuſammenhang der früheren Schüler unter⸗ einander und mit der Schule aufrecht zu erhalten durch regelmäßige Zuſammenkünſte, Ausflüge, Vorträge und Feſtlichkeiten(in Gemeinſchaft mit dem Verein früherer Viktoriaſchülerinnen). Es iſt dringend wünſchenswert, daß dies Beſtreben von allen beteiligten Kreiſen, beſonders aber von den abgehenden Schülern, gefördert werde.
²) Dr. Oskar Waldeck wurde am 13. Juni 1881 in Corbach als Sohn des Gymnaſialprofeſſors A. Wal⸗ deck geboren und beſuchte das Gymnaſium ſeiner Vaterſtadt. Oſtern 1900 bezog er die Univerſität Tübingen, um ſich hier und dann in München dem Studium der Rechte zu widmen. Noch in München aber wandte er ſich den Fächern Geſchichte, Deutſch und Latein zu und ſetzte dieſes Studium in Berlin und Marburg fort. Nachdem er im Januar 1906 in Marburg die Prüfung pro facultate docendi beſtanden hatte, war er vom Herbſt 1906 bis Herbſt 1908 als Seminar⸗ und Probekandidat am Kgl. Friedrichsgymnaſium in Caſſel tätig und blieb auch noch ein halbes Jahr als wiſſenſchaftlicher Hilfslehrer an der genannten Anſtalt. Oſtern 1909 wurde er Oberlehrer am ſtädtiſchen Realigeunuſünn in Caſſel, ging aber ſchon Oſtern 1911 in der gleichen Eigen⸗ ſchaft an die deutſche Schule in Bexhill on Sea. Oſtern 1913 erfolgte ſeine Anſtellung als Oberlehrer am Kgl. Kaiſer⸗Friedrichs⸗Gymnaſium in Frankfurt a. M.
³) Dr. Joh. Georg Engel, geboren den 17. April 1885 zu Frankfurt a. M., beſtand Oſtern 1905 am hieſigen Leſſinggymnaſium die Reifeprüfung und ſtudierte in Marburg und Berlin klaſſiſche Philologie und Germaniſtik. 1910 erwarb er in Marburg den phil. Doktorgrad und legte Januar 1911 die Prüfung pro fac. doc. ab. Oſtern 1911/12 war er cand. sem. am Goethegymnaſium, Oſtern 1912/13 Einj.⸗Freiw., Oſtern 1913— 14 cand. prob. am Kaiſer⸗Friedrichs⸗Gymnaſium.
¹) Erwin Albert Heinrich Ernſt, geboren am 29. Nov. 1887 zu Frankfurt a. M., beſtand am Kgl. Kaiſer⸗Friedrichs⸗Gymnaſium zu Frankfurt a. M. die Reifeprüfung Oſtern 1906. Er ſtudierte in Marburg und Heidelberg. Am 19.,20. Januar 1912 legte er in Marburg die Prüfung für das höhere Lehramt ab. Oſtern 1912 bis Oſtern 1913 war er Seminarkandidat an der Klinger⸗Oberrealſchule zu Frankfurt a. M. Vom 1. April bis 1. Juni 1913 war er der Realſchule der iſraelitiſchen Religionsgeſellſchaft, von da ab dem Kgl. Kaiſer⸗Friedrichs⸗Gymnaſium zur Ableiſtung ſeines Probejahres überwieſen.


