Im Laufe des Schuljahrs traten in der Verteilung des Unterrichts folgende Inderungen ein. Im I. Vierteljahr: Professor Lic. Dr. Krebs beurlaubt. Oberlehrer Bier- schenck: 2 Hebräisch I, 2 Hebräisch 0 II, 2 Religion U I, 2 Religion, 2 Deutsch, 6 Latein 0 III(Ord. O III), 2 Religion, 3 Deutsch V, zusammen 21 Stunden. Kandidat Dr. Eymer: 2 Religion U II, 2 Religion, 2 Deutsch U III, 3 Deutsch IV, 4 Deutsch, 8 Latein VI(Ord. VI), zusammen 21 Stunden. Kandidat Dr. Schott: 2 Geschichte IV, 8 Latein V(Ord. V), zu- sammen 10 Stunden. Im II. Vierteljahr: Professor Lic. Dr. Krebs: 2 Hebräisch I, 2 Religion, 6 Latein O III(Ord. O III), zusammen 10 Stunden. Oberlehrer Bierschenck: 2 Religion U I, 2 Hebräisch O II, 2 Deutsch 0 III, 2 Religion, 3 Deutsch V, 4 Deutsch, 8 Latein VI (Ord. VI), zusammen 23 Stunden. Kandidat Dr. Eymer: 2 Religion U II, 2 Religion, 2 Deutsch U III, 3 Deutsch IV. Kandidat Dr. Schott wie im I. Vierteljahr.
3. Lehraufgaben.
Die Lehraufgaben der einzelnen Klassen entsprechen den amtlichen, im Buchhandel er- schienenen Lehrplänen von 1901.
Deutsche Aufsätze: 0I. 1. Die Namen sind in Erz und Marmorstein So gut nicht aufbewahrt als in des Dichters Liede. 2. Mit welchem Rechte nennen die Franzosen Ludwig XIV. den Großen? (Klassenaufsatz.) 3. Welche Anforderungen stellt Lessing in seiner Hamburgischen Dramaturgie an eine gute Tragödie? 4. Sind die Worte der Prinzessin in Goethes Torquato Tasso berechtigt: Was man ist, das blieb man andern schuldig?(Klassenaufsatz.) 5. Welches waren die treibenden Ideen in der fran- zösischen Revolution und wie gestaltete sich ihre Verwirklichung? 6. Wie bringt es Shakespeare in seinem Macbeth fertig, unser Mitleid mit dem Helden zu erregen?(Klassenaufsatz.) 7. Warum hat Sophokles in seiner Antigone die Handlung noch über den Tod der Heldin hinausgeführt?(Prüfungsaufsatz.)
UI 1. Das Familienleben in der Odyssee. 2.(Klassenarbeit.) Was ist zu halten von der Ein- teilung der Bürgerschaft in einen Nähr-, Lehr- und Wehrstand? 3. Weshalb mißlang den Römern die Unterwerfung Germaniens? 4a.(Klassenarbeit.) Die gute Sache stärkt den schwachen Arm. 4 b.(Klassen- arbeit.) Warum durfte nach Lessing nicht Agesander, aber Virgil den Laokoon schreiend darstellen? 5.(Klassenarbeit.) In welcher Weise wird in Schillers„Braut von Messina“ der Tod Don Manuels her- beigeführt? 6a. Wie entsteht ein Volkslied?(Nach Riehl, Kulturhistorische Novellen, 3.) 6 b. Inwiefern ist der Titel der Riehlschen Novelle„Damals wie heute“ gerechtfertigt? 7.(Klassenarbeit.)„Navigare necesse est, vivere non est necesse.“ 8a. Darf Wallenstein von sich sagen:„Was tu' ich Schlimmres als jener Caesar tat, des Name noch bis heut das Höchste in der Welt benennet“? 8 b. Wallenstein bei Schiller und bei Conrad Ferdinand Meyer.
0 II. 1. Welche Nachteile erwachsen unserm Vaterlande durch den stark zunehmenden Fabrik- betrieb? 2. Schillers Spaziergang und das Eleusische Fest.(Ein Vergleich.) 3. Warum wirkt der Tod Elses von der Tanne auf uns wie ein greller Mißklang?(Nach W. Raabe.)(Klassenaufsatz.) 4. Welche Eigenschaft Dorotheas bildet den Grundzug in ihrem Charakter, und wie betätigt sie ihn? 5. Uber den Nutzen des Heeresdienstes. 6a. Eine halbe Stunde an der Hauptwache zu Frankfurt a. M. 6 b. Wohl mir, daß ich ein Deutscher bin!(Klassenaufsatz.) 7. Inwiefern ist die Geschichte Deutschlands durch seine Lage beeinflußt? 8. Durch welche Züge wird das Grauenhafte in Hagens Charakter gemildert? (Klassenaufsatz.)
U II. 1. Welches sind die Gründe, die Karl XII. im nordischen Kriege unterliegen lassen? 2. Wie schildert Schiller in seinem„Lied von der Glocke“ die verderbliche Macht des Feuers?(Klassenarbeit.) 3. Welche Bedeutung haben die Ströme für die Menschheit? 4. Warum läßt Schiller Tell seine Beteiligung an einer gemeinsamen Erhebung ablehnen?(Klassenarbeit.) 5. Gründe und Veranlassung zum Ausbruch der französischen Revolution.(Klassenarbeit.) 6. Aus welchen Gründen glaubt Tell zur Tötung Geßlers berechtigt zu sein?(H.) 7. Worin zeigt sich Tellheims Edelmut? 8. Höhepunkt des Konfliktes und


