Jahrgang 
1905
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3. Übersicht über die erledigten Lehraufgaben.

Ober-Prima. Ordinarius: Prof. Dr. Wolff.

Religionslehre. 2 St. W. evangelische. Der Römerbrief wurde teilweise gelesen und erklärt. Glaubens- und Sittenlehre nach der Augustana.(Krebs).

Deutsch. 3 St. W. Lektüre: Lessings Hamburgische Dramaturgie mit Auswahl und Nathan der Weise. Goethes Leben und Gedankenlyrik. Shakespeares Julius Caesar, Kaufmann von Venedig, Hamlet. Elemente der Logik. Vorträge der Schüler über frei gewählte Themata. Dispositionsübungen. Aufsätze.(Peters).

Aufgaben zu den Aufsätzen: 1I. Gleicht der Pylades der Goetheschenlphigenien seinem von ihm selbst als Vorbild erwählten Helden? 2. Wie soll der dramatische Dichter historische Charaktere behandeln? 3. Inwiefern kann man sagen, daß uns auch die Natur zum Wahren, Guten, Schönen fuhrt? 4. Welches Kulturbild gibt Homer in der Beschreibung des Achilleischen Schildes? 5 In welcher Weise wurde Goethe während seines Aufenthaltes in Straßburg von Herder beeinfluft? 6.(Probeaufsatz.) Warum gewinnt von den Helden der Ilias Hektor unsere Teilnahme in höherem Grade als Achilles? 7.(Prüfungsaufsatz.) Wie erklärt es sich, daß Friedrich der Große trotz der feind- lichen Übermacht siegreich aus dem siebenjährigen Kriege hervorging?

bateinisch. 7 St. v. Im Sommer Horaz Oden ll und IV. Memorieren einzelner Oden. Im Winter Horaz' Episteln, Auswahl aus B. l u. II. 2 St. V.(Hartwig). Tacitus' Annalen Buch l mit Ausvwahl. Cicero pro Sestio. Daneben Ubungen im Extemporieren aus Tacitus, Cicero und Livius. Grammatische Wiederholungen und stilistische Bemerkungen. Schriftliche Ubersetzungen aus dem Lateinischen, Extempo- ralien und Exerzitien nach Diktaten und dem Ubungsbuche. Mündliches Ubersetzen

nach Ostermann-Müller V. 5 St. v.(Wolff).

Griechisch. 6 St. W. Im Sommer: Platos Phaedon; im Wiinter: Sophokles Antigone. 2 St. W.(Wolff). Im Sommer: Homers llias B. XV XXIV mit Auswahl; im Winter: Demosthenes, Philipp. Reden. Ubungen im Extemporieren aus Xenophons Hellenica und Repetitionen aus der Grammatik. Schriftliche Obersetzungen aus dem Griechischen und in das Griechischeée. 4 St. W.(Peters).

Französisch. 3 St. W. Lektüre: Molièére, Tartuffe: Zola, Débäcle; Racine, Mythridate; Daudet, Lettres de mon moulin. Sprechübungen. Grammatische Wiederholungen. Alle zwei Wochen eine Klassenarbeit.(Bieber).

Hebräisch. 2 St. W. Die Lehre von den Gutturalverben, sowie von dem schwachen Verbum und dem Nomen, nach Seffer§ 37 85 nebst UÜbungsstücken. Ausgewählte Abschnitte aus historischen Büchern des Alten Testamentes.(Krebs).

Englisch. 2 St. W. Deutschbein, Englische Grammatik und Übungsbuch. Anhang. Ch. and M. Lamb, Six tales from Shakspere. Ubungen im mündlichen und schriftlichen Gebrauche der Sprache.(Marmieh).