Jahrgang 
1913
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3. Lehraufgaben.

Die Lehraufgaben der einzelnen Klassen entsprechen den amtlichen, im Buchhandel erschienenen Lehrplänen von 1901.

Deutsche Aufsätze: OI. 1. Ist der Spruch berechtigt: Die Namen sind in Erz und Marmor- stein so wohl nicht aufbewahrt als in des Dichters Liede? 2. Aus welchem Grunde verdient Friedrich Wilhelm den Beinamen der Große Kurfürst?(Klassenarbeit.) 3. Wie urteilt Lessing in seiner Hamburgischen Dramaturgie über die sogenannten drei Einheiten? 4. Wozu mahnt Menanders Spruch:*0 ur dagsls Av⁹[ράμοσο b αι⁸εεεεα(Klassenarbeit.) 5. Wie erklärt sich Preußens Fall zu Beginn des 19. Jahrhunderts? 6. Ist der frühe Tod des Helden in Shakespeares Julius Cäsar ein dramatischer Fehler?(Probearbeit.) 7. Inwiefern bringt Sophokles in seinem König Odipus die Macht der Götter zu Ehren?(Prüfungsarbeit.)

U I. 1. Wozu mahnt Schillers Wort: Früh übt sich, was ein Meister werden will? 2. Warum ist das römische Kaiserreich dem Ansturm der Germanen erlegen?(Klassenaufsatz.) 3. Welche Bedeutung hat Klopstock für die deutsche Literatur? 4. Wie läßt Goethe in seiner Iphigenie auf Tauris die Heilung des Orest vor sich gehen?(Klassenaufsatz.) 5. In welchem Sinne ist Sallusts Ausspruch: Idem velle atque idem nolle, ea demum firma amicitia est allgemeingültig? 6. Inwiefern bewahrheitet sich an Don Cesar von Messina Goethes Wort: Unser Leben ist auf eine unbegreifliche Weise aus PFreiheit und Not- wendigkeit zusammengesetzt?(Klassenaufsatz.) 7. Inwiefern haben die Erfindungen und Entdeckungen um die Wende des 15. Jahrhunderts zum Beginn einer neuen Zeit mitgewirkt? 8.(Klassenaufsatz.) Was veranlaßte in Schillers Wallenstein den Helden vom Kaiser abzufallen?

0 II. 1. Wie wird im Fleusischen Fest die Entstehung der Kultur dargestellt? 2.Geld regiert die Welt?(Klassenaufsatz.) 3. Wie bestimmt die Treue den Gang der Handlung im zweiten Teile des Nibelungenliedes? 4. Entstehung und Wesen der athenischen Verfassung unter Perikles.(Klassenaufsatz.) 5. Die ritterliche Kultur des griechischen und des deutschen Mittelalters. 6. Inwiefern kann das Leben des Menschen mit den Zeiten des Jahres verglichen werden? 7. Worauf beruht inHermann und Dorothea der Konflikt zwischen Vater und Sohn?(Klassenaufsatz.) 8. Wer fest auf dem Sinne beharrt, der bildet die Welt sich. 9.(Klassenaufsatz.)Wie der Herr, so der Knecht in Goethes Götz.

UII. 1. Wodurch wird der Mörder des Ibykus veranlaßt, sich und seinen Mitschuldigen zu ver- raten?(Klassenaufsatz.) 2. Die gute Sache stärkt den schwachen Arm.(Klassenaufsatz.) 3. Xenophons Weihgeschenk an die Göttin Artemis.(Klassenaufsatz.) 4. Wohltätig ist des Feuers Macht. 5. Xenophons Plan, am Schwarzen Meere eine Kolonie zu gründen.(Klassenaufsatz.) 6. Die Sinnesänderung Telemachs. 7. Wodurch werden die Schweizer veranlaßt, die österreichischen Landvögte zu vertreiben?(Klassenaufsatz.) 8. Wodurch zeigt Derkyllidas besondere Klugheit? 9.(Probeaufsatz.)

Aufgaben für die Reifeprüfung Ostern 1913. Deutsch: Vgl. Aufsätze 01 7. Mathe- matik: 1. Es ist der Inhalt eines Parabelsegments zu bestimmen, wenn die Gleichung der Parabel y= 8X und die der begrenzenden Sehne 4 3y 18= 0 gegeben ist. 2. Ein Luftschiff fährt auf dem kürzesten Wege mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 56 km von Friedrichshafen nach Memel. Die geographischen Breiten und Längen sind: Priedrichshafen F1= 470 45, 1= 90 35 Memel †2= 50 12= 210. Wann kommt das Luftschiff in Memel an, wenn die Abfahrt in Friedrichshafen 8 Uhr morgens stattfindet? 3. Gegeben ist ein gerades regelmäßiges sechsseitiges Prima; gesucht sind die Auf- und Grundrißprojektionen eines ebenen Schnittes, welcher zur Grundebene unter 45 geneigt und zur Aufebene senkrecht steht. Alsdann ist die Schnittfigur in wahrer Größe darzustellen und die Netzkonstruktion des abgeschnittenen unteren Teiles auszuführen. 4. Ein Mann übergibt einer Bank die Summe von 20 000 und zahlt noch 15 Jahre lang Ende des Jahres 600 ein. Wie lange kann er danach eine nachschüssige Rente von 3534 beziehen, wenn 4% berechnet werden?

Von der Teilnahme am evangelischen Religionsunterricht war kein evan- gelischer Schüler befreit.

Am Englischen nahmen teil: S. 01 8, UI 15, 0II 21; w. 01 8, UI 15, 0II 21.

Am Hebräischen nahmen teil: S. 01 3, UI 1, 0II 3, w. 0I 3, UI 1, 01I1 2.

An den französischen Konversationsstunden(im Sommer) beteiligten sich aus 0I UII 60 Schüler.